Kategorien: Streichwahn

Durchgebrannt oder durchgeknallt?

Hamburger Museen sind chronisch unterfinanziert.

Die Hamburger Kunsthalle / Galerie der Gegenwart reduzierte die Sonderausstellungen. Die Hamburger Kunsthalle /Galerie der Gegenwart reduzierte das Personal.
Die Hamburger Kunsthalle / Galerie der Gegenwart wird für mehrere Monate geschlossen.

Die Hamburger Kulturbehörde hat gelernt. Wenn es Probleme gibt, ist die Bausubstanz oder die Baufirma etc. dran schuld.

Also ist die Galerie der Gegenwart wegen defekter Brandschutzklappen monatelang geschlossen.

Die “Regierung” von Beust mit Frau von Welck (parteilos) und Konsorten hat dermaßen abgewirtschaftet und wirtschaftet die Stadt noch in die Pleite. Arm an Geist ist sie schon.

Offener Brief an die Deutsche Bahn

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich war am 30.01. mit dem RE 38348 von Berlin-Gesundbrunnen nach Züssow unterwegs.

Wetterbedingt wurde die Zugfahrt in Anklam beendet und den Passagieren wurde mitgeteilt, daß sie entweder in Anklam aussteigen oder mit dem RE wieder nach Berlin zurückfahren könnten.

Dies ist alles verständlich, völlig in Ordnung, die Zugbegleiterin kann ich wegen ihrer Freundlichkeit und Umsicht nur loben.

Was mir aber gar nicht zugesagt hat, ist die Tatsache, daß die Passagiere, die sich wie ich dazu entschlossen hatten, in Anklam auszusteigen, sich vollkommen selbst überlassen wurden.

  1. Es gibt zwar ein Gebäude, das wie ein Bahnhof aussieht, aber es ist kein Bahnhof (mehr).
  2. Die Reisenden aller Altersgruppen standen ungeschützt vor Wind und Schnee auf dem Bahnsteig und konnten sich, da das Bahnhofsgebäude nicht zugänglich war, nirgends unterstellen und vor dem Schneesturm schützen.
  3. Auf dem gesamten Bahngelände gab es keine Ansprechpartner der Bahn, der Hinweise geben konnte auf
    • mögliche Unterstellmöglichkeiten
    • den Weg, die Richtung in die Stadt
    • etc.

Ich kann die Situation, wie sie am Samstag gege 10:30 in Anklam herrschte, nur als “Aussetzen der Passagiere auf freier Strecke” bezeichnen.

Ich erwarte nicht, daß die Bahn Unwetter im Griff hat. Aber ich erwarte, daß die Bahn ihre Passagiere nicht einfach auf freier Strecke im Schneesturm aussetzt.

Ich unterstelle der Bahn eine Fürsorge- und Informationspflicht, die nicht mit dem Hinweis “Sie können nach Berlin zurückfahren” erledigt ist.

Es hätte möglich sein können, daß an dem betreffenden Bahnhof Personal zur Versorgung und Information der Reisenden eingesetzt ist.

Ich bin nicht mehr gewillt, alle Service-Einschränkungen etc. als “dem Börsengang geschuldet” hinzunehmen. Sie haben eine Verpflichtung Ihren Kunden gegenüber, auch wenn Sie dies nicht wahrhaben möchten.

Bitte erklären Sie mir Ihr Vorgehen in solchen Situationen genauer.  Welche Anweisungen gibt es in diesem Fall für das örtliche Bahn-Personal, oder gibt es kein örtliches Bahn-Personal mehr?

Mit freundlichen Grüssen
Cornelie Müller-Gödecke
…..

BahnCard-First-Inhaber seit mehreren Jahren

Tot-Sparen im wahrsten Sinne des Wortes

Wenn die Gesellschafter meiner Empfehlung folgen, bilden wir ein Orchester mit 120 bis 125 Musikern, 50 Musiker wären überzählig. Die Aushilfen könnten sofort gespart werden. Das Orchester könnte in den unterschiedlichsten Formationen alle Musiker beschäftigen, bis nach einer Übergangszeit, auch durch natürliche Fluktuation, die 125 Stellen übrig blieben.

Das muß man ganz langsam lesen. Hier geht es um die Orchester einer Hauptstadt.

Etwas ausführlicher und auch mit Skrupeln das ganze Interview auf BerlinOnline.

Kann man zuviel Geld für Kultur ausgeben?

Muß man ein Theater ruinieren, nur weil es mehr Zuwendungen erhält als Theater in der schleswig-holsteinischen Kulturöde Rendsburg?

Das sind alles Fragen, die sich stellen, wenn man liest, was der Rechnungsprüfer des Landesrechnungshofs Mecklenburg-Vorpommern, Herr Hempel, von sich gab:

Hempel hielt dem entgegen, dass sich Greifswald im Vergleich zu finanzschwachen Ländern im Westen viel zu viel Theater leiste.Nach Berechnungen der Rechnungsprüfer betragen die TheaterZuschüsse pro Einwohner jährlich 55,70 Euro. Im bayrischen Landshut/Passau sind es 35,06 Euro, im schleswig-holsteinischen Flensburg und Rendsburg 28,07 Euro und selbst im sächsischen Zwickau kommt man nur auf 45,55 Euro

Das ist doch nicht so, als ob die alle unterschiedliche Preise für das gleiche Brötchen bezahlten.

Ich freue mich, daß Greifswald es mit der Kultur ernst nimmt und daß sich der Kulturdezernent der Stadt auch entschieden gegen die Aufforderung, die Theatersubvention um 50% zu kürzen, gestellt hat.

Tja, was der Hempel unter seinem Sofa nicht braucht, das kann man ruhig kaputt machen. Woanders werden die Leute ja auch unterversorgt und bleiben blöd.

Quelle: Ostsee-Zeitung:  Rechnungsprüfer: Stadt gibt noch zuviel Geld aus

Ein Drittel wäre schon zusammen…

Die Stadt Hamburg hat dem Maritimen Museum viel Geld gegeben. Soviel Geld, daß das alles gar nicht aufgebraucht wurde.
Rund drei Millionen Euro sind noch übrig.
Die plant man dem Stiftungsvermögen zuzuführen, verlautet es.

Abgesehen davon, daß die Stadt zwar Projekten Geld gibt, aber nicht stiftet und in Stiftungsvermögen nur Stiftungsgeld einfließen darf, ist das doch eine sehr erfreuliche Meldung:

1x Maritimes Museum und 1,5 x Herrn Nonnenmachers Abfindung = die 10 Millionen, die "einzusparen" sind, sind fast aufgebracht!  Ohne der Kultur ein Haar zu krümmen.

Quelle: Hamburger Abendblatt

Was sind 10 Millionen gegen 6 Milliarden

oder wer muß den Gürtel enger schnallen?

Frau Kultursenatorin (parteilos) meint, natürlich müsse man sparen. Immerhin kämen harte Zeiten auf Hamburg zu. 6 Milliarden Kreditlast.

Auffällig ist, daß Frau Kultursenatorin (parteilos) immer von "natürlich" spricht, dann braucht sie nämlich nichts begründen.

"Natürlich" müssen auch die Kulturschaffenden sparen.
Damit ist klar bewiesen, daß Banker keine Kultur schaffen.

Denn 2,5 Nonnenmacher sind ein Kultur-Haushalt-Einsparungs-Schnitt.

PS:

Frau Kultursenatorin (parteilos) schreib heute in der WELT und sprach auf Hamburg1.
 

Schaffe schaffe Haushalt streiche…

Artparade StuttgartDie Schwaben sind da richtig fortschrittlich. Die Haushaltspolitik Stuttgarts hat fast "Leuchtturm"-Bedeutung, um im Jargon der Kultursenatoren zu bleiben…

40% Literaturförderung streichen, nur ein Beispiel.

Es meldet sich dort Widerstand. Die Artparade Stuttgart  hat zwar noch kein Thesenpapier fertig, aber organisiert schon fleißig eine Großveranstaltung.

Virtuelle Unterstützung aus Hamburg!