welch übler Ton ist das denn?
Wenn wir nicht wollen, dass sich nach dem Abzug der digitalen Horden und des Schlachtennebels nur noch die ruinenhaften Stümpfe unserer Gesellschaft in die Sonne recken und wir auf die verbrannte Erde unserer Kultur schauen müssen, dann heißt es, jetzt wachsam zu sein.
Zu welchem Clash der Kulturen ruft dieser unselige CDUler, Herr Heveling, denn da im Handelsblatt auf? Wo um Gottes Willen wird heute noch in solch Tonfall argumentiert?
Hat der Herr vielleicht ein bißchen zu viel Adjektiv getrunken? Bei klarem Verstand kann er jedenfalls nicht sein, aber wie auch, sonst wäre er ja nicht in der CDU.
Wir brauchen den Citoyen, dem Werte wie Freiheit, Demokratie und Eigentum auch im Netz am Herzen liegen.
Ob er damit seine Parteifreunde meint? Vielleicht Herrn von Guttenberg (dieser schätzt fremdes geistiges Eigentum doch sehr) oder vielleicht Herrn Wulff, der nichts lieber hat als das Privateigentum der Wirtschaftsmagnaten, von dem er so gerne etwas abhaben will?
“Also, Bürger, geht auf die Barrikaden und zitiert Goethe, die Bibel oder auch Marx. Am besten aus einem gebundenen Buch!”
Tja, wenn er schon was von Goethe hören will, dann halt den schwäbischen Gruss aus Götz von Berlichingen:
Er aber, sag’s ihm, er kann mich im Arsche lecken

