wie krank das alles ist, macht mal wieder ein Online-Händler deutlich, der jede seiner Produktsparten als "Welt" bezeichnet.
Da gibt es
PRODUKTWELT
Car-Hifi (8)
Computer (185)
Digitale Fotografie (97)
DVD / Video / Camcorder (20)
Haushaltsgeräte (333)
Hifi / Portable Audio (41)
Mobilfunk / Handys (12)
MP3 (25)
Navigation (25)
Notebooks (54)
Spielekonsolen & Games (166)
Telekommunikation (76)
TV-Geräte (22)
TV-Receiver (30)
Überwachung & Sicherheit (2)
Ich mach das nicht mehr mit. Wer mir solchen Scheiß antut, kriegt keinen Euro von mir, auch wenn er "euronics" heißt…
da haben sich ja zwei getroffen… das Abendblatt lässt ja auch keine Möglichkeit aus, nackte Busen und Ärsche ins Bild zu drängeln

auch wenn man das "nachtreten" nennen könnte, aber es muss sein:
Auf der Medienseite entschuldigt sich H.L. dafür, dass das Michael-Jackson-Foto, das die FR in ihrer Printausgabe als letztes Foto von MJ auswies, in Wahrheit sechs Jahre alt war.
schreibt der Perlentaucher.
Warum soll man sich da entschuldigen? Für mich (Hessin) sah der schon immer ganz alt aus
Ein letztes Mal komme ich auf den sog. King of POP zurück, dann lass ichs gut sein und hoffe, daß es auch sonst gut wird, es reicht langsam.
Dieser Ausschnitt aus einem Bericht über den Klagenfurter Bachmann-Wettbewerb ist schon arg. Unterschwellig wird den Literaten, Juroren und anderen unterstellt, Herrn MJ nicht ausreichend gewürdigt zu haben. Muß man das denn?
Ich zitiere Elmar Krekeler aus seiner Glosse in der WELT:
Der sei doch schon seit zwei Jahrzehnten tot gewesen, entschuldigten sich die Literaten für ihre Missachtung des Popkönigs. Und mehr als ein gutes Album hätte der auch nicht gemacht. Mit Elvis gar nicht zu vergleichen.
Trauer trug allein Jurypräsident Burkhard Spinnen. Das dürfe eigentlich nicht sein, dass der jetzt tot sei. Der habe sein Leben, sein Talent verschwendet. Dass der jetzt tot sei, das mache jeden um die Fünfzig, jeden überhaupt, der in den Achtzigern sozialisiert wurde, auf einen Schlag ein ganzes Stück älter. Weil mit Jacksons Tod ein Stück Zeitgenossenschaft gestorben ist.
Weil Jackson unser Lennon war. Und größer als Haider.
Ist es Mißachtung, wenn man diesen Scheiß nicht mag, ihn nicht wahrnimmt, weil es einfach unwichtig ist, gezüchtete Marketingstrategie und Wirtschaftsschrott? Waum soll/muß ein Literat um diesen Trivialmist trauern?
titelt das Abendblatt und ich bin bestürzt daß erwachsene Menschen solch einen Scheiß über einen dahingegangenen Zombie verbraten.
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Masse und Vermassung
wikipedia beschreibt Wiedergänger so:

Als Wiedergänger, auch Widergänger, werden unterschiedliche Gespenstererscheinungen aus verschiedenen Kulturkreisen bezeichnet. Die beiden Schreibweisen sind das Ergebnis einer Gelehrtendifferenzierung im 17. und 18. Jahrhundert. Sie beziehen sich nicht auf unterschiedliche Erscheinungsformen. Der Kern des Wiedergänger-Mythologems ist die Vorstellung von Verstorbenen, die – oft als körperliche Erscheinung – in die Welt der Lebenden zurückkehren. Sie sind den Lebenden meist böse gesinnt und unheimlich. Sei es, weil sie sich für erlittenes Unrecht (z. B. Störung ihrer Totenruhe) rächen wollen; sei es, weil ihre Seele auf Grund ihres Lebenswandels nicht erlöst wurde.
Wir erleben gerade dieses Phänomen in penetrantester Form.
Als ob eine Verschwörung zuschlägt und jeden Redakteur in welcher Anstalt auch immer zwingt, diesem unsäglichen Tropf hinterherzuweinen und uns Zuschauer zu molestieren.
Als ob dieser Mensch nicht schon Molestierung genug war. Und als ob es nicht gut ist, daß es jetzt ein Ende hat.
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Dummheit,
Eventualisierung,
Rundfunkkultur
Wen überrascht die Nachricht vom Tod Michael Jacksons? Die Tagesschau jedenfalls, wenn sie titelt:
Michael Jackson überraschend gestorben.
Jeden anderen Menschen, der irgendwie seine fünf Sinne beeinander und seinen Verstand auch noch nicht abgegeben hat, überraschte diese Meldung wohl nicht. Eher noch, daß er überhaupt noch lebte.
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Dummheit
hat der deutsche Botschafter bei der Eröffnung des deutschen Pavillions auf der Biennale in Venedig nicht bedacht, oder er hat eine alte Diplomaten-Regel (und Lebensweisheit) einfach ignoriert.
Jedenfalls berichtet die FAZ in einem Kommentar über die aktuellen Sprachgepflogenheiten:
Im „Paradiso“ am Eingang der venezianischen Giardini trifft man, zwei Tage ehe die Biennale ihr Tore öffnet, auf Liam Gillick, den Briten, der eingeladen wurde, den deutschen Pavillon zu bespielen. Seine Bereitschaft, einige Sätze auf Deutsch vorzubereiten, sei eine Fehlinvestition gewesen. Denn amüsiert berichtet der Künstler, im deutschen Haus werde inzwischen nur noch englisch gesprochen. So darf es einen auch nicht verwundern, dass die Eröffnung des Pavillons zu einem grotesken Akt der Servilität geriet. Der deutsche Botschafter in Rom las seine Rede ausschließlich auf Englisch ab. Vielen verschlug es denn auch die Sprache, dass der Vertreter der Bundesrepublik sich nicht auf Deutsch und Italienisch ausdrücken wollte.
Ich kann es langsam nicht mehr einschätzen. Ist es Gedankenlosigkeit, Wichtigtuerei, falsch verstandener Kosmopolitismus?
Ich weiß es nicht.
Erhielt ich doch gerade eine in englischer Sprache abgefaßte Einladung zu einem Konzert in Hamburg mit nichtenglischen Musikern, welches sich an ein nichtenglisches, nämlich an das Hamburger Jazz-Publikum, richtet. Warum ist es in Englisch abgefaßt?
Ich wundere mich nur noch.
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Simplenglisch
gerade die Pioniere, welche Print UND Online verbinden, sind kritisch ob der Qualität der selbsternannten Zeitungs-Surrogateure:
Oh Gott, bitte gib uns noch ein bisschen Zeit und lass die Zeitungen nicht so schnell sterben, weil sonst das Feld brach liegt. Wenn Don Alphonso und Sascha Lobo diejenigen sind, die diese Lücke in Zukunft ausfüllen sollen, dann kann ich nur sagen: Herzlichen Glückwunsch!
sagt Herr Augstein vom Freitag im Interview.
Ich kann mich nur anschließen.
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Wichtigtuer
Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern sind ein renommiertes Festival, welches jeden Sommer ein hochkarätiges Programm bietet.
Da würde es mich als Festival-Veranstalter schon jucken, wenn das Hamburger Abendblatt in bewährter Ignoranz titelt:
Mecklenburg-Pommerns Musikfestspiele eröffnet
obwohl auch dieser Titel nur hätte richtig von der Agenturmeldung übernommen werden müssen.
Da schreibt die Süddeutsche doch gerade:
Eine Maschine der Air France ist über dem Atlantik vor Rio de Janeiro von den Radarbildschirmen verschwunden. An Bord: 216 Menschen und zwölf Crew-Mitglieder.
Was wenn nicht Menschen sind Crew-Mitglieder und warum schreibt man eine Zahl in Ziffern und eine in Worten?
Ist das intellektueller Notstand oder einfach Feiertagsmüdigkeit? Dumm ist es auf jeden Fall
Wie kommt der Artikelschreiber auf solch eine bescheuerte Aufzählung der Trauergäste?
Auch die Regisseure Fatih Akin, Detlev Buck sowie Tom Tykwer und Hamburgs Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) und Filmfestchef Albert Wiederspiel erwiesen der Grimme- und Filmpreisträgerin die letzte Ehre.
Die Süddeutsche veröffentlicht einen Artikel der dpa, die sich wohl nicht ganz sicher ist was nun Namensbestandteil ist und was nicht, nur das von oder auch das (parteilos)?
Ich jedenfalls möchte diese Dame nicht auf meiner Beerdigung sehen, ob mit oder ohne Partei-Los
Da werden bayerische Fernsehpreise vergeben und ich glaub es einfach nicht.
So wie das da gelaufen ist, hätte die Verleihung am Muttertag stattfinden müssen.
Eine Sendung, welche mit Einfühlungsvermögen und Augenzwinkern die Probleme adeliger Single-Frauen vorstellte, erhält den Preis ebenso wie Christiane Hörbiger, die für Ihr Lebenswerk ausgezeichnet wird und in der Laudatio neben die Dietrich und die Garbo gestelt wird.
So wird mit unseren Fernsehgebühren das miese alte Frauenbild wieder herausgekramt und betoniert.
Die Hörbiger hat ja nun in den Produktionen der letzten Jahre nichts anderes getan, als die dumme Gans im rosa Chanelkostüm mit gefülltem Geldbeutel und leerem Hirn zu spielen, die dann von einem souveränen Gentleman (die Besetzungen wechseln) gerettet wird.
Hab ich ja schon mal hier auf kultur-banal.de beschrieben: Kulturauftrag? Das Frauenbild im Fernsehen
Frauen sind anscheinend immer noch eine Bedrohung der Männermacht, werden immer noch schlecht bezahlt und müssen aus ihren Tätigkeitsfeldern "zurück an den Herd". Dafür bekommen sie dann als Dröhnung Christine Neugebauer oder Christiane Hörbiger vorgesetzt.
Es wird Zeit, dass diese permanente, öffentlich finanzierte Verdummung thematisiert und diskutiert wird.
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Emanzipation,
Geschlechterkampf
Nach langer, entsagungsvoller Zeit gibt es endlich Nahkampf-Luftkampf-Sondervorführungen zum Hafengeburtstag, so richtig tieffliegend.. über die Bevölkerung hinweg.. mit Billigung des Senats, denn die wollen ja schon immer mitspielen wos Krach macht..
die Tiefflieger erinnern doch sehr an die Politik des Hamburger Senats, die auch auf Kosten der Bevölkerung über die Bevölkerung hinweg tief fliegt.. und immer tiefer… tiefer als man es sich je vorstellen konnte.
Stellen Sie sich mal vor:
- da werden die Krankenhäuser an eine Gesellschaft verkauft.
- Man garantiert Gewinne, ausreichend Umsatz.
- Man verspricht, Mitarbeiter "zurückzunehmen", die nicht beim neuen Eigentümer bleiben wollen.
- Aber man klärt nicht, daß der Käufer auch zahlen muß.
Und so kommt es dann auch:
So richtig Hamburger Kaufmannsleute. Mit viel Ehre und ohne Hirn. Aber sie müssen es ja nicht bezahlen. Das bezahlt ja der Bürger. MIt seinen Steuern und seiner Gesundheit. Der sich nicht mal wehrt.
Und das ist das Einzige, was den Unterschied zu den Schweizer Tieffliegern beim Hamburger Hafengeburtstag macht: da haben sich doch tatsächlich ein paar beschwert.
Über von Beust beschwert sich niemand. Dabei gehört er mit Schimpf und Schande aus der Stadt gejagt, geteert und gefedert.
wir lassen uns durch eine Mafia von Besserwissern und Politikern permanent schikanieren.
- Umstellung auf Sommerzeit, damit die Kinder in der Schule schlechter werden und unsere Produktivität leidet ebenso wie unser Wohlbefinden
- Diese Raucherhetze, die nur ein Test ist, wie leicht man ganze Bevölkerungsgruppen ausgrenzen kann (nicht nur Helmut Schmid, auch Jaques Tati darf nicht mehr rauchen )
- diese verqueren Sprachregelungen wie "Straftäter mit Migrationshintergrund"
- In der Bahn permanent diese unsägliche Senkyoufortrewwelling-Durchsagen (Internationalität?)
- Provider werden schikaniert statt Produzenten dingfest gemacht (Kinderpornographie-Bekämpfung als Vorwand für Freiheitseinschränkung)
- Statt sich zu freuen, daß endlich mal weniger Autos gekauft werden, gibt es Abwrackprämien, weshalb soll ich als Steuerzahler so einem Deppen von Autofahrer 2500 EUR dazugeben, wenn meine Enkel in der Schule keine Lehrbücher mehr erhalten und die Schulbücherei geschlossen wird aus Geldmangel?
Ist das Political Correctness oder totale Verblödung?
Ich habs jedenfalls satt, alle lassen sich alles gefallen, keiner wehrt sich. Aber wir leben in einer Demokratie und sind freie mündige Bürger.
Und mündige Bürger geben freiwillig ihre Freiheiten zurück.