IKEA als Erlösung aus der Misere der Stadtplanung?
Die Neue Große Bergstrasse wäre das Sorgenkind der Stadtplaner in Hamburg-Altona so es denn Stadtplaner in Hamburg-Altona gäbe.
Die Straße verslumt, die Bevölkerung schrumpft, das Prekariat wächst (schreibe ich mal so) und der Kleinhandel schrumpft oder geht ein.
Künstler wurden als Zwischenmieter / – Zwischennutzer in einem leerstehenden Kaufhausgebäude geladen und sind inzwischen wieder ausgeladen.
Das Kaufhausgebäude ist eine Wirtschafts-Ruine. Karstadt war mal drin.
Und was plant man in Hamburg-Altona?
Da man ja hiererorts unter Stadtplanung Wirtschaftsunterwerfung versteht, nimmt man diese Brache nicht als Chance, durch neue Wohnbebauung wieder Menschen in das Viertel zu holen, die Bevölkerungsstruktur zu vitalisieren, nein man handelt schlicht nach der dummen Devise: "wo ein Kaufhaus drin war kommt auch wieder ein Kaufhaus rein" und kommt auf diese erstaunliche Idee, IKEA in die Innenstadt von Hamburg-Altona zu holen.
Solange man noch glaubte, den Menschen etwas vorflunkern zu können, wollte man weismachen, es käme nur die Kleinteil- und Geschenkartikel-Abteilung von IKEA nach Altona und die Kunden würden selbstverständlich alle mit der S-Bahn anreisen…
Zu IKEA mit der S-Bahn???
Zugegeben, als IKEA in Moskau eröffnete, kamen Tausende Konsumwütige und Schaulustige mit der Metro und wanderten Kilometer über Schnee-Brache, standen Schlange, aber das war Moskau vor etlichen Jahren. Und dort ist es auch längst nicht mehr so.
Noch nirgendwo auf der Welt hat IKEA in einer Innenstadt, in einem Wohngebiet ohne große Fläche eröffnet. Aber in Altona?
Ich bin ein bekennender Billy-Fan aber laßt die Kirche im Dorf und die Einkaufszentren für Groß-Artikel am Stadtrand!!
Hört auf, Sand in die Augen zu streuen.