Das Leben ist gefährlich

und weil man als Philologe ja verbeamtet ist, hat man selbstverständlich Anspruch auf eine Gefahrenzulage.

Ist dich berechtigt Man gönnt sich ja sonst nichts.

Wenn Sie erfahren möchten, wie ein waschechter Funktionär spricht und argumentiert, dann lesen Sie das Interview des Philologen-Verbands-Vorsitzenden Heinz-Peter Meidinger im Spiegel.

Er kriegt doch immer wieder die Kurve zum Lehrergehalt.

Was bin ich froh, daß ich nach dem 2. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in Deutscher Philologie nicht in den Staatsdienst kam, nicht Lehrerin wurde. Es könnte ja sojemand in meinem Namen sprechen wollen…

PS: Eine kleine Pointe am Rande ist dann noch dieser Banner auf der Seite des Deutschen Philologen-Verbandes

Besuchen Sie den aktuellen Lehrerpreis.

Sorry, kann gerade nicht. Bin eingeladen beim Nobel-Preis ;=)

Helmut Schmidt, an elder statesman

Aber seltsam, jetzt scheint plötzlich diese Welt, die in ihrem Bestand ja höchst gefährdet ist, verehrungs- und respektvoll vor diesem knochentrocken vernunftgenialen ehemals Ersten Angestellen der Republik sich zu verbeugen.

Und ihm als einem König Helmut I. beim Verkünden von Erkenntnissen à la „Zwei und zwei sind vier“ atemlos zu lauschen. Als seien’s alttestamentarische Prophetenorakel. Es wär’ zum Lachen, wenn es nicht vielleicht so ist, dass im Drama einer Zeit, in der die Grundrechnungsarten selbst höchstfinanzgestellten Persönlichkeiten zu hoch sind, der einzig Berechenbare ganz von selbst Majestät wird.

So schreibt Gerhard Stadelmaier in der FAZ. Und erweist damit H.S. Respekt. Oder ist es Häme?

Interessant finde ich nur, daß auch und vielleicht gerade die FAZ diese höchstfinanzgestellten Persönlichkeiten gerade doch zu ihrer eigenen Klientel zählt.

 

absolutissimo überflüssig…

wie lange wohl hat der Herr Brug, Verfasser des Artikels "Anne Sofie Mutter und die moderne Tatarin" wohl an dieser Passage herumgedruckst:

Die Absolutissima und Anführerin des immer reicher Früchte tragenden geigerischen Fräuleinwunders hat hier wieder einmal ihre Spitzenstellung bewiesen. Hier hat sie eines der wegweisend markanten Musikwerke unserer Zeit aufgenommen. Es wird ein Fels in ihrer Diskographie bleiben.

Hatte man erst noch den Lese-Eindruck, er schriebe kenntnisreich, kommt dann solch ein Quark daher.

Das ist kein Gefallen für die verehrte Sofia Gubaidulina und auch nicht für Frau Mutter.