Hamburg ist um … reicher

Diese Hohlformel begegnet mir immer wieder.
Eine Behauptung, die da hingestellt wird. Ob es stimmt oder nicht.

Hamburg ist um ein internationales Jazzfestival reicher1

Hamburg ist um eine intelligente Attraktion reicher 1

die letztere  Behauptung ist ja noch verstiegener.

Wer gibt den Herrschaften die Überzeugung für solche Behauptungen?

Hamburg hat keinerlei kulturellen Reichtum, nur eine hilflose und herrische Kultur-Senatorin und ein Riesen-BauDefizit… aber dieses für die Hochkultur

Da kann man als kleiner Kulturschaffender noch so sehr laut im Wald pfeifen, das wird nichts


*1: Elbjazz
*2: Hamburger Automatenverlag

wie setzt man

eine lebendige, pluralistische, ideenreiche und stetig zunehmende Entwicklung in Gang?

Ganz einfach, man ändert einfach die Schreibweise, und macht aus der documenta eine dOCUMENTA

Keine Inhalte, nur Stolperschreibweisen

Aber ansonsten hat man von Carolyn Christov-Bakargiev noch keine künstlerischen Absichten erahnen dürfen

wer hat denen nur so ins Hirn geschissen?

Tags:documenta

Wasser predigen und Wein trinken?

Bei dem Augsburger Hirten trifft dieser Einwurf den Nagel auf den Kopf.

Eigentlich sollten wir Christen dem Herrn M. dankbar sein. Zeigt er doch die vollständige Überlebtheit des Katholizismus auf, besser als jedes Klischee es vermöchte.

Wer nagelt die 10 Gebote diesen verknöcherten Raubrittern an die Stirn?

Tags:Katholische Kirchenmänner

Eine notwendige Dokumentation

über den Völkermord an den Armeniern läuft am Freitag in der ARD.

Das ist lobenswert.

Aber nicht lobenswert: daß die Sendungum 23:30 gesendet wird.

Vorher muss man wohl noch ein paar Krimis senden, individuelles Töten ist ja Hauptunterhaltung. Da sendet man den Völkermord dann lieber zu spätester Stunde.

Tags:Armenien, TV

Es ist alles so egal, es ist ja alles nur Event

Heutzutage kann man Ausstellungen zur Zeitgeschichte erarbeiten und einfach nur Bilder aus der BILD dazu heranziehen, ob diese manipuliert sind oder nicht. Das kann man sogar im Hamburger Kunstverein. Es ist ja alles so egal. Da kann dann schon mal der Redaktionsleiter den Kurator loben:

Florian Waldvogel, Sie haben ‘Bild’ begriffen, die Faszination ‘Bild’ begriffen, ‘Bild’ als Kunstwerk begriffen.

Und wie der SPIEGEL dazu anmerkt, hätte man sich für sowas früher geschämt.

Tags:fremdschämen, Kunst, SPIEGEL

Familienministerium …

nicht nur, daß GWesterwelle ebenso wie seine Spezls in dem undurchsichtigen Firmengeflecht des Herrn Boersch mitgefischt hat1 und diesen zur Belohnung auf Reisen mitnimmt, nein jetzt ist auch einer aus dieser Clique im Außenministerium selbst an leitender Position untergekommen…

für diesen Posten ist Herr Arntz durch seine frühere Tätigkeit für eine Glücksspielfirma in der Karibik ja bestens qualifiziert.

Die können sich nicht schämen. Die wissen ja nicht mal was das ist.

Aber dass der Außenminister Außenpolitik mit Geschäftemacherei verwechselt, ist schon sehr schlimm. So gibt er in einem Interview von sich:

„Der linke Zeitgeist hält Geschäftemachen für fragwürdig. Die Gesellschaft muss sich daran gewöhnen, dass das künftig anders ist“2

Nein, Herr GWesterwelle, Außenpolitik ist nicht nur Wirtschaftspolitik und Wirtschaft ist nicht nur Geschäftemachen. Ich glaube nicht, daß sich die Gesellschaft an solch schmierigen Nepotismus, wie Sie ihn unverhohlen und in voller Überzeugung, alles richtig zu machen, nicht gewöhnen will und wird.
An Sie als Vizekanzler und Außenminister kann und möchte ich mich nicht gewöhnen.


*1: siehe hierzu: Der Familienminister auf Reisen in der Süddeutschen
*2: siehe hier: FAZ vom13.03.2010


Tags:Frivolitätsepoche

Dauergrinser als limbo-tanzender Oberlehrer …

da ich kein Fernsehen schaue, habe ich den ParForceRitt des FDP-Sekretärs nicht gesehen. Aber der Spiegel berichtet darüber online und in der ZDF-Mediathek ist er sicherlich auch zu finden.

Es ist schon interessant, welche rhetorische Spiegelfechterei da betrieben wird. Der Herr Lindner scheint nicht zu bemerken, dass er Alles nur noch schlimer macht.

Wie war das in der Bibel? Sie predigen Wasser und trinken Wein heißt es da. Die FDP hingegen predigt minimale Anstandsregeln und tanzt selbst noch unter diesem Minimum durch.

Ich kann beim besten Willen diese schlipstragenden, vor Selbstüberzeugung strotzenden Dauergrinser nicht mehr ertragen.

Tags:Frivolitätsepoche

die schärfsten Kritiker der Elche

sind selber welche… Diese alte Volksweisheit bewahrheitet sich mit gerade mit  unglaublicher Penetranz

Eine wildgewordene Günstlingsbande schlägt, da ihnen aber auch alle Argumente zum Abwehren der Vorwürfe entgleiten, mit wirklich allen Totschlagsargumenten um sich, die ihnen gerade einfallen. Und diskreditieren sich damit in deutlichster Weise selbst.

??? Die Kritik an Westerwelles Hofschranzen sei demokratiegefährdend? – Eher im Gegenteil, gehören doch Kritik und Transparenz zum unabdingbaren Repertoire der Demokratie. Ob ein Unternehmer, der sein Geschäftskonzept als schnell, oberflächlich und opportunistisch bezeichnet und ein Geflecht aus über 200 Firmenschachteln bastelt, in dem immer auch mal wieder Familienmitglieder des Herrn Außenministers Posten innehaben, schwul ist, interessiert doch wohl allerhöchstens am Rande. Die Steuerfahndung sollte sich für ganz andere Dinge interessieren…

??? Die Kritik an Westerwelles Ich-Auch-Bürschchen sei schwulenfeindlich? Ja, ist der Herr Boersch denn auch schwul? Wusste ich ja noch gar nicht… (Und interessiert mich auch nicht)

??? “Die anderen tuns aber auch … ” tja, mit einem Unterschied, Gabriel hat Vertreter der produzierenden Industrie auf seinen Reisen dabei gehabt, wohingegen Westerwelles Entourage sich wohl aus firmenverflechtenden Steuerfluchthelfern(“Summa summarum…”) zusammensetzt.

Unter Mißbrauch der Demokratie (eher der republikanischen Staatsordnung, aber so genau nehmen es die Herren Interessenhaber ja nicht) verstehe ich, wenn ein Außenministerium Erklärungen des Geliebten oder des Bruders (so genau will ich das gar nicht wissen) des Außenministers abgeben muß.

Ja sind wir denn in einer südamerikanischen Bananenrepublik (dieses Ressentiment sei hier als rhetorische Figur gebraucht)? Da sind sie auch katholisch.

Und da schließt sich der Kreis.

Kritik an kinderschändenden Pfaffen ist antiklerikal und Kritik an Hedgefond-Verwirrungs-Geschäftsleute-Liebchen ist demokratiefeindlich.

Danke schön für diese Lektion in Staatsbürgerkunde, werte Freche Dumme Philister (FDP)!

Es wird Zeit, dass diese Regierung sich selbst beendet.
Dann kann Frau Merkel hoffentlich auch wieder besser schlafen.

Und wir steuerzahlenden Bundesbürger müssen uns nicht von dummdreisten Raffkes belehren lassen und von peinlichen Figuren im Ausland vertreten lassen.

Tags:fremdschämen, Frivolitätsepoche

Radau-Bruder zu Radau-Bruder

warum bleibt Westerwelle nicht gleich in Brasilien?

Da kann er sich mit Herrn Ronald Schill zusammentun und sich eins feixen über das dumme Deutschland, dem man es so richtig gezeigt hat.

Aber im Ernst:

Dieser Mann ist nicht ministrabel, dieser Mann gehört zum Stamm der ewigen Geier und Vorteilsnehmer. Unerträglich und peinlich.
Und dabei so banal.

Da hatten wir doch ganze andere Persönlichkeiten als Außenminister der Bundesrepublik Deutschland.

Hätten Sie sich einmal Guido Westerwelle als Nachfolger Willy Brandts vorstellen können? Welten!

Tags:Entsetzlich, Peinlich, Wichtigtuer

Schwanzfixierte Redakteure wieder mal…

Da gibt es Studien über das Ausbleiben der Jugend in den Klassik-Konzerten, da werden diese Studien im Kultur-Teil des Hamburger Abendblatts diskutiert und dann fällt dem zuständigen Redakteur keine blödere Überschrift als Nachwuchssorgen: Viagra für die Klassik ein.

Ja sollen denn lauter Greise mit erigiertem Penis im Publikum sitzen?

Solche Journalisten, die solche Assoziationen bei diesen Themen haben und diese dann ungehemmt solcherart betiteln und sich dann auch noch ganz toll vorkommen, das sind genau die primitiven Leute, die mit Klassik nichts zu tun haben und deshalb auch nicht für die Kulturvermittlung taugen. Und garantiert keine jungen Leute in die Konzertsäle locken.

Solche Jorunalisten sind das Problem.

Und ich hab dieses peinliche pubertäre Getue langsam satt.

Tags:Peinlich, pubertär

Perfide Logik

entsteht da gerade in der Yellow Press: weil das Privatleben von Politkern vorbildhaft zu sein habe, dürfe die Presse würdelos und respektlos diese Privatsphäre ausspähen und die Grundrechte der Ausgespähten mit Füßen treten?

So nicht, liebe Bunte mit deiner selbstgerechten Chef-Redakteurin …

Tags:fremdschämen

So gerät alles unter die Räder…

Haben Sie schon einmal nach dem Grundgesetz online gesucht?
Was liegt näher als www.grundgesetz.de einzugeben? (Nein, kein Link, ich ärgere mich zu sehr)

Diese Domain wird von einer obskuren Beratungsfirma besetzt, die so großartig ist, daß nicht einmal das Kontaktformular funktioniert.

Sonst hätten die Herrschaften dort meine Wut direkt abbekommen:

Ich finde es absolut degoutant, daß Sie die Domain

www.grundgesetz.de

für Ihre Zwecke nutzen.
So weit ist es schon gekommen.
Haben Sie denn einen Anstand?

Kann '/www/conf/report/000.conf' nicht öffnen: No such file or directory
Bitte verständigen Sie webmaster@www.adarius.de und melden Sie diesen Fehler.

Der Fehler liegt ganz woanders, die sind in ihrer Hybris ganz eindeutig falsch konfiguriert. Schon die Adresse: “Josef-Dollinger-Bogen…”

Tags:Hybris

Will Angela Merkel wiedergewählt werden?

Dann muß sie es wie Ole von Beust halten:

erst sich solche Maniacs in das Kabinett holen, dann, wenn es gar nicht mehr geht, den Maniac entlassen und dann vom dankbaren Volk ob dieser Herkules-Tat wiedergewählt haben.

In Hamburg Schill und Kusch, in Bonn Westerwelle?

Überall nur Seichtgebiete…

Das Hamburger Abendblatt merkt es auch nun, wenigstens läßt sich das aus den Überschriften des Kulturteils im Feedreader ableiten:

  • Neuer Shop
  • Neue Eiszeit
  • Neuer Trend
  • Überall nur Seichtgebiete

Frühstückstortur in der Dienstleistungsgesellschaft…

Schon bevor ich morgens um 06:45  meinen Platz im Frühstücksraum ausgesucht und eingenommen habe, stürzt eine Angestellte auf mich zu und erfragt meine Zimmernummer. Ich antworte ihr, daß ich diese ihr mitteilen werde, wenn ich mit dem Frühstück begönne und mich zum Buffet begäbe.

Am Buffet fehlen Eierbecher. Als ich  danach frage, erhalte ich die Antwort, es kämen gleich welche, ich könne mir dann einen Eierbecher holen. Nicht, daß man ihn bringen könne.

Als ich dann vor meinem Frühstücksteller am Tisch sitze, gelingt es mir nicht, die Aufmerksamkeit der kaffee-ausschenkenden Angestellten zu erheischen, alle Krawattenträger ringsum haben sofort Kaffee eingeschenkt bekommen. Alleinreisende Frauen? Na, eine einzelne Frau am Frühstückstisch, die wartet doch bis ihr oder ihre Begleiter erscheinen und trinkt dann erst Kaffee.

Als ich mein Frühstück gerade mal zur Hälfte verzehrt habe, das Ei ebenfalls, stürzt ein agiler Kellner an meinen Tisch, fragt ob er abräumen dürfe (hat den Eierbecher schon in der Hand). Ich ergebe mich und gebe nach.

Drei  Minuten später kommte eine der durch die Frühstückshalle streunenden Kellnerinnen an meinen Tisch, ergreift meinen Teller und fragt, ob sie ihn abräumen dürfe.
Mir platzt die Geduld und ich schnauze sie an, daß ich jetzt endlich endlich in Ruhe frühstücken möchte. D a das aber wohl unmöglich sei, räumte ich das Feld.
Ich möchte in Ruhe den Tag beginnen, nicht ständig vom Personal verstört und vertrieben werden.

Ach ja, das Frühstück schlägt mit 19,00 EUR zu Buche, daß man dafür ohne Personalintervention gerade mal ein Brötchen, ein Ei und eine Tasse Kaffee zu sich nehmen kann, macht die ganze Sache ja so lukrativ.

Diese permanente Abräumerei, welche wohl Dienstbarkeit demonstrieren soll, nervt mich total. Im Nürnberger Literaturhaus-Café nimmt die Kellnerin, während ich Zeitung lese, den Teller mit dem halben Stück Kuchen vom Tisch. Als ich den Kuchen zurückverlange, ist sie äußerst erstaunt.

In die gleiche Kerbe haut übrigends auch dieses unerhörte “GERNE” das seit einiger Zeit in die Kellnerhirne getrichtert ist ebenso wie das “SCHMECKTS?” wenn man gerade erst den ersten Bissen zu Munde führt…

PS: Dieses tolle Frühstück gibts in der Bürostadt Frankfurt-Niederrad in einem Hotel mit 2 Buchstaben, erlebt und erlitten habe ich das Ende 2008 (und damals auch aufgeschrieben, kam mir jetzt zwischen die Finger)

Tags:Dienstleitstungsgesellschaft, Servilität