Tot-Sparen im wahrsten Sinne des Wortes

Wenn die Gesellschafter meiner Empfehlung folgen, bilden wir ein Orchester mit 120 bis 125 Musikern, 50 Musiker wären überzählig. Die Aushilfen könnten sofort gespart werden. Das Orchester könnte in den unterschiedlichsten Formationen alle Musiker beschäftigen, bis nach einer Übergangszeit, auch durch natürliche Fluktuation, die 125 Stellen übrig blieben.

Das muß man ganz langsam lesen. Hier geht es um die Orchester einer Hauptstadt.

Etwas ausführlicher und auch mit Skrupeln das ganze Interview auf BerlinOnline.

ausgekotzt – die Liste zum Wochenende

  1. Streiken oder Schweigen?
    In Deutschland wie in anderen Ländern wird den Museen der Hals zugedreht, aber in Frankreich streiken die Museen dagegen, in Deutschland leiden sie schweigend.

    "Der Arbeitskampf richtet sich gegen Stellenabbau und das finanzielle Ausbluten des Kulturbetriebs in Zeiten der Krise. Während Deutschlands Kulturschaffende an Sparmaßnahmen schwer zu kauen haben, aber schweigen, üben sich die Kollegen in Frankreich in Protestkultur." berichtet die Frankfurter Rundschau aus Paris, das Hamburger Abendblatt listet die Auswirkungen der Sparbeschlüsse auf die Museumslandschaft in Hamburg auf,  wo eine falsche oder eine schlechte Politik die Umwandlung der Museen in Stiftungen sehr unprofessionell durchgepeitscht hat und nun die Auswirkungen dieser Fehlentscheidungen in den nächsten Jahren immer deutlicher werden werden.

  2. Waren es in Hessen früher emigrierte Juden, die in ihren Testamenten die hessische CDU mit Parteispenden bedachten, so hat sich der Herr Weimar, seines Zeichens hessischer Finanzminister, nun eine andere Tätergruppe ausgedacht: Rentner. Die von der Deutschen Bank zur Steuerhinterziehung durch Geldtransfer ins Ausland animierten Privatiers seien in großer Zahl Rentner gewesen, die kleine Summen exportierten und deshalb eine Steuerprüfung nicht lohnten.
    Die Frankfurter Rundschau zeigt den Abgrund an Steuerzahlerverachtung auf, der in Hessen herrscht, den Mangel an Demokratieverständnis und die gravierende Unkenntnis der eigenen Aufgabe,
    Es ist nicht Aufgabe eines Finanzministers, Vermögende zu schonen und rechtswidrig Steuerprüfungen zu verhindern, es ist Aufgabe eines Finanzministers fällige Steuern einzutreiben.
    Wer als "kleiner Mann" jahrelang vom Finanzamt wegen Summen von 2000 oder 3000 EUR drangsaliert wird, die nicht als Betriebsausgaben anerkannt werden, schüttelt da sowieso nur den Kopf.
    Es ist aber keine hessische Spezialität. Von den vielen Hamburger Vermögensmillionären wird auch niemand geprüft ….
  3. Wenn die Stadt"väter" den Boden unter den Füßen verlieren und großkotzig abheben, dann geht das auf Kosten der Kultur. Denn irgendwo muss man ja sparen.
    Mißmutig schreibt die Telepolis über die Stuttgarter Versuche, den Bahnhof zu vergraben und dabei zum Totengräber der Kultur zu werden.