Lobby-Arbeit oder netzwerken?

Da lädt der größte Energielieferant Hamburgs, an den der vorige Senat die HEW ausgeliefert hatte, zu einem Sommerfest und alle üblichen Verdächtigen kommen. Auch der ehemalige Hamburger OB, der einfach so hinschmiß, der sich aber inzwischen wieder eine Rückkehr in die Politk vorstellen kann (wir nicht!), kommt und hält hof.

Der  Hofberichterstatter im Hamburger Abendblatt beschreibt dies so:

Zu spanischen Klängen und asiatischen Häppchen wurde genetzwerkt.

Ich nenne das Lobbyismus. Aber ist ja egal. Heute ist ja alles beliebig.

mit solchen Webseiten

versucht die Freie und Hansestadt Hamburg das Geld hereinzubekommen, das sie für die Anschaffung der 112 Millionen Euro teuren Software für die Sozialbehörde braucht.

Webportal der Freien und Hansestadt Hamburg

Wieder einmal ein Beispiel für den verantwortungslosen Umgang der Hamburger Regierung mit dem Geld der Bürger.

Ich arbeite seit mehr als 20 Jahren in einer Software-Firma für Große Verwaltungen und weiß, daß dieser Preis absolut überzogen ist. Hat sich da der Entscheiderkreis ein Beispiel an den für die Elbphilharmonie verantwortlichen Kollegen genommen?

Ich fasse beides nicht.

Das WebPortal ist einer Landeshauptstadt sicherlich nicht würdig, wirkt wirklich wie der verzweifelte Versuch dochnoch irgendwoher Geld zu bekommen, das an allen Ecken und Enden fehlt.

Wer behauptete, Sozialdemokraten könnten nicht mit Geld umgehen? Diese Hamburger CDU kann prima mit Geld umgehen, nämlich mit dem der Bürger. Wir wissen nur nicht, in welchen Taschen es landet.

Wenn man glaubt, sich “Umwelthauptstadt” nennen zu müssen

ohne es tatsächlich zu sein, dann ist es klar, daß man 500.000 EUR für

“situationsbedingte Beratung in der Konfliktkommunikation” sowie “gegebenenfalls erforderliche Anpassungen des Kommunikationskonzepts”

einplant und einer Werbeagentur zuschanzt.

Das Geld kann man dann ja in Altona im Museum abholen.

Wir haben es ja.

Quelle:  SPD kritisiert Senat für Millionenauftrag an Werbeagentur

Jeder, der Projekt-Verhandlungen kennt und Projektarbeit macht, weiß doch sofort Bescheid, wenn 50% eines Etats für solche Reptilienfonds eingeplant werden.

Ein Hund oder ein Mensch?

Wer ist unserer Stadt mehr wert? Ein Kampfhund der höchsten Gefahrenklasse oder ein armer Hartz-4-Empfänger?

Ich hatte schon mal gehört, daß die Stadt Hamburg in ihrer gottgewollten Großzügigkeit zwar Museen schließen will, aber “eingezogene” Kampfhunde oder Hunde von Gefängnisinsassen auf hohem Niveau durchfüttert.

Nun berichtet das Abendblatt heute darüber, daß etliche dieser netten Tiere im Tierheim Süderstraße zum Teil schon seit Jahren durchgefüttert werden. Zu einem Tagessatz, der deutlich über dem der Hartz-4-Empfänger liegt, was sich pro Jahr zu mehreren hunderttausend Euro aufaddiert.

Eines aber vermisse ich: haben auch die Abendblatt-Redakteuere Bißhemmung? Warum argumentieren sie nicht mit der Einschläferung?

Aber trotzdem müssen wir weiterhin sicherstellen, dass bestimmte Auflagen bei der Haltung eingehalten und auch positiv wesensgeprüfte Tiere nur in verantwortungsvolle Hände vermittelt werden. meint auch ein SPD-”Experte”.Auf die Idee des Einschläferns kommt keiner.

Wer hat ein Interesse, daß diese schwer- oder nichtvermittelbaren Tölen am Leben erhalten werden?

Hat unsere Gesellschaft eine Verpflichtung, diese Tiere am Leben zu erhalten?
Gibt es dafür eine moralische Verpflichtung, die Ergebnisse aggressiven Züchter- und Halter-Wahnsinns jahrelang unter Sicherheitsmaßnahmen zu pflegen und zu füttern?

Vergleiche ich Äpfel mit Birnen, wenn ich meine, daß dieser Tierschutz unnötig und überflüssig ist?

Ansonsten wird bei uns doch alles, was keiner haben will, abklassifiziert und entwertet. Warum nicht diese Hunde?


Nun sind sie weg, die Grünen

da braucht man ja auch Herrn Nonnenmacher nicht mehr vor den Untersuchungsausschuß zerren, da kann man ruhig weitermachen.

Die Herren von der CDU vergessen dabei, dass sie sich wieder einmal an der Wahrheit vorbeilügen.

Aber nicht mehr lange.

Welche Fahne? Welcher Wind?

Herr von Beust führte einen personenbezogenen Wahlkampf, den er gewann, weil er zum “Bürgermeister der Herzen” der bescheuerten Hamburger wurde, die ihn dafür wählten, daß er den von ihm in den Senat geholten unheilvollen Schill entlassen hatte.

Dann schmiß er hin und trat zurück, mit Bibelzitat. So etwas nennt man Fahnenflucht.
Nun, da die GAL die Koalition aufgekündigt hat und Neuwahlen anstehen, meldet er sich zurück.

Ich stehe zur Fahne. Die CDU kann sich auf mich verlassen

Welch verluderter Sprachgebrauch. Welche Hybris.

Die CDU kann sich auf ihn verlassen? Aber der Bürger? Lieber nicht.

Jimmy das Gummipferd

Leider finde ich bei Youtube keinen besseren Mitschnitt als den der Morgenpost von der Pressekonferenz der CDU mit Jimmy Alhaus:

Alhaus im Spiegel der Erinnerung …

Als ich heute so die Pressekonferenz der CDU sah, hatte ich ob des Kopfwackelns etliche Dejà-Vus: ich wusste nur nicht, wackelt Herr Alhaus mit dem Kopf wie Mumin oder wie Jimmy?

Eher doch wie Jimmy. Aber die Luft ist jetzt raus.

Jimmy das Gummipferd

Eilmeldung! Sie habens kapiert?

Die Grünen kündigen die Koalition in Hamburg auf.

Das ist gut. Aber das gibt ihnen in meinen Augen die Wählbarkeit nicht zurück.

Auch wenn ich mich aus dem Sumpf befreie, habe ich mich doch in den Sumpf freiwillig begeben.

Frau Goetsch ist ganz Ahlhaus-ergeben

in Hamburg, der Hauptstadt der ehrbaren hanseatischen Kaufleute, kann man einen Politiker, der wegen einer Parteispenden in üblem Geruch steht, zum Finanzsenator machen. Da ist man ganz cool.

Uncool ist dann der Herr Senator, wenn er wegen mangelnder Respektabilität angegriffen wird. Da schmeißt er einfach hin. Und unsere grünen Koalitionspartner?

Schulsenatorin Christa Goetsch (GAL) hat den Rücktritt mit Bedauern zur Kenntnis genommen. „Das ist seine Entscheidung, die wir zu respektieren haben”, sagte Goetsch. Zu der Nachfolge wollte sich die Zweite Bürgermeisterin nicht äußern. „Das ist die Entscheidung von Bürgermeister Ahlhaus.”

Mit welchem Schwanz wedelt dieser Hund?

Es ist nicht mal mehr ein Trauerspiel.

Neuwahlen

So sehen es die Abendblattleser.
Aber was soll man bei den Neuwahlen wählen? Eine Chance hätte doch nur die SPD mit den Grünen zusammen. Wollen wir das?

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