Kategorien: Piraten-Tölpel

Bleibe zuhause und nähre dich redlich…

ja, hätten die Piraten doch diese alte Volksweisheit beherzigt statt vom bedingungslosen Grundeinkommen nach Thailand in die Ferien zu düsen, und hätten sie dort nicht auch  noch ihren Versicherungsvertreter und den Parfumeur ihres Vertrauens getroffen, dann wären sie wohl nie auf die Idee gekommen, daß es neben Unisex-Tarifen und Eau de Toilette (unisex) auch Unisex-Klos braucht, um wirklich alle dringenden Bedürfnisse abzuarbeiten.

Also, bevor ich Herrn Broder das letzte Wort überlasse, nur meine dreiCents dazu:

  • glauben die Initiatoren dieser Idee und ihre Mitläufer bei den Grünen und der SPD  wirklich, daß Menschen, die um nicht diskriminiert zu werden auf ein “drittes Klo” gehen, in einem Umfeld wie Billbrook oder Neukölln überleben können?
  • wo in einem ICE ist Platz für ein solches Klo? Ich schlage vor, die Lokomotivführerkabine dafür aufzugeben, da hätte man schon zwei solcher Klos in einem 750m langen ICE
  • welchem Geschlecht oder Ungeschlecht muß ein Designer angehören, der das Pictogramm für diese Klos zeichen darf?

 

in der Politik angekommen sind sie, die Piraten,

nun sind sie wirklich Politiker geworden, was sie doch immer entrüstet von sich wiesen.

Aber in Bezug auf die sinkende (oder nicht wahrnehmbare) Zahlungsmoral ihrer Mitglieder und die daraus ableitbare Verminderung ihrer Mitgliederzahl wird nun schon argumentiert, wie man das von den etablierten Politikern gewohnt ist: da wird solange hingebogen, bis es paßt.

Die Bundespartei bestritt am Sonntag, dass sich aus den ins Internet gestellten Mitgliederzahlen ein Trend zum Rückgang ablesen lasse. Nach dieser Statistik wäre die Zahl der zahlenden Mitglieder von 60 Prozent Ende 2011 auf etwa ein Drittel Anfang 2013 gefallen. Es handele sich jedoch nur um Arbeitsstände der Landesverbände, aus denen sich nicht schließen lasse, wie viele Mitglieder aktuell ihre Beiträge bezahlt hätten und damit stimmberechtigt seien, sagte Bundesschatzmeisterin Swanhild Goetze der dpa. 1

Nun haben Piratens zwar inzwischen gelernt, wie man Tabellen in HTML formatiert (das können sie ja auch noch nicht so lange),  und sie folgen auch brav ihrer Selbstverpflichtung zur Transparenz, aber das Statistik-Lesen ist nicht ihre Stärke, eher das Zurechtbiegen. Da sind sie doch voll auf Churchills Linie.

Auch wenn man dabei indirekt zugibt, daß man eben überall schlampt und nichts auf die Reihe bekommt.

Schick ist auch diese Argumentation, so ein wenig auf der kindlichen Argumentationsschiene “Ich habs doch nicht so gemeint…”:

„Unser Wiki ist intern“, sagte Goetze über das frei einsehbare Dokument. Die im Internet verfügbaren Zahlen seien nicht zur Veröffentlichung bestimmt. „Das sind keinesfalls die aktuell stimmberechtigten Mitglieder und aktuelle Daten, wer bezahlt hat.“ Die aktuellen Zahlen würden erst im Mai vorgelegt.

Ja was denn nun?

Und es geht weiter:

„Das ist keine Debatte, die bei uns auf Landesebene keine Rolle spielt, sondern die bundesweit diskutiert wird“, sagte Landeschef Kevin Price.

Die Logik kommt da irgendwie unter die Vonsichwegschönred-Hufe…

Aber einer hat was geschnallt:

Der Landeschef im SAARLAND Jan Niklas Fingerle fordert eine „Themenorientierung“.

Die bisherige Themenorientierung “kleine dumme Jungs kloppen sich digital” ist eben doch nicht mainstream-zielgruppengerecht, die Buben sind einfach zu häßlich für die Yellow Press und andere Klatschblätter…

1 Quelle: Ostsee-Zeitung vom 25.02.13

Bedingungsloser Mitgliedsbeitrag? Nein! Bedingungsloses Partei-Einkommen! Ja!

Tja, haben wollen ist doch ganz was Anderes als geben müssen.  Was sind schon 4 Euro monatlicher Mitgliedsbeitrag, wenn man doch 1500 Euro im Monat für nichts fordert?

Im Piratenwiki kann man, wenn man die Vereinsregeln kennt, das Verhältnis nichtzahlender zu zahlenden Mitgliedern dieser Möchtegern-Partei  herausfinden, denn stimmberechtigt auf Parteitagen sind nur die Mitglieder, die ihren Beitrag gezahlt haben (31% im Jahre 2010).

Von 33.292 Mitgliedern sind  10.335 stimmberechtigt, das bedeutet zwei Drittel der Parteimitglieder zahlen den Beitrag nicht. Der Slogan “Unsere Arbeit ist viel wert. Spende jetzt” scheint wohl nicht zu fruchten. Besonders unfruchtbar ist Bremen (keines der 302 Mitglieder zahlt), aber auch Niedersachsen (2 von 2847 Mitgliedern).

Aber Mitgliedsbeiträge einkassieren? Das braucht man nicht. Macht Arbeit, bringt Ärger.
Es gibt ja die Parteienfinanzierung. 585.162,46 € erhielt die Partei 2010 aus Steuergeldern. Das reicht schon.  Und Mitglieder, die ihren Beitrag nicht bezahlen, haben ja auch nichts zu befürchten:

Mitglieder, die ihren Beitrag nicht bezahlen, werden nicht aus der Partei geworfen, verlieren aber ihre Stimmberechtigung

Menschen außerhalb der Piratenkultur bezeichnen ein solches Mißverhältnis als parasitär. Paßt auch. Kann man ja das “P” behalten.

Parasitenpartei Deutschland.

 

aufmischen?

Frech, wild und entschlossen, die Politik aufzumischen, so charakterisierte gerade Herr Schlömer, Ober-Pirat, seine Partei im niedersächsischen Landtagswahlkampf.

Daß sie das Aufmischen beherrschen, zeigt dieser Blick in das Piratenwiki zum Thema Länderfinanzausgleich:

 

PIratenwiki: Länderfinanzausgleich

klicken Sie auf das Bild für eine größere Darstellung

Daß sie  mit diesem Beitrag die so mantrahaft beschworene Transparenz schaffen, kann man nun wirklich nicht behaupten.

Ein Armutszeugnis für die selbsternannte Internet-Partei mit der großen Netzkompetenz: nicht mal eine banale Tabelle können sie aus WORD kopieren, und wie eine Tabelle in HTML formatiert wird, das konnte man schon mit HTML 2.0, aber wahrscheinlich ist das zu “old-school” für die Tölpel

 

 

Was ist der Unterschied zwischen einem Kleinkind und einem Piratenfunktionär?

Ein Kleinkind kann schon ohne Selbstreflektion mit 2 Jahren “Hallo” sagen.

Früher war das anders. Aber mittlerweile kann ich auch einfach mal auf Leute zugehen und “Hallo” sagen. Das ist natürlich besser, als sich auf Twitter zu behaken. Ich freue mich über diese Entwicklung bei mir.

Mit dem Satz

Wir sind zwar die Internet-Partei, wir können aber nicht nur auf Mailingslisten oder bei Twitter Politik machen

bleibt Herr Peukert aber gerade noch twittermässig unter 140 Zeichen …

Quelle: Piraten sind Meister der politischen Trägheit, Die Welt, 5.12.2012 <= Bitte lesen Sie das gesamte Interview. Soviel Schuppen können gar nicht von den Augen fallen.

Die Banalität dieses Herrn Peukert ist einfach unerträglich:  Zu den verschiedenen Richtungen in der Partei sagt er:

Mal heißen sie Kernis und Vollis – die einen befürworten die Kernthemen, die anderen ein Vollprogramm. Dann ist die Rede von Wünschis und Machis, also Piraten die reden und andere, die handeln. Insgesamt fällt mir auf, dass es viele gibt, die nichts ausprobieren wollen und lieber auf der Stelle treten.

Es tut so weh.

 

Kein Programm, und das ist gut so?

Herr Schlömer zieht das Fazit des Parteitages der Piraten:

Piraten würden nicht unbedingt deshalb gewählt, weil sie ein Thema besetzten, sondern vor allem deshalb, weil sie einer “Wertehaltung, Mentalität oder Lebenseinstellung” entsprechen würden.

Klar doch, die Probleme der Welt warten noch ein wenig. Kann ja nur noch ein paar Parteitage dauern, bis sie ihre Banalitäten als Grundsatzprogramm festgegosssen haben. Und diese dann auswendig gelernt haben. Und dann meinen, das sei politisches Handeln.

Kein Programm, aber Werte” das sind doch die Methoden der politischen Rattenfänger, wo unterscheiden sich da diese Herrschaften von den übrigen Protestparteien?  Oder von den Rechten?

Ratlosigkeit…

außer Getweete über ihre Müdigkeit fällt Frau Rydlewski wohl nichts mehr ein:

Ich weiß ehrlich gestanden nicht genau, wofür uns Menschen gewählt haben. Wofür wählen Protestwähler, wofür wählen uns Stammwähler, wofür wählen uns Menschen, die vorher nicht gewählt haben?

Falls es Menschen gibt, die gewußt haben warum sie die Piraten gewählt haben, haben sie Frau R. wohl nicht für diese Ratlosigkeit gewählt und auch nicht für ihre Mitteilungen über alles Mögliche außer Politik. Ihre Tweets gehen den Leuten jedenfalls mächtig auf die Nerven.

Wenn Sie nun meint, sie und die Piraten seien nun mal eben keine Politiker, jedenfalls keine “typischen Politiker”, dann bedeutet das aber nicht, daß die Zeit die sie im Parlament verbringt und wofür sie anständig bezahlt wird, nun für dieses Absondern von Privatem genutzt werden kann. Von einer Landtagsabgeordneten erwarte zumindest ich, daß sie ihre Arbeit macht und nicht einfach nur die Zeit absitzt und am Smartphone rumfummelt.

Aber: was solls. Sollen sie so weitermachen. Dann werden diejenigen, die gewusst hatten warum sie die Piraten wählen, sie auch nicht mehr wählen. Dann hat sich die Piratenpartei wie jede Protestpartei von selbst erledigt.

törichte Idioten

wenn ich etwas nicht weiß, kann ich ja andere fragen. Ich muß das ja nicht selber wissen.

Das ist meiner Meinung nach das Grundproblem der Piraten: Denkfaulheit und Lernfaulheit.

Die kümmern sich um Software-Entwicklung, um möglichst stabil andere fragen zu können.

Und stolpern selbst weiter als Idiot * im altgriechischen Sinne durchs Leben und eventuelle politische Ämter.

In einer komplexen Zeit mit komplizierten Problemen, widerstreitenden Interessen und marktkonformer Demokratie ist dies töricht.  Und gefährlich noch dazu.

Blindes Vertrauen auf die Schwarmintelligenz.
Das hatten wir schon. Das hatten schon andere Länder / Staaten.

*: Das Wort leitet sich vom griechischen  ???????  (Idiotes) her, das wertfrei bis heute in etwa „Privatperson“ bedeutet (im Gegensatz zu einer Person, die ein öffentliches Amt innehat oder im Namen einer Institution handelt).  Aus der Wikipedia

na, dann aber los! Frag was …

Frag was!

Wenn ich nur wüßte, was ich die fragen könnte. Vielleicht, welche Rechtschreibreform sie unterstützen? Ob sie für multilinguale Schulausbildung sind? Ob jedes Neugeborene ein (Computer-)Englisch-Deutsch-Wörterbuch mit Tastatur bekommen soll? Oder welches Brausepulver beim nächsten Infostand gewünscht ist?

Quelle: Vorstand der Piratenpartei