Freudlos…

nein, Herr Mixa hat Freud nicht gelesen. Sonst gäbe er nicht solch unsäglichen Quatsch von sich.

Aber wie das bei diesen Herren, die etwas zu vertuschen haben, oft so ist, machen sie die Opfer zum (Mit-)Täter.

Die sogenannte sexuelle Revolution, in deren Verlauf von besonders progressiven Moralkritikern auch die Legalisierung von sexuellen Kontakten zwischen Erwachsenen und Minderjährigen gefordert wurde, ist daran sicher nicht unschuldig.

Interessant, wie sexueller Druck, gepaart mit Macht über die Schüler, als Ergebnis sexueller Libertinage der Öffentlichkeit etikettiert wird.
Dabei übersieht er natürlich geflissentlich, daß die katholischen ehrwürdigen Herren schon immer zu sexuellen Übergriffen neigten, ganz ohne stimulierende Freizügigkeit.

Aber einen Fehler im System kann er ja nicht zugeben.

Tags:Schande

Herr Westerwelle ist ein Depp,

da er viel arbeitet. Denn wer viel arbeitet, ist nach seinen Worten der Depp der Nation und deshalb darf ich ihn auch ruhig ebenso bezeichnen,

Daß die Paradebeispiel-Kellnerin, verheiratet, 2 Kinder, weniger verdient als sie von Hartz IV bezöge, das wirft er nicht den Arbeitgebern vor, sondern den Hartz-IV-Beziehern.

Dieses dumme … (jetzt hätte ich mich fast verstiegen) wirft den Armen vor, daß sie arm sind.

Für mich ist dieser Mensch der Phänotyp des eifrigen Jüngelchen, demder Eifer nur so aus den glänzenden Augen strotzt und der sich vor lauter Selbstüberzeugtheit keinerlei Schamschranke mehr unterwirft .. nicht mehr merkt, wenn seine Selbstverliebtheit in Zynismus umkippt.

Charakter hat so ein Typus schon gar nicht.

Er nennt seine Kritiker scheinheilig, ich nenne ihn schamlos.

Tags:schamlos

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt

Die FAZ trifft mal wieder den Nagel auf den Kopf (oder soll ich schreiben, auf den Knochen?

Erlebnisfrieren

dann ist es wirklich kalt, wenn man sich so verliest:

Touristiker setzen auf Erlebnisferien

Tags:Eventualisierung, Verwirrung

Ein Schiff wird kommen…

und wenns nur eins mit Streusalz ist, aber wir Hamburger freuen uns ja schon über alles…

Fast könnte  man meinen, wir Hanseaten hätten auch eine schwarzgelbe Koalition und Guido hätte uns was von dem zentralen Streusalzlager seines unbekannten Spenders abgegeben..

Tags:Hamburg

Bekommt die FDP jetzt auch Spenden aus der Streusalzbranche?

Wegen des immer knapper werdenden Streusalzes im Winterdienst hat sich die FDP für eine deutschlandweite Reserve ausgesprochen. “Der Bund muss als Auftraggeber alle Bundesländer zur Vorhaltung einer Mindestreserve an Salz drängen, damit im gesamten Bundesgebiet die Bundesverkehrswege auch in Wintersituationen uneingeschränkt befahrbar sind”, sagte ihr Verkehrsexperte Patrick Döring der “Rheinischen Post”.

meldet die Tagesschau.

Staatliche Eingriffe sind doch gar nicht die Maxime dieser Partei, es sei denn es nutzt ihrer Klientel…


Offener Brief an die Deutsche Bahn

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich war am 30.01. mit dem RE 38348 von Berlin-Gesundbrunnen nach Züssow unterwegs.

Wetterbedingt wurde die Zugfahrt in Anklam beendet und den Passagieren wurde mitgeteilt, daß sie entweder in Anklam aussteigen oder mit dem RE wieder nach Berlin zurückfahren könnten.

Dies ist alles verständlich, völlig in Ordnung, die Zugbegleiterin kann ich wegen ihrer Freundlichkeit und Umsicht nur loben.

Was mir aber gar nicht zugesagt hat, ist die Tatsache, daß die Passagiere, die sich wie ich dazu entschlossen hatten, in Anklam auszusteigen, sich vollkommen selbst überlassen wurden.

  1. Es gibt zwar ein Gebäude, das wie ein Bahnhof aussieht, aber es ist kein Bahnhof (mehr).
  2. Die Reisenden aller Altersgruppen standen ungeschützt vor Wind und Schnee auf dem Bahnsteig und konnten sich, da das Bahnhofsgebäude nicht zugänglich war, nirgends unterstellen und vor dem Schneesturm schützen.
  3. Auf dem gesamten Bahngelände gab es keine Ansprechpartner der Bahn, der Hinweise geben konnte auf
    • mögliche Unterstellmöglichkeiten
    • den Weg, die Richtung in die Stadt
    • etc.

Ich kann die Situation, wie sie am Samstag gege 10:30 in Anklam herrschte, nur als “Aussetzen der Passagiere auf freier Strecke” bezeichnen.

Ich erwarte nicht, daß die Bahn Unwetter im Griff hat. Aber ich erwarte, daß die Bahn ihre Passagiere nicht einfach auf freier Strecke im Schneesturm aussetzt.

Ich unterstelle der Bahn eine Fürsorge- und Informationspflicht, die nicht mit dem Hinweis “Sie können nach Berlin zurückfahren” erledigt ist.

Es hätte möglich sein können, daß an dem betreffenden Bahnhof Personal zur Versorgung und Information der Reisenden eingesetzt ist.

Ich bin nicht mehr gewillt, alle Service-Einschränkungen etc. als “dem Börsengang geschuldet” hinzunehmen. Sie haben eine Verpflichtung Ihren Kunden gegenüber, auch wenn Sie dies nicht wahrhaben möchten.

Bitte erklären Sie mir Ihr Vorgehen in solchen Situationen genauer.  Welche Anweisungen gibt es in diesem Fall für das örtliche Bahn-Personal, oder gibt es kein örtliches Bahn-Personal mehr?

Mit freundlichen Grüssen
Cornelie Müller-Gödecke
…..

BahnCard-First-Inhaber seit mehreren Jahren

Fraglos

Fraglos

Schlagzeilen im Sinne des Wortes

  • Sprachkultur von Kerkeling geehrt
  • Rolf Becker liest aus der Bibel
  • Guido Knopp wird für Lebenswerk ausgezeichnet
  • Deutsche Orchester beklagen Stellenabbau
  • Lessingtage: Wallraff kommt
  • Mit Lessing in die Disco

nein, ich möchte heute in Hamburg keine Kultur erleben

Quelle: Hamburger Abendblatt

Unpolitisch? Politisch!!

Verkehrsminister Posch spricht sich gegen eine Anhörung zu Studien des Epidemiologen Greiser über gesundheitliche Folgen von Fluglärm aus. Der Grund: Das Thema Gesundheit werde für politische Zwecke missbraucht.

Ich halte diese Haltung durchaus für eine politische Haltung. Hat Herr Hessischer Verkehrsminister Posch seinen Beruf nicht verstanden, kennt er den Sinn des Wortes “Politik” nicht?

Der Ausdruck Politik wurde nach griechisch ???????? (politiká, die politischen Dinge) gebildet und bezeichnet die Angelegenheiten, die die Polis, modern gesprochen: den Staat, das Gemeinwesen, betreffen. Politik „bezeichnet jegliche Art der Einflussnahme und Gestaltung sowie die Durchsetzung von Forderungen und Zielen, sei es in privaten oder öffentlichen Bereichen.

So stehts laut Wikipedia im Kleinen Politiklexikon. Hätte Herr Posch mal nachlesen sollen.

Quelle: Posch lehnt Anhörung ab: Keine Debatte über Fluglärm

Tags:Auftrag?, Ignoranz

Leben nur zur Ladenöffnungszeit? Wellness für IKEA?

Kein IKEA in AltonaDie  IKEA-in-Altona-Befürworter behaupten, IKEA brächte Leben in die Neue Große Bergstrasse.
Die IKEA-in-Altona-Befürworter wollen, daß sich alle in Altona wohlfühlen sollen (also auch IKEA).

Die  IKEA-in-Altona-Gegner behaupten, ein Leben findet auch außerhalb der Ladenöffnungszeit statt und fordern ein gemischtes Zentrum aus Wohnbebauung und Handel.

Welche Position steht für Stadtentwicklung?

Wer hat begriffen, daß ein gescheitertes Handelszentrum, das den Stadtteil verödet, nicht durch noch ein größeres Handelszentrum wiedergutgemacht werden kann?
Welche Position hat begriffen, daß Altona in großer Gefahr ist, den urbanen Charakter zu verlieren und zur Gewerbe-Ansiedlung zu werden?

Mein Votum haben die IKEA-in-Altona-Gegner.

Quellen: Kein Ikea in Altona.de und das IKEA-Streitgespräch im Abendblatt.

Tags:IKEA

Die Deutschen? Oder doch die Medien?

Was als Chaos vorausgesagt wurde, endete wenig spektakulär: „Daisy“ brachte zwar viel Schnee und erhebliche Verkehrsbehinderungen, aber keine Katastrophe. Die Deutschen scheinen vergessen zu haben, dass Schnee im Winter vor allem eines ist: normal.

Das schreibt die FAZ heute unter der Überschrift: "Deutschland und 'Daisy': Das Kataströphchen" (immerhin mit "ph"!)

Aber da darf man doch mal fragen, wer da was vergessen hat oder wer das medienmässig so hochgeputscht hat. Die Bevölkerung schwätzt doch nur nach, was ihr vorgesetzt wird.

IKEA als Erlösung aus der Misere der Stadtplanung?

Die Neue Große Bergstrasse wäre das Sorgenkind der Stadtplaner in Hamburg-Altona so es denn Stadtplaner in Hamburg-Altona gäbe.

Die Straße verslumt, die Bevölkerung schrumpft, das Prekariat wächst (schreibe ich mal so) und der Kleinhandel schrumpft oder geht ein.
Künstler wurden als Zwischenmieter / – Zwischennutzer in einem leerstehenden Kaufhausgebäude geladen und sind inzwischen wieder ausgeladen.

Das Kaufhausgebäude ist eine Wirtschafts-Ruine. Karstadt war mal drin.

Und was plant man in Hamburg-Altona?

Da man ja hiererorts unter Stadtplanung Wirtschaftsunterwerfung versteht, nimmt man diese Brache nicht als Chance, durch neue Wohnbebauung wieder Menschen in das Viertel zu holen, die Bevölkerungsstruktur zu vitalisieren, nein man handelt schlicht nach der dummen Devise: "wo ein Kaufhaus drin war kommt auch wieder ein Kaufhaus rein" und kommt auf diese erstaunliche Idee, IKEA in die Innenstadt von Hamburg-Altona zu holen.

Solange man noch glaubte, den Menschen etwas vorflunkern zu können, wollte man weismachen, es käme nur die Kleinteil- und Geschenkartikel-Abteilung von IKEA nach Altona und die Kunden würden selbstverständlich alle mit der S-Bahn anreisen…

Zu IKEA mit der S-Bahn???
Zugegeben, als IKEA in Moskau eröffnete, kamen Tausende Konsumwütige und Schaulustige mit der Metro und wanderten Kilometer über Schnee-Brache, standen Schlange, aber das war Moskau vor etlichen Jahren. Und dort ist es auch  längst nicht mehr so.

Noch nirgendwo auf der Welt hat IKEA in einer Innenstadt, in einem Wohngebiet ohne große Fläche eröffnet. Aber in Altona?

Ich bin ein bekennender Billy-Fan aber laßt die Kirche im Dorf und die Einkaufszentren für Groß-Artikel am Stadtrand!!

Hört auf, Sand in die Augen zu streuen.

Tags:Hamburg, Stadtplanung

Der Täter ist das Opfer?

Der Ex-Sänger der ''Böhsen Onkelz'' soll einen Unfall versacht haben, bei dem zwei Männer beinahe starben. Es wäre nicht der erste schwere Rückschlag im Leben des Musikers.

schreibt die Süddeutsche im Anreißer.

Ich denke mal, für die Opfer ist das ein "schwerer Rückschlag." Aber für einen Täter (wenn es der böse Onkel war) kann ein solch verantwortungsloses Handeln nie ein "Rückschlag" sein, denn Handeln ist aktive Betätigung. Und ein Mensch weiß was er tut. Und muß für seine Taten (nicht für seine Rückschläge) einstehen,

Strafgewitter?

Die Netzeitung hat ein neues Wort erfunden, das sie nun eifrig zur Kategorisierung einsetzt: Strafgewitter.

Es bemäntelt US-amerikanische Kriegshandlungen gegen angebliche Terror-Stützpunkte und vermengt so meteorologische mit moralischer Bedeutung.

Dadurch erhalten diese unkontrollierten Aktionen, die größtenteils ZivilOpfer fordern, eine quasi "unvermeidbare" Anmutung, eine rhetorische Folgerichtigkeit,

Eine äußerst gefährliche Kategorisierung, wie ich meine.

Strafgewitter

 

PS: was immer die Netzeitung, nachdem sie ihrer Rumpf-Redaktion verlustig ging, auch sein mag, sprachschöpferisch ist sie tätig.

Ich werde sie erst einmal aus meinem Newsreader entfernen.