Durchgebrannt oder durchgeknallt?

Hamburger Museen sind chronisch unterfinanziert.

Die Hamburger Kunsthalle / Galerie der Gegenwart reduzierte die Sonderausstellungen. Die Hamburger Kunsthalle /Galerie der Gegenwart reduzierte das Personal.
Die Hamburger Kunsthalle / Galerie der Gegenwart wird für mehrere Monate geschlossen.

Die Hamburger Kulturbehörde hat gelernt. Wenn es Probleme gibt, ist die Bausubstanz oder die Baufirma etc. dran schuld.

Also ist die Galerie der Gegenwart wegen defekter Brandschutzklappen monatelang geschlossen.

Die “Regierung” von Beust mit Frau von Welck (parteilos) und Konsorten hat dermaßen abgewirtschaftet und wirtschaftet die Stadt noch in die Pleite. Arm an Geist ist sie schon.

Ein Drittel wäre schon zusammen…

Die Stadt Hamburg hat dem Maritimen Museum viel Geld gegeben. Soviel Geld, daß das alles gar nicht aufgebraucht wurde.
Rund drei Millionen Euro sind noch übrig.
Die plant man dem Stiftungsvermögen zuzuführen, verlautet es.

Abgesehen davon, daß die Stadt zwar Projekten Geld gibt, aber nicht stiftet und in Stiftungsvermögen nur Stiftungsgeld einfließen darf, ist das doch eine sehr erfreuliche Meldung:

1x Maritimes Museum und 1,5 x Herrn Nonnenmachers Abfindung = die 10 Millionen, die "einzusparen" sind, sind fast aufgebracht!  Ohne der Kultur ein Haar zu krümmen.

Quelle: Hamburger Abendblatt

Was sind 10 Millionen gegen 6 Milliarden

oder wer muß den Gürtel enger schnallen?

Frau Kultursenatorin (parteilos) meint, natürlich müsse man sparen. Immerhin kämen harte Zeiten auf Hamburg zu. 6 Milliarden Kreditlast.

Auffällig ist, daß Frau Kultursenatorin (parteilos) immer von "natürlich" spricht, dann braucht sie nämlich nichts begründen.

"Natürlich" müssen auch die Kulturschaffenden sparen.
Damit ist klar bewiesen, daß Banker keine Kultur schaffen.

Denn 2,5 Nonnenmacher sind ein Kultur-Haushalt-Einsparungs-Schnitt.

PS:

Frau Kultursenatorin (parteilos) schreib heute in der WELT und sprach auf Hamburg1.
 

Schaffe schaffe Haushalt streiche…

Artparade StuttgartDie Schwaben sind da richtig fortschrittlich. Die Haushaltspolitik Stuttgarts hat fast "Leuchtturm"-Bedeutung, um im Jargon der Kultursenatoren zu bleiben…

40% Literaturförderung streichen, nur ein Beispiel.

Es meldet sich dort Widerstand. Die Artparade Stuttgart  hat zwar noch kein Thesenpapier fertig, aber organisiert schon fleißig eine Großveranstaltung.

Virtuelle Unterstützung aus Hamburg!

Bewußt…los

"Wir entsprechen nicht dem klassischen Layout eines Museums. Aus wirtschaftlichen Gründen eines zuschussfreien Betriebes haben wir uns gemeinsam bewusst dagegen entschieden."

Das sagt der Leiter des Auswanderermuseums Ballinstadt in Hamburg.

Festzustellen ist, daß dieses Museum in Schwierigkeiten ist, nicht die gehypten optimistischen Besucherzahlen einfährt.
Festzustellen ist, daß die Freie und Hansestadt Hamburg für dieses Schaufensterpuppen-Event 6 Millionen dazugegeben hat.

Weiterlesen:BallinStadt bittet Behörde um Hilfe bei der Vermarktung

Sie ist im Tal der Tränen …

Frau von Welck äußert sich zu den unendlichen Kosten der Elbphilharmonie im Abendblatt:

Abendblatt:

Aber wenn Sie ein Haus für alle wollen, muss man da nicht am Anfang höhere Verluste einkalkulieren, um die Eintrittspreise erschwinglich zu halten?
von Welck:
Die Elbphilharmonie ist ein so besonderes Konzerthaus, dass es keine Probleme geben wird, die Säle zu füllen. Das zeigen die Erfahrungen aus anderen Städten.

Wenn Sie sich da mal nicht täuscht.

Siehe die Erfahrungen aus Essen: aus der ZEIT:
In Nordrhein-Westfalen wachsen die Säle wie Wiesenchampignons: ……

Doch ist der Fall Essen nicht allein typisch fürs Ruhrgebiet. Er ist auch typisch für die Allüren vieler Gernegroßstädte, die landauf, landab Kultur zur Imagepflege am liebsten wie Sitzmöbel aus dem Luxuskatalog einkaufen lassen. Und sich dann wundern, wieso die Sessel so leer bleiben wie die Kassen.