Doch nicht?

Wer immer dieser Herr N. ist und warum seine Freundin doch nicht schwanger ist und warum es einen Anwalt dafür braucht, das ist mir herzlich schnuppe.

Aber diese schöne Ko-Inzidenz der Inhalts-Aggregierung gefällt mir doch sehr. Denn was wahr ist, ist einfach wahr.

Oder doch nicht?

Englisch? Ist das Englisch?

Auf meine Mail an die besagte Fotogalerie habe ich keine Antwort bekommen. Wahrscheinlich wurde sie nicht verstanden, da sie in deutscher Sprache abgefaßt war

Dann ist mir aber gleich wieder etwas Bemerkenswertes begegnet:

In der WELT mokiert man sich über Theater-Gepflogenheiten:  The-truth-about-Dramaturgisch:

"2beornot2be" heißt das Spektakel, mit dem gestern das Hamburger Thalia-Theater neu eröffnet wurde. Heute folgt als zweite Premiere "The truth about the Kennedys". Wahrscheinlich gibt es auch irgendwo einen "Translation Counter", wo man sich die Titel notfalls erklären lassen kann

Ich denke aber, "2beornot2be" ist überhaupt kein English-Pidgin oder Theater-Englisch, wahrscheinlich ist das nur die Ergebnis eines sich wohl irgendwie proflilierenwollenden Projekt-Teams?
Und nochdazu schlecht gelungen. Wenn schon Computer-Slang-English-Hype-Business2Business-Quatsch nachmachen, dann auch richtig und zwar dann "2bornot2b"

 

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte

 

und Photographien verkauft man nur auf englisch?

Ich bin da über die Webseite einer Hamburger Galerie in Hamburg gestolpert und habe festgestellt, daß die gesamte Webseite nur in englischer Sprache abgefaßt ist.

Was soll das?

Ich habe mal per Mail dort angefragt, warum das so ist. Vielleicht erhalte ich ja eine Antwort.

 

Grundsätzlich habe ich diese Fragen an Webseitenbetreiber oder andere Veröffentlicher, die ihre eigene Sprache nicht mehr benutzen:

  1. Warum ist dann Ihre Webseite nur in englischer Sprache?
    Ist die deutsche Sprache für Ihr Gewerbe nicht tauglich?
    Gibt es keine Käufer, die deutsch sprechen?

  2. Ich frage mich das, da ich der Meinung bin, daß man "wenn in Rom,
    dann wie die Römer…"

    Und wenn man in Deutschland veröffentlicht, wo deutsch gesprochen wird, warum dann nicht in deutscher Sprache?

    Weltoffenheit bedeutet, daß man neben der eigenen Sprache auch noch weitere Sprachen spricht, aber doch nicht daß man die eigene Sprache
    nicht spricht?

    Etwas ratlos… vielleicht haben Sie eine Antwort?

  3. Was spricht gegen die deutsche Sprache?
     

Ich habe mir vorgenommen, diese Fragen nun öfter zu stellen. Ob Antworten kommen?

Zotendichte auf Seite 1

Qualitätsjournalismus mag ich das nicht nennen, was sich das Hamburger Flagschiff der Springer-Presse, das Abendblatt, auf Seite 1 geleistet hat.

Die Meldung über die hohe Häufung von Ehen alter Männer mit jungen Frauen in Brasilien, welche diese angeblich in den jahrzehntelangen Genuß der Altersrenten ihrer dann wohl doch recht bald Verblichenen bringen, hat bei dem Autor

nachmittags um 15:00

im Zeitungsladen im Hamburger Hauptbahnhof sieht Sascha Lobo noch bescheuerter, ungepflegter und unsympathischer als in allen Vodaphone-Werbespots etc. aus

Nicht von dieser Welt

wie krank das alles ist, macht mal wieder ein Online-Händler deutlich, der jede seiner Produktsparten als "Welt" bezeichnet.

Da gibt es 

PRODUKTWELT
Car-Hifi (8) 
Computer (185) 
Digitale Fotografie (97) 
DVD / Video / Camcorder (20) 
Haushaltsgeräte (333) 
Hifi / Portable Audio (41) 
Mobilfunk / Handys (12) 
MP3 (25) 
Navigation (25) 
Notebooks (54) 
Spielekonsolen & Games (166) 
Telekommunikation (76) 
TV-Geräte (22) 
TV-Receiver (30) 
Überwachung & Sicherheit (2)

Ich mach das nicht mehr mit. Wer mir solchen Scheiß antut, kriegt keinen Euro von mir, auch wenn er "euronics"  heißt… 

 

 

 

Gleich und Gleich gesellt sich gern

da haben sich ja zwei getroffen… das Abendblatt lässt ja auch keine Möglichkeit aus, nackte Busen und Ärsche ins Bild zu drängeln

 gleich undgleich gesellt sich gern

Einen noch..

auch wenn man das "nachtreten" nennen könnte, aber es muss sein:

Auf der Medienseite entschuldigt sich H.L. dafür, dass das Michael-Jackson-Foto, das die FR in ihrer Printausgabe als letztes Foto von MJ auswies, in Wahrheit sechs Jahre alt war.

schreibt der Perlentaucher.

Warum soll man sich da entschuldigen? Für mich (Hessin) sah der schon immer ganz alt aus

 

ob mir da mal jemand was erklären kann?

Ein letztes Mal komme ich auf den sog. King of POP zurück, dann lass ichs gut sein und hoffe, daß es auch sonst gut wird, es reicht langsam.

Dieser Ausschnitt aus einem Bericht über den Klagenfurter Bachmann-Wettbewerb ist schon arg. Unterschwellig wird den Literaten, Juroren und anderen unterstellt, Herrn MJ nicht ausreichend gewürdigt zu haben. Muß man das denn?

Ich zitiere Elmar Krekeler aus seiner Glosse in der WELT: 

Der sei doch schon seit zwei Jahrzehnten tot gewesen, entschuldigten sich die Literaten für ihre Missachtung des Popkönigs. Und mehr als ein gutes Album hätte der auch nicht gemacht. Mit Elvis gar nicht zu vergleichen.

Trauer trug allein Jurypräsident Burkhard Spinnen. Das dürfe eigentlich nicht sein, dass der jetzt tot sei. Der habe sein Leben, sein Talent verschwendet. Dass der jetzt tot sei, das mache jeden um die Fünfzig, jeden überhaupt, der in den Achtzigern sozialisiert wurde, auf einen Schlag ein ganzes Stück älter. Weil mit Jacksons Tod ein Stück Zeitgenossenschaft gestorben ist.

Weil Jackson unser Lennon war. Und größer als Haider.

Ist es Mißachtung, wenn man diesen Scheiß nicht mag, ihn nicht wahrnimmt, weil es einfach unwichtig ist, gezüchtete Marketingstrategie und Wirtschaftsschrott? Waum soll/muß ein Literat um diesen Trivialmist trauern?

 

“Bestürzung auf der ganzen Welt”

titelt das Abendblatt  und ich bin bestürzt daß erwachsene Menschen solch einen Scheiß über einen dahingegangenen Zombie verbraten.

 

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