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ein zweitausendfünfzehn Kilometer langes Terminal?

Nein, es ist nicht die ungeschickte Überschrift im Hamburger Abendblatt,

so ein langes Terminal!

die mich ärgerlich machte beim Lesen. Herr Behns Schönrednerei ärgert mich.

Er wird gefragt, ob er schon einmal in der Altenwerder Kirche war (für Nichthamburger: diese Kirche blieb bei der Zerstörung des Hamburger Ortsteils Altenwerder für den Hafenausbau als einziges Gebäude, und das auch nur für eine befristetet Zeit, stehen):

Waren Sie schon einmal in der St.-Gertrud-Kirche auf Altenwerder?

Behn:

Natürlich war ich schon in der Kirche. Mehrfach. Unter anderem zu den Baumblüten-Konzerten. Wir sehen die Kirche als Kontrapunkt zur Technik im Terminal und freuen uns, wenn dort aktives Leben stattfindet.

welch übler Ton ist das denn?

Wenn wir nicht wollen, dass sich nach dem Abzug der digitalen Horden und des Schlachtennebels nur noch die ruinenhaften Stümpfe unserer Gesellschaft in die Sonne recken und wir auf die verbrannte Erde unserer Kultur schauen müssen, dann heißt es, jetzt wachsam zu sein.

Zu welchem Clash der Kulturen ruft dieser unselige CDUler, Herr Heveling, denn da im Handelsblatt  auf? Wo um Gottes Willen wird heute noch in solch Tonfall argumentiert?

Hat der Herr vielleicht ein bißchen zu viel Adjektiv getrunken? Bei klarem Verstand kann er jedenfalls nicht sein, aber wie auch, sonst wäre er ja nicht in der CDU.

Wir brauchen den Citoyen, dem Werte wie Freiheit, Demokratie und Eigentum auch im Netz am Herzen liegen.

Ob er damit seine Parteifreunde meint? Vielleicht Herrn von Guttenberg (dieser schätzt fremdes geistiges Eigentum doch sehr) oder vielleicht Herrn Wulff, der nichts lieber hat als das Privateigentum der Wirtschaftsmagnaten, von dem er so gerne etwas abhaben will?

“Also, Bürger, geht auf die Barrikaden und zitiert Goethe, die Bibel oder auch Marx. Am besten aus einem gebundenen Buch!”

Tja, wenn er schon was von Goethe hören will, dann halt den schwäbischen Gruss aus Götz von Berlichingen:

Er aber, sag’s ihm, er kann mich im Arsche lecken

Unangefochten von jedweder Selbstkritik

ist dieser Herr Wulff.

In einem Jahr ist das alles vergessen.

Wenn Sie sich da mal nicht täuschen. Wir Bürger vergessen das nicht.

Dann spricht er noch von Stahlgewittern. Will er sich jetzt als kriegserfahren gerieren, als Ernst-Jünger-Adepten? Nein, er scheint wohl einfach nur strunzdumm zu sein, nicht nur von Selbstkritik unangefochten, auch von jeglicher Bildung.

Verdammt nahe am “Wörterbuch des Unmenschen” ist dieser Präsident inzwischen.

Die kriegerische Wortwahl fällt gottseidank nicht nur mir auf. In den Revierpassagen wird die aggressive Wortwahl ebenfalls beleuchtet.

Wie sich die Lügen doch ähneln,

Herr Koch erzählte einmal, die Parteispenden kämen aus Nachlässen emigrierter Juden aus der Schweiz

Herr Wulff erzählt jetzt, die Unternehmergattin habe wegen der Bankenkrise Geld „bei mir angelegt“

wenigstens die Phantasie funktioniert noch, die Realität hat er eventuell nie gekannt.

Eines hat er jedoch glorios geschafft: den Schulterschluß der Presse, die Adelung der BILD

da gab es mal einen Bürgermeister in Hamburg,

der war nur ganz kurz im Amt, wird aber seither durch fortgesetzten Ausbau seines privaten Wohnhauses zu einem Hochsichertrakt auf Kosten des Hamburger Steuerzahlers “sicherheitsverwahrt” und der regt sich nun auf über die Politik der Bundesregierung zum Thema “Sicherheitsverwahrung”

Sollen alle so komfortabel wie er weggeschlossen werden?

Krasses Mißverhältnis oder Zweierlei Maß?

Unsere Hamburger Müllmänner dürfen Trinkgelder nur bis Sylvester annehmen, nicht mehr als 10 EURO / Kunde und müssen das Geld auch noch in Listen eintragen.

Unser Staatsoberhaupt darf Bücherkäufe und  getarnte Wahlkampf-Buchwerbe-Anzeigen von seinen guten Freunden hinter seinem Rücken schalten lassen, AirBerlin-Upgrades annehmen, private Mauschelkredite annehmen, und noch so mancherlei mehr.

Die Wahrheit, die hier scheibchenweise / guttenbergartig herauskommt, ist unwürdig.

Einem Müllmann nur 10 EURO Trinkgeld zu gönnen, ist auch unwürdig.

 

Ich weiß wie wichtig

Hilfe (450.000,00 € / anno) ist

das ist das Motto der neuen Werbekampagne für die Fernsehlotterie.

Ein Platz

Mindestens 20.000 gutgläubige Loskäufer werfen dafür ihr Los in die Waagschale.

Loskäufer, die, falls sie auch einen Hirnschlag erleiden, in der höchsten Pflegestufe mit schlechter Betreuung, gekürzter oder minimaler Rente, überforderten Verwandten (wenn überhaupt) dahinvegetieren dürfen

oder bekommt jetzt jeder nach einem solchen (Schicksals-)Schlag solch eine Lotterie-Pauschale?
Ein Platz

Ein Hund oder ein Mensch?

Wer ist unserer Stadt mehr wert? Ein Kampfhund der höchsten Gefahrenklasse oder ein armer Hartz-4-Empfänger?

Ich hatte schon mal gehört, daß die Stadt Hamburg in ihrer gottgewollten Großzügigkeit zwar Museen schließen will, aber “eingezogene” Kampfhunde oder Hunde von Gefängnisinsassen auf hohem Niveau durchfüttert.

Nun berichtet das Abendblatt heute darüber, daß etliche dieser netten Tiere im Tierheim Süderstraße zum Teil schon seit Jahren durchgefüttert werden. Zu einem Tagessatz, der deutlich über dem der Hartz-4-Empfänger liegt, was sich pro Jahr zu mehreren hunderttausend Euro aufaddiert.

Eines aber vermisse ich: haben auch die Abendblatt-Redakteuere Bißhemmung? Warum argumentieren sie nicht mit der Einschläferung?

Aber trotzdem müssen wir weiterhin sicherstellen, dass bestimmte Auflagen bei der Haltung eingehalten und auch positiv wesensgeprüfte Tiere nur in verantwortungsvolle Hände vermittelt werden. meint auch ein SPD-”Experte”.Auf die Idee des Einschläferns kommt keiner.

Wer hat ein Interesse, daß diese schwer- oder nichtvermittelbaren Tölen am Leben erhalten werden?

Hat unsere Gesellschaft eine Verpflichtung, diese Tiere am Leben zu erhalten?
Gibt es dafür eine moralische Verpflichtung, die Ergebnisse aggressiven Züchter- und Halter-Wahnsinns jahrelang unter Sicherheitsmaßnahmen zu pflegen und zu füttern?

Vergleiche ich Äpfel mit Birnen, wenn ich meine, daß dieser Tierschutz unnötig und überflüssig ist?

Ansonsten wird bei uns doch alles, was keiner haben will, abklassifiziert und entwertet. Warum nicht diese Hunde?


Abenteuer im EBook-Land

Nun gut, ich habe es gewagt.

  1. Ich habe mir eine Libreka-ID zugelegt,
  2. habe versucht, die Schritt-für-Schritt-Anleitung aufzurufen, stieß dabei auf einen503-Server-Fehler
  3. habe es nochmal versucht und die Infos erhalten. Ich soll mir also eine digitale ID von Adobe zulegen
  4. Ich gehe zu Adobe, melde mich an, bin jetzt Mitglied im Adobe-Club (weil ich ein Angebot des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels wahrnehmen wollte – nennt man soetwas nicht Koppelgeschäfte?)
  5. Ich soll nun eine Software "Adobe Digital Editions" installieren, aber das Installieren funktioniert nicht, der Vorgang bricht ab
  6. In der Hilfe wird mir ein Link angeboten, die Software herunterzuladen und manuell zu installieren
  7. das tue ich, aber beim Installieren kommt es zu einem Fehler "E_ADEPT_IO ActivationServiceInfo Error%20#2032"
  8. In der Adobe-Hilfe finde ich Informationen dazu, in englischer Sprache und da lese ich: DRM errors can occur if the clock has been changed on your computer. The DRM system keeps track of the clock to restrict users from overwriting expiration dates of library books and other expirable items.

  9. So nicht! 

Weil ich vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels ein Angebot zum kostenlosen Download eines Buches wahrnehmen wollte, soll ich meinen Rechner von Adobe überwachen lassen?

Jetzt habe ich eine Frage: wie werde ich die Mitgliedschaften wieder los?Auf der Adobe-Seite gibt es nirgends eine Möglichkeit die Mitgliedschaft zu kündigen.

 

Nicht von dieser Welt

wie krank das alles ist, macht mal wieder ein Online-Händler deutlich, der jede seiner Produktsparten als "Welt" bezeichnet.

Da gibt es 

PRODUKTWELT
Car-Hifi (8) 
Computer (185) 
Digitale Fotografie (97) 
DVD / Video / Camcorder (20) 
Haushaltsgeräte (333) 
Hifi / Portable Audio (41) 
Mobilfunk / Handys (12) 
MP3 (25) 
Navigation (25) 
Notebooks (54) 
Spielekonsolen & Games (166) 
Telekommunikation (76) 
TV-Geräte (22) 
TV-Receiver (30) 
Überwachung & Sicherheit (2)

Ich mach das nicht mehr mit. Wer mir solchen Scheiß antut, kriegt keinen Euro von mir, auch wenn er "euronics"  heißt…