Wer ist unserer Stadt mehr wert? Ein Kampfhund der höchsten Gefahrenklasse oder ein armer Hartz-4-Empfänger?
Ich hatte schon mal gehört, daß die Stadt Hamburg in ihrer gottgewollten Großzügigkeit zwar Museen schließen will, aber “eingezogene” Kampfhunde oder Hunde von Gefängnisinsassen auf hohem Niveau durchfüttert.
Nun berichtet das Abendblatt heute darüber, daß etliche dieser netten Tiere im Tierheim Süderstraße zum Teil schon seit Jahren durchgefüttert werden. Zu einem Tagessatz, der deutlich über dem der Hartz-4-Empfänger liegt, was sich pro Jahr zu mehreren hunderttausend Euro aufaddiert.
Eines aber vermisse ich: haben auch die Abendblatt-Redakteuere Bißhemmung? Warum argumentieren sie nicht mit der Einschläferung?
Aber trotzdem müssen wir weiterhin sicherstellen, dass bestimmte Auflagen bei der Haltung eingehalten und auch positiv wesensgeprüfte Tiere nur in verantwortungsvolle Hände vermittelt werden. meint auch ein SPD-”Experte”.Auf die Idee des Einschläferns kommt keiner.
Wer hat ein Interesse, daß diese schwer- oder nichtvermittelbaren Tölen am Leben erhalten werden?
Hat unsere Gesellschaft eine Verpflichtung, diese Tiere am Leben zu erhalten?
Gibt es dafür eine moralische Verpflichtung, die Ergebnisse aggressiven Züchter- und Halter-Wahnsinns jahrelang unter Sicherheitsmaßnahmen zu pflegen und zu füttern?
Vergleiche ich Äpfel mit Birnen, wenn ich meine, daß dieser Tierschutz unnötig und überflüssig ist?
Ansonsten wird bei uns doch alles, was keiner haben will, abklassifiziert und entwertet. Warum nicht diese Hunde?