Herr Gauck, Politiklehrer

Also, insofern wird sich meine (…) Tätigkeit als reisender Politiklehrer nicht grundsätzlich verändern. Ich werde allerdings gestützt von einem Amt und einem Apparat und hoffentlich gestützt von Ihrer Hilfe weiter als ein solcher unterwegs sein. Und kann Sie nur bitten, die ersten Fehler gütig zu verzeihen und von mir nicht zu erwarten, dass ich ein Supermann und ein fehlerloser Mensch bin. Aber – wie wir alle wissen – kann man ganz gute Dinge auch machen, wenn man nicht von Engeln umgeben ist, sondern von Menschen.

Ich freue mich, daß nun ein Mann Kandidat ist, der ein politisches Leben führt, der denkt, nachdenkt und zum Denken anregt.
Er nennt sich einen reisenden Politiklehrer. Seinen Unterricht benötigt dieses Land.

Und wenn einige an ihm kritisieren, er sei konservativ, dann kann ich sagen, daß ich froh darüber bin.

Er ist wertkonservativ: Demokratie, Freiheit, Verantwortung, Selbstverantwortung, Ehrlichkeit.
Diese Werte lebt er, das traue ich ihm zu.

Nun sollen sich doch einige, die diese falschen Präsidenten der letzten Zeit durchgesetzt haben, sich in die Ecke stellen und schämen.

Schlimm, schlimm, schlimm

sich ein gebügeltes Hemd anziehen und die Haare kämmen, mehr braucht es nicht?
Auf Fragen nicht eingehen, oder sie vernebelnd beantworten, das reicht schon?
Von der eigenen Leistung, das Amt zu stärken, zu raunen, das sei angebracht?
Ob eigener Fehler Krokodilstränen tropfen zu lassen, langt schon?
Dieser Präsident, der nur noch seine Haut retten möchte, paßt nicht. Ich möchte jetzt nicht die  Würde des Amtes ansprechen, Respekt vor dem höchsten Amt der Republik, das menschliche Maß reicht schon. Dieser Mann hat kein Format, keine Bildung, keinen Anstand, nur Gier. Dieser Mann ist (wie so typisch für diese Regierung) ein Kleinbürger, der sich in der Sonne des Geldes aalt und mit den großen Hunden pinkeln möchte.
Dabei verhebt man sich eben mal leicht ein Bein…

Die vielen Fragen der Bürger zur Würde des Amtes als Bestätigung anzuführen? Dumm ist er wohl auch noch. Aber eben nicht gerissen. Da fehlt ihm wieder die Klasse.

Die Reaktion der Presse auf dieses gestrige Interview (eher “ausweichendes Gespräch) ist verheerend. Spätestens jetzt müsste er merken, daß es nicht mehr geht.

Wenn sich die Mehrheit der Bevölkerung für den Bundespräsidenten fremdschämt, dann ist es genug.

Es braucht eine Person mit Erfahrung, die ein Leben gelebt hat jenseits von Darlehen und Häuslebau, Joachim Gauck oder Gesine Schwan.

PS: Georg Christoph Lichtenberg, E364:

Alles so wohlklingend und alles erlogen.