Kategorien: NDR Kultur(?)

Herr Marmor schwärmt sich das Fernsehen schön

AlgenblüteNun ist Herr Marmor, unter dessen Intendantenschaft beim NDR das Radioprogramm noch mehr verflachte, der (mit-)verantwortlich ist für den unsäglichen StMartinsinthefieldsunterderleitungvonsirnveillemariner-Kanal, also Vorsitzender der ARD geworden. Glückwunsch.

Damit ist er nun Herr über die immer stärker hereinspülenden Zwangsgelder und kann sich entspannt der Auseinandersetzung mit dem Publikum widmen.

In Talkshows z.B., da kennt er sich aus, davon gibts ja mehr als genug und der Zuschauer hat ja die glückliche Wahl, z.B. Freitagabends gleich aus mehreren Talkschows auswählen zu können. (EinsPlus Charts + 3 nach 9 + Nachtcafé + Riverboat + Kölner Treff + 3nach9 classics + Beckmann …)

Nun also eine Talkshow beim renommierten Hamburger Stadtsender Tide. Darin äußert Herr Marmor gewagte Thesen:

 Tatort”. Ein Format, “um das uns alle beneiden”

und

“Der föderale Gedanke der ARD ist hier zur vollen Blüte gekommen”

Herr Marmor sollte vielleicht mal in einem der wenigen noch verbliebenen Bildungsprogrammen ein wenig Nachhilfe nehmen, dann wüßte er um das Phänomen der Algenblüte…

Und wenn er sich kritisch gibt (“Man darf nie sein Publikum unterschätzen, und dazu neigen wir“), hat das nichts zu bedeuten. Denn das Geld kommt ja und Kritik erreicht die Herrschaften nicht. Die machen so weiter wie sie es immer gemacht haben, noch mehr Tatort, noch mehr Gequatsche, noch mehr Soap, noch mehr Kochshows…

Wie schön, daß es 9 Landesrundfunkanstalten gibt. Aber schade, daß es nur 7 Wochentage gibt. Sonst hätten wir jeden Tag einen Tatort und eine Talkshow.

Quelle: Hamburger Abendblatt

statt Politischer Journale Nachrichten mit Originalgeräuschen …

Entlarvend ist die Argumentation im Antwortbrief des WDR-Hörfunkdirektors Wolfgang Schmitz an Kritiker der geplan­ten WDR 3- Programmreform:

WDR 3 und WDR 5 neh­men ihre Hörer ernst und begeg­nen ihnen auf Augenhöhe. Sie berich­ten umfang­reich über das kul­tu­relle und poli­ti­sche Geschehen sowie über alle rele­van­ten gesell­schaft­li­chen Entwicklungen.

….

Die poli­ti­schen Journale geben wir auf, weil es seit einem Jahr bei WDR 3 Nachrichten mit ergän­zen­den O-Tönen gibt, die zusätz­li­che Orientierung bie­ten. Statt der Journale scheint uns eine Tageszusammenfassung aktu­el­ler Ereignisse am frü­hen Abend sinn­vol­ler. Und da WDR 3 inzwi­schen durch­ge­hend live mode­riert wird, kön­nen die WDR3-Hörer sicher sein, dass kein her­aus­ra­gen­des Ereignis an ihnen vor­bei geht – die ver­tie­fende Information fin­den Sie dann bei Interesse in WDR 2 oder WDR 5.

Wie vereinbaren sich diese zwei Aussagen? Der Hörer, der vertiefende Information erwartet, wird dann von Kanal zu Kanal gejagt, Radio als Hypertext?

Trotz Augehnhöhe, statt politischer Berichtserstattung also ein bißchen Flugzeugbrummbrumm? Es erscheint ihnen sinnvoller, nicht mehr zu berichten.

Aber welchen Sinn meinen diese Herrschaften?

Was ist der Sinn dieser Programmänderungen, die wie ein Flächenbrand einen Kulturkanal nach dem anderen plattmachen? Die Erwiderung auf den Offenen Brief der Initiative “Die Radio-Retter” liest sich wie abgeschrieben von NDR-Verlautbarungen und anderer Sender.

Eine Verschwörung wider Inhalte, Bildung, Aufklärung.

Links:

Die RadioretterDie Initiative “Die Radio-Retter” und ihr Offener Brief an die Indendantin des WDR

Der Link zum Unterzeichnen dort

Der offene Antwortbrief des Hörfunkdirektors des WDR

 

 

Haben Sie mal versucht,

auf der Webseite des NDR etwas zu finden?

Mir gelingt es nicht. Ich suche nach Jazz-Veranstaltungen im Liebermann-Studio.

Geben Sie "Jazz" als Suchbegriff ein, finden Sie eine Trefferliste aus anno tobak.
Dann gibt es "Radio – Konzerte und  Veranstaltungen live im Internet" mit so interessanten Kategorien wie

Irgendwo dann bei "Veranstaltungen" mit dem Suchbegriff "Veranstalter = Alle" und "Suchwort=Liebermannstudio" nichts gefunden. Dafür rechts in der Sidebar

NDR Sinfonieorchester, NDR Radiophilharmonie,NDR Chor,das neue werk und Das Alte Werk.

Warum das neue werk im gegensatz zum alten werk kleingeschrieben wird, erschließt sich mir nicht, ist vielleicht auch nicht so wichtig. Aber hier fehlt eindeutig die NDR BIGBAND als Klangkörper dieses Senders.

Das hilft aber immer noch nicht. Ich habe nicht herausgefunden, welche Jazz-Konzerte im Liebermann-Studio des NDR stattfinden werden.

Das nenne ich eine tolle Suche beim reichlich finanzierten Sender. Danke, GEZ!

Programm-Ausschuß oder Programm-Ausschluß?

Der Programmausschuss begrüßt und unterstützt die vom NDR und der Redaktion eingeschlagene Richtung zur Reform von NDR Kultur ausdrücklich, die durch eine ausgewogene Mischung von Information, Unterhaltung und Musik gekennzeichnet ist.“

so der Programm-Ausschuß des NDR in vollem Wortlaut.

Man beachte: Hier geht es um einen Kultur-Sender.

Man beachte die Reihenfolge der Programm-Schwerpunkte.

NDR-St. Martinsinthefields-Kultur???

Ich kanns nicht mehr hören. Ich verstehs auch nicht.

Da hat der NDR seine eigenen Symphonie-Orchester und in der Un-”Kultur”-Welle wird ständig nur St. Martin in the Fields unter der Leitung von Neville Mariner geleiert. Ab und an mal ein anderer Dirigent. Aber selten

Welche Plattenfirma hat dieses Dampfbuden-Orchester unter Vertrag? Zahlt diese Plattenfirma dem NDR für das unverschämte ständige Abnudeln? Dann brauchen wir ja keine Gebühren mehr zahlen, oder?

Meine subjektive Wahrnehmung kann nicht so trügen. Dieses Orchester wird unangemessen präsentiert.

Hört endlich damit auf! Spielt mal was Anderes!!!!

Fetternwirtschaft: Wer kriegt da sein Fett weg?

Es gibt zu dieser unsäglichen Fettweg-Show im NDR und zu diesem unsäglichen Moderator ja wohl einiges zu sagen.

Fettklumpen

Zum Einen frage ich, mal ganz inhaltlich gesehen, wieso es so toll sein soll, wenn so ein Fettklumpen abnimmt, wie er gelobt wird, Anteil genommen wird, jedes verlorene Gramm gelobt wird, aber nimmt fragt, wiewenig sich solch ein Typ im Griff haben muss, um 180 kg schwer zu werden?

Zum Anderen dann natürlich, und das ist wesentlich wichtiger, die Frage nach dem Geld, der Finanzierung, der Aufgabe der Trennung von Inhalt und Werbung, dazu gibt es schon einige Informationen:

Kein Geld für die Kultur

Es kommt noch übler: Der Etat der Fördergesellschaft Nordmedia schrumpft. Der NDR will seine Leistungen um 150.000 Euro kürzen, die Landesregierung Niedersachsen kürzte ihre Mittel 2005 um 980.000 Euro. Das hat Folgen für die kulturelle Filmförderung und niedersächsische Filmfestivals, denen Nordmedia Zuschüsse entweder ganz gestrichen oder drastisch gekürzt hat.

Daß statt für die Kultur reichlich Geld für die „FettWegShow” da ist, das hat im Niedersächsischen Landtag Politiker von CDU, Grünen und SPD gleichermaßen erzürnt. In einer fraktionsübergreifend verabschiedeten Entschließung hielten die Parlamentarier fest, es sei „problematisch, wenn Fernsehanstalten Förderungen für Produktionen bekommen, die sonst üblicherweise aus dem eigenen Etat der Fernsehanstalten finanziert werden”.

Dies gelte besonders für Formate, die „weder besonders anspruchsvoll noch für das Land Niedersachsen imagefördernd noch für die Entwicklung des Medienstandortes Niedersachsen von Bedeutung sind”.Das Ringen mit dem NDR um seltsam finanzierte Shows wie diese wird sich wohl noch fortsetzen. Die „FettWegShow” läuft weiter.

ausführlicher Artikel hier:

Fetternwirtschaft

So wird aus Nachäffen Tradition

Die NDR-Berichterstattung informiert uns über die neuerdings auch in China stattfinden Neujahrskonzerte und teilt mit, daß nun erstmals ein Ausländer das traditionelle Neujahrskonzert dirigiere…

davon abgesehen, daß es dieser unvermeidliche Justus Franz ist, findet das Chinesische Neujahrsfest seit Tausenden von Jahren nicht am 1.1. eines Jahres statt und solche Konzerte gehören sicher nicht zu den Ritualen

muss denn immer erst geplappert und dann nicht nachgedacht werden?

Nochmal. zuoberst:

Das Stimmungsbild zur Aktion Das Ganze Werk

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So tümlich ist das Volk nicht…

Brecht hat bestimmt nicht NDR Kultur gehört aber:

Wohl vom Schulfunk übriggeblieben sind die Damen und Herren, die sich den Rätseldialog ausgedacht haben, in peinlicher Manier wreden so Figuren aus der großen Welt der Kultur den Hörern auf inszeniertem Boulevardniveau nahegebracht,

Lesen Sie selbst:

Im Rätseldialog – immer sonntags gegen 16.30 Uhr – unterhalten sich jeweils zwei echte oder fiktive Persönlichkeiten. Sie können einander gekannt haben bzw. kennen, sie können aber auch vom Rätselautor erstmalig zusammengebracht worden sein – über Orts- und Zeitgrenzen hinweg. Zu erraten ist entweder, wer die beiden Gesprächspartner aus der großen Welt der Kultur sind oder aber über wen bzw. worüber sie sich unterhalten haben. (Das Rätsel im “Klassik-Boulevard”, immer sonntags ca. 16.30 Uhr.)

Die Postkarten-Aktion “Erwartungen an NDR Kultur”

der Initiative “Das Ganze Werk” stellt die beiden nachstehenden Fragen, die Sie hier auch schon einmal beantworten können.

Fordern Sie aber bitte die Abstimmungspostkarten bei der Aktion an und senden Sie die Karten dann ein. Die Abstimmung hier ist nur als Stimmungsbild gedacht:

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