Klang! Container! Heiße Luft!
Und weiter geht es mit Musik in der Hafenstadt Hamburg.
Da wird eine unsägliche Menge Geld ausgegeben, um die Neue Musik bundesweit zu fördern. (Netzwerk Neue Musik)
Hamburg beteiligt sich mit einem Projekt.
Und da Hamburg nun mal nur rechteckig und in Kisten denkt, kommt man auf die wundersame Idee, einen Container zu bauen, der dann durch die Stadt gefahren wird und in dem Musik stattfinden wird. (Auf der einen Seite werden Millionen für Akustik in der GeldVielHarmonie ausgegeben, auf der anderen Seite steckt man die Neue Musik in eine Blechschachtel, das ist Hamburg!)
Dieser Plan liegt lange vor.
Im September 2008 wird das Projekt eröffnet. Aber nicht in der Schachtel. Nein, an richtigen Veranstaltungsorten
Denn den Container gibts noch nicht.
Der wird von Hamburger Architekturstudenten der HafenCityUniversität (auch so eine Hamburger Luftnummer) gebaut.
Tolles Projekt für Architekturstudenten: Kisten bauen. Klar, das müssen die lernen. Werden ja sonst nichts Anderes bauen als Kisten.
Die Studenten dokumentieren das in einem Web-Blog. Dort gibts nur Bilder, keine Buchstaben.
Dann wird Programm angekündigt. Aber keiner weiß, wo das stattfinden wird. Beim Netzwerk für Neue Musik wird auf die Projektseite www.klang-hamburg.de verwiesen.
Aber dort entsteht in Kürze das Portal… (da krieg ja sogar ich eine Webseite schneller hin)
Was haben wir also bis jetzt?
Viel heiße Luft!
Einen Container den keiner kennt!
Viel Geld, das für Komitees und Startveranstaltungen und Expertisen und und und ausgegeben wurde.
Ein Programm für 2009 für eine Veranstaltung in dem Container den keiner kennt: ein Chinese aus Berlin spielt in Hamburg in einer Blechkiste.
Und das regt mich auch auf: mein Freund WuWei, den ich in Peking als wunderbaren Sheng-Spieler kennenlernte, wird in eine Kiste gesteckt.