dieses Thema war früher ein Reizthema. Heute aber nicht mehr. Sollte es aber.
In der FAZ ist ein interessantes Interview mit Verantwortlichen für die Fernsehfilmproduktion, der Filmchefin des Bayerischen Rundfunks, Bettina Reitz, und dem Chef der Produktionsfirma Degeto, Jörn Klamroth, zu lesen.
Ganz vorsichtig fragt die FAZ an, warum immer wieder Christine Neubauer in diesen Produktionen zu sehen sei und Herr Klamroth antwortet:
So wie bei anderen Gottschalk oder Jauch bis zu viermal die Woche läuft, können die Leute bei uns im Ersten Christine Neubauer sehen. Ich finde das in Ordnung. Die Vertrautheit ist eine wichtige Komponente im Programm. Ich finde das naheliegend.
Ich finde das absolut nicht naheliegend. Frau Hörbigers permanente rosakostümierte Bildschirmpräsenz wird auf den "Besuch der alten Dame" heruntergeredet.
Und damit drücken sich beide Interviewten um das Thema und die beiden Interviewer haben eindeutig versagt.
Daß diese beiden Schnepfen immer wieder in den Fernsehproduktionen zu sehen sind, hat einen ganz offensichtlichen Grund:
Beide spielen die gleiche Rolle: die verhuschte, überstrapazierte, chaotische aber liebenswerte Tusse, die dann von einem souveränen, liebenswerten und charmanten Herrn aus dem Schlamassel gezogen wird und die unter der Ägide dieser Herren dann ihre erfolglosen Selbsterhaltungsversuche als Hobby weiterführen können, wenn sie denn noch möchten.
Und warum ist das so?
Weil wir in reaktionären Zeiten leben, in denen die Frauen an den (reichen) Herd zurücksollen, weil wir in wirtschaftlich sich verschlechternden Zeiten leben und selbstbewußte Frauen eine Konkurrenz für die Männer sind.
Aber das hatten wir alles schon. Da regt sich niemand mehr drüber auf.
Und ich kann diese Trutschen einfach nicht leiden. Peinlich sind sie, peinliche Schnepfen.