Was sind drei Jahre gegen 7000 Jahre?
Anscheinend ausreichend Zeit um eine Nachlässigkeit, die zur Zerstörung uralter Boote durch unfachgerechte Lagerung führte, auszusetzen und die Ermittlungen gegen die Zuständigen, Verantwortlichen wegen Verjährung einzustellen.
So geschehen in Stralsund, wie die Ostseezeitung berichtet.
Und nun ein Gedankenexperiment, ein Vergleich, der so abseitig gar nicht ist:
Wir selbst bürden heute nachfolgenden Generationen die Verantwortung für die Aufsicht über unseren Atom-Abfall auf.
Auch rund 7000 Jahre, wenn nicht noch länger.
Und sind selbst nicht einmal in der Lage, ebensoaltes Holz richtig zu lagern.
Sprechen jedoch nach 3 Jahren die Verantwortlichen frei.
Die von uns in die Pflicht genommenen unfreiwilligen Atom-Aufpasser werden sich sicherlich genauso unfachgemäß, schlampig und verantwortlich verhalten. Und werden auch sicherlich freigesprochen, wenn es dann noch möglich ist.
Infos zu den Booten: Landesamt für Denkmalpflege Schwerin
