Wörter oder Worte?
Sie haben uns Wörter gegeben, die uns unmittelbar und tief ergreifen.
Anders Olsson hielt die Laudatio auf Herta Müller.
Und der Übersetzer patzt.
Sie haben uns Wörter gegeben, die uns unmittelbar und tief ergreifen.
Anders Olsson hielt die Laudatio auf Herta Müller.
Und der Übersetzer patzt.
wenn man ein Musikfestival veranstaltet?
Nun, das Usedomer Musikfestival schafft das, indem es alle Hörer von Radiostationen vereinnahmt, alle Menschen, die im Sendegebiet der Radiosender wohnen und dann noch die Bewohner der kleinen sonnigen Insel Usedom dazu… da kommt man schon auf eine solche hohe Zahl.
Verschämt nennt man ein "potentiell" vor der Zahl, aber das macht nichts, die Zahl bleibt hängen.
Und ich weiß jetzt, warum der Stau von Wolgast bis Zinnowitz zum Dauerstau wird… die wollen immer noch potentiell zu dem Musikfestival…
Leute, ein wenig tiefergestapelt hätte Eurem sympathischen Festival auch nicht geschadet!
Quelle: Die Ostseezeitung vom 8. Dezember 2009
eine Stadt verwaltet wird, zeigt sich auch an der Leichtfertigkeit, mit der die Stadtoberen die Museumssammlungen oder Teile davon auf den Markt werfen würden wenn sie könnten…
Die Hamburger Kunsthalle soll Gemälde verkaufen, um die Schulden zu decken.
Ja und irgendwann werden dann die leeren Museumswände zu Spar-Konzept-Exponaten.
Quelle: Hamburger Abendblatt, 8.12.2009
Tags:Hamburg, KürzungswahnWenn die Gesellschafter meiner Empfehlung folgen, bilden wir ein Orchester mit 120 bis 125 Musikern, 50 Musiker wären überzählig. Die Aushilfen könnten sofort gespart werden. Das Orchester könnte in den unterschiedlichsten Formationen alle Musiker beschäftigen, bis nach einer Übergangszeit, auch durch natürliche Fluktuation, die 125 Stellen übrig blieben.
Das muß man ganz langsam lesen. Hier geht es um die Orchester einer Hauptstadt.
Etwas ausführlicher und auch mit Skrupeln das ganze Interview auf BerlinOnline.
Tags:Kultur, Kürzung "Der Arbeitskampf richtet sich gegen Stellenabbau und das finanzielle Ausbluten des Kulturbetriebs in Zeiten der Krise. Während Deutschlands Kulturschaffende an Sparmaßnahmen schwer zu kauen haben, aber schweigen, üben sich die Kollegen in Frankreich in Protestkultur.
" berichtet die Frankfurter Rundschau aus Paris, das Hamburger Abendblatt listet die Auswirkungen der Sparbeschlüsse auf die Museumslandschaft in Hamburg auf, wo eine falsche oder eine schlechte Politik die Umwandlung der Museen in Stiftungen sehr unprofessionell durchgepeitscht hat und nun die Auswirkungen dieser Fehlentscheidungen in den nächsten Jahren immer deutlicher werden werden.
weil es gar so arg ist, eine neue Rubrik mit Regelmäßigkeit.
An Themen wird es nicht mangeln. Und Themen nicht nur aus Hessen….
da kann ich doch nur an der Welt und an Hessen verzweifeln
Muß man ein Theater ruinieren, nur weil es mehr Zuwendungen erhält als Theater in der schleswig-holsteinischen Kulturöde Rendsburg?
Das sind alles Fragen, die sich stellen, wenn man liest, was der Rechnungsprüfer des Landesrechnungshofs Mecklenburg-Vorpommern, Herr Hempel, von sich gab:
Hempel hielt dem entgegen, dass sich Greifswald im Vergleich zu finanzschwachen Ländern im Westen viel zu viel Theater leiste.Nach Berechnungen der Rechnungsprüfer betragen die TheaterZuschüsse pro Einwohner jährlich 55,70 Euro. Im bayrischen Landshut/Passau sind es 35,06 Euro, im schleswig-holsteinischen Flensburg und Rendsburg 28,07 Euro und selbst im sächsischen Zwickau kommt man nur auf 45,55 Euro
Das ist doch nicht so, als ob die alle unterschiedliche Preise für das gleiche Brötchen bezahlten.
Ich freue mich, daß Greifswald es mit der Kultur ernst nimmt und daß sich der Kulturdezernent der Stadt auch entschieden gegen die Aufforderung, die Theatersubvention um 50% zu kürzen, gestellt hat.
Tja, was der Hempel unter seinem Sofa nicht braucht, das kann man ruhig kaputt machen. Woanders werden die Leute ja auch unterversorgt und bleiben blöd.
Quelle: Ostsee-Zeitung: Rechnungsprüfer: Stadt gibt noch zuviel Geld aus
Es fehlt nicht nur an einem Sinn für die Verbreitung wichtiger, aktueller politischer Inhalte. Erst recht habe ich den Eindruck, es fehlt auch an der Einordnung. Aber genug der Klage. Ob es noch schlimmer werden wird, ist unklar, bleibt abzuwarten oder wird sich zeigen.
Zu dieser Conclusio kommt Herr Wickert, ehemals "Anchorman" der Tagesschau, man kann auch sagen: Nachrichtensprecher, in einem Beitrag der FAZ: Wickert bemängelt Nachrichten.
Er kanzelt die Öffentlich-Rechtlichen ab, zuerst ob ihres Sprachgebrauchs, dann ob ihrer Berichterstattung, hierbei ob der Priorisierung der zu sendenden Themen und der Auswahl der Kommentatoren, man merkt, ihm reicht es.
Ihm ist der Langmut abhanden gekommen. Mir schon lange.
Nun gibt es natürlich eine lange Debatte im Netuz, ob er Recht hat, ob er eitel ist, wie die Redaktionen darauf reagieren. Da wird hin- und her-argumentiert, das muss ich hier nicht weiter ausbreiten.
Ich füge nur meine Meinung hinzu:
Ich ärgere mich, wenn Ereignisse des Zeitgeschehens von Unterhaltungs-Clowns wie Gottschalk und Konsorten präsentiert werden.
Ich ärgere mich, wenn Information durch Infotainment plattgemacht wird.
Ich ärgere mich, wenn weiterhin dumme Konsumenten anstatt mündiger Bürger als Zielgruppe definiert werden.
Und da bin ich mir schon mit Herrn Wickert einig.
Tags:Eventualisierung, Öffentlich-Rechtlich, PolitikDie Stadt Hamburg hat dem Maritimen Museum viel Geld gegeben. Soviel Geld, daß das alles gar nicht aufgebraucht wurde.
Rund drei Millionen Euro sind noch übrig.
Die plant man dem Stiftungsvermögen zuzuführen, verlautet es.
Abgesehen davon, daß die Stadt zwar Projekten Geld gibt, aber nicht stiftet und in Stiftungsvermögen nur Stiftungsgeld einfließen darf, ist das doch eine sehr erfreuliche Meldung:
1x Maritimes Museum und 1,5 x Herrn Nonnenmachers Abfindung = die 10 Millionen, die "einzusparen" sind, sind fast aufgebracht! Ohne der Kultur ein Haar zu krümmen.
Quelle: Hamburger Abendblatt
Tags:Hamburg, Kulturbehörde, Kürzungoder wer muß den Gürtel enger schnallen?
Frau Kultursenatorin (parteilos) meint, natürlich müsse man sparen. Immerhin kämen harte Zeiten auf Hamburg zu. 6 Milliarden Kreditlast.
Auffällig ist, daß Frau Kultursenatorin (parteilos) immer von "natürlich" spricht, dann braucht sie nämlich nichts begründen.
"Natürlich" müssen auch die Kulturschaffenden sparen.
Damit ist klar bewiesen, daß Banker keine Kultur schaffen.
Denn 2,5 Nonnenmacher sind ein Kultur-Haushalt-Einsparungs-Schnitt.
PS:
Frau Kultursenatorin (parteilos) schreib heute in der WELT und sprach auf Hamburg1.
Die Schwaben sind da richtig fortschrittlich. Die Haushaltspolitik Stuttgarts hat fast "Leuchtturm"-Bedeutung, um im Jargon der Kultursenatoren zu bleiben…
40% Literaturförderung streichen, nur ein Beispiel.
Es meldet sich dort Widerstand. Die Artparade Stuttgart hat zwar noch kein Thesenpapier fertig, aber organisiert schon fleißig eine Großveranstaltung.
Virtuelle Unterstützung aus Hamburg!
Tags:Kulturbehörde, Kürzungauf der Webseite des NDR etwas zu finden?
Mir gelingt es nicht. Ich suche nach Jazz-Veranstaltungen im Liebermann-Studio.
Geben Sie "Jazz" als Suchbegriff ein, finden Sie eine Trefferliste aus anno tobak.
Dann gibt es "Radio – Konzerte und Veranstaltungen live im Internet" mit so interessanten Kategorien wie
Irgendwo dann bei "Veranstaltungen" mit dem Suchbegriff "Veranstalter = Alle" und "Suchwort=Liebermannstudio" nichts gefunden. Dafür rechts in der Sidebar
NDR Sinfonieorchester, NDR Radiophilharmonie,NDR Chor,das neue werk und Das Alte Werk.
Warum das neue werk im gegensatz zum alten werk kleingeschrieben wird, erschließt sich mir nicht, ist vielleicht auch nicht so wichtig. Aber hier fehlt eindeutig die NDR BIGBAND als Klangkörper dieses Senders.
Das hilft aber immer noch nicht. Ich habe nicht herausgefunden, welche Jazz-Konzerte im Liebermann-Studio des NDR stattfinden werden.
Das nenne ich eine tolle Suche beim reichlich finanzierten Sender. Danke, GEZ!
Tags:NDRund stellt uns ununterbrochen vor Probleme. Dringliche Probleme. Themen. Aufgaben. Überforderungen.
Da möchte ich bitte nicht permanent mit dem Freitod eines Fußballers belästigt werden.
"Wir entsprechen nicht dem klassischen Layout eines Museums. Aus wirtschaftlichen Gründen eines zuschussfreien Betriebes haben wir uns gemeinsam bewusst dagegen entschieden."
Das sagt der Leiter des Auswanderermuseums Ballinstadt in Hamburg.
Festzustellen ist, daß dieses Museum in Schwierigkeiten ist, nicht die gehypten optimistischen Besucherzahlen einfährt.
Festzustellen ist, daß die Freie und Hansestadt Hamburg für dieses Schaufensterpuppen-Event 6 Millionen dazugegeben hat.
Weiterlesen:BallinStadt bittet Behörde um Hilfe bei der Vermarktung
Tags:Hamburg, Kulturbehörde