Ein Hund oder ein Mensch?

Wer ist unserer Stadt mehr wert? Ein Kampfhund der höchsten Gefahrenklasse oder ein armer Hartz-4-Empfänger?

Ich hatte schon mal gehört, daß die Stadt Hamburg in ihrer gottgewollten Großzügigkeit zwar Museen schließen will, aber “eingezogene” Kampfhunde oder Hunde von Gefängnisinsassen auf hohem Niveau durchfüttert.

Nun berichtet das Abendblatt heute darüber, daß etliche dieser netten Tiere im Tierheim Süderstraße zum Teil schon seit Jahren durchgefüttert werden. Zu einem Tagessatz, der deutlich über dem der Hartz-4-Empfänger liegt, was sich pro Jahr zu mehreren hunderttausend Euro aufaddiert.

Eines aber vermisse ich: haben auch die Abendblatt-Redakteuere Bißhemmung? Warum argumentieren sie nicht mit der Einschläferung?

Aber trotzdem müssen wir weiterhin sicherstellen, dass bestimmte Auflagen bei der Haltung eingehalten und auch positiv wesensgeprüfte Tiere nur in verantwortungsvolle Hände vermittelt werden. meint auch ein SPD-”Experte”.Auf die Idee des Einschläferns kommt keiner.

Wer hat ein Interesse, daß diese schwer- oder nichtvermittelbaren Tölen am Leben erhalten werden?

Hat unsere Gesellschaft eine Verpflichtung, diese Tiere am Leben zu erhalten?
Gibt es dafür eine moralische Verpflichtung, die Ergebnisse aggressiven Züchter- und Halter-Wahnsinns jahrelang unter Sicherheitsmaßnahmen zu pflegen und zu füttern?

Vergleiche ich Äpfel mit Birnen, wenn ich meine, daß dieser Tierschutz unnötig und überflüssig ist?

Ansonsten wird bei uns doch alles, was keiner haben will, abklassifiziert und entwertet. Warum nicht diese Hunde?


Jedes Wort soll inzwischen wenn nicht verboten, so doch käuflich werden

Die Kapitalisierung unserer Republik schreitet ununterbrochen voran.  Mir stoßen zwei Dinge ganz besonders auf:

  1. Mit der Neu-Ordnung der Gebührenregelung für die Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten wird jeder Bürger zur Zwangsfinanzierung gezwungen. (Was die Öffentlich-Rechtlichen keineswegs dazu bringen wird, ihren Bildungs- und Kulturaufftrag nun endlich einmal zu erfüllen.)

    Die von den Bürgern dieses Landes finanzierten Sendungen, Essays, Features etc. jedoch dürfen den Bürgern nicht uneingeschränkt zur Verfügung gestellt werden (wie dies über die Mediatheken der Sender begann).
    Nein, da seien die unsäglichen Privaten mit ihrem Dreck und Schund vor Sie haben es erreicht, daß Sendungen nurmehr eine Woche zur Verfügung gestellt werden dürfen, eine längere Zeitspanne oder eine unbegrenzte Zeitspanne sei ein Wettbewerbsvorteil für die Öffentlich-Rechtlichen.

    Ja was denn? Ein Rundfunk-Feature über die “Geburt der Romantik” ist Konkurrenz für eine Trallala-Werbe-Dauersendung?

    Dies ist wieder einmal eine Enteignung des Volkes durch die Kapital-Monopole, die damit natürlich ein kulturpolitisches Ziel verfolgen: die Verdummung der Republik. Und das ist Frau Merkel, die Nachfolgerin Kohls, der das alles begann, natürlich gerade recht. Sie braucht geneigte Industrie und dumme Bürger.

  2. Und nun wollen die Herren Verleger, daß schon das Aufrufen von Online-Inhalten, die sie ja eigentlich online stellen, damit man sie liest, kostenpflichtig sein soll.
    Das ist absurd.
    Journalisten werden die Rechte an ihren Artikeln verlieren, wenn sie sie an Verleger verkauft haben. 
    Und so weiter auf dem Weg zur vollständigen Kapitalisierung aller auch immateriellen Werte.


    Alle wichtigen Inhalte und Argumente finden Sie bei http://leistungsschutzrecht.info/

    Ich schließe mich den Argumenten dieser Initiative an.

Wellness? Wellsound?

Die Öffentlich-Rechtlichen verkommen immer mehr zu “Öffentlich-Dümmlichen”.

Nun hat der Herr Otto von NDR 90,3 (er ist Musikchef!) eingestehen müssen, daß er unter Pseudonym bei amazon CDs des Rundfunksenders hochgelobt habe. Wohlgemerkt, nachdem man ihm auf die Schliche kam!

Er beging diese Schandtat unter dem Pseudonym “wellsound“.

Da sind wir gelandet: Höchstbezahlte Deppen machen Wohlfühlmusik und rezensieren sich dann auch gleich selbst, schlecht versteckt unter solchem Pseudonym.

Er erklärt dann diesen Fauxpas damit, daß er von der Musik so begeistert sei und deshalb anonym rezensiert habe, um seine Privatsphäre zu schützen…

Ich fühle  mich von solchen Kretins in meiner Privatspähre beeinträchtigt. Und muß dafür auch noch zahlen.

18 EUR meines Vermögens gehen jeden Monat zwangsweise in die Lohntüte solcher Fachleute.

Wie gut hat es die Hamburger CDU,

daß die Koalition beendet ist.

Da kann man den Herrn Nonnenmacher weitermachen lassen und der parlamentarische Untersuchungsausschuß zur Elbphilharmonie kann gerade noch mal Herrn Stuth vorladen, der ja zu dem Deseaster am wenigsten zu sagen hat, und dann beendet er seine Tätigkeit.

Politik für den Bürger, sagt die CDU. Tja, fragt sich nur für welche Bürger?

Da ist jemand aber ganz schön auf den Leim gegangen!

Gester hörte ich im Deutschlandfunk einen Bericht über Wikileaks und die von Wikileaks enthüllten Berichte über die deutsche Kulturdiplomatie.

Ich mochte es nicht glauben. Und glaube es auch nicht. Es ist reine Satire.

Wikileaks veröffentlicht jetzt auch die Geheimnotizen der “Kulturdiplomatie”
Von Arno Orzessek

so der Titel. Und laut google-Feed-Reader meldet die Tagesschau nun dieses Konvolut als “neue Sensation”. Tja, wer zu blöd ist glaubt alles.

Hier der Link zur MP3-Fassung des Beitrages: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/12/02/dlf_20101202_1752_48898739.mp3

oder als Flash-Version: http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=1&broadcast=57942&date=20101202&

Nun sind sie weg, die Grünen

da braucht man ja auch Herrn Nonnenmacher nicht mehr vor den Untersuchungsausschuß zerren, da kann man ruhig weitermachen.

Die Herren von der CDU vergessen dabei, dass sie sich wieder einmal an der Wahrheit vorbeilügen.

Aber nicht mehr lange.

Welche Fahne? Welcher Wind?

Herr von Beust führte einen personenbezogenen Wahlkampf, den er gewann, weil er zum “Bürgermeister der Herzen” der bescheuerten Hamburger wurde, die ihn dafür wählten, daß er den von ihm in den Senat geholten unheilvollen Schill entlassen hatte.

Dann schmiß er hin und trat zurück, mit Bibelzitat. So etwas nennt man Fahnenflucht.
Nun, da die GAL die Koalition aufgekündigt hat und Neuwahlen anstehen, meldet er sich zurück.

Ich stehe zur Fahne. Die CDU kann sich auf mich verlassen

Welch verluderter Sprachgebrauch. Welche Hybris.

Die CDU kann sich auf ihn verlassen? Aber der Bürger? Lieber nicht.

Jimmy das Gummipferd

Leider finde ich bei Youtube keinen besseren Mitschnitt als den der Morgenpost von der Pressekonferenz der CDU mit Jimmy Alhaus:

Alles hatte seine Zeit

ich möchte doch ein wenig dokumentieren mit Material von Youtube, wie sich die arroganten Herrschaften aus der Verantwortung stehlen.

Den Anfang macht O.v.B., der meint, die Bibel hätte Recht.

Alhaus im Spiegel der Erinnerung …

Als ich heute so die Pressekonferenz der CDU sah, hatte ich ob des Kopfwackelns etliche Dejà-Vus: ich wusste nur nicht, wackelt Herr Alhaus mit dem Kopf wie Mumin oder wie Jimmy?

Eher doch wie Jimmy. Aber die Luft ist jetzt raus.

Jimmy das Gummipferd

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