Kategorien: Irrtum + Ignoranz

Online Presse im Werbe-Mantel

ich warte auf den Tag, da eine Zeitung ihrem Online-Auftritt gar keinen Platz mehr für redaktionelle Inhalte spendiert, sondern nur noch Werbung präsentiert.
Was denkt sich eine Redaktion, wenn über dem redaktionellen Teil und rechts davon 4cm breite Werbestreifen laufen?????

Das ist die neueste Sau, die durchs Dorf rennt.
Und wie immer wenn so etwas realisiert wird, wird es mit dem ominösen Leser-Kunden-Interesse legitimiert.
Das ist wie bei der Post, die jede Verschlechterung ihres Service mit Kunden-Forderungen begründet… (wir wollen kein Postamt in der Nähe mehr, wir wollen keine Zustellungen von lesefähigen und ortskundigen Zustellern mehr…)

und die TAZ macht den ganzen Scheiß nun auch mit. Und begründet ihre Selbst-Kastration mit den gesteigerten Erwartungen der Leser;=)
Meine Güte bin ich sauer. Demnächst verkaufen Sie mir Playstations und Klingeltöne

wo bleibt der Journalismus????

Ist das nicht eigenartig?

erst schwätzen diese Politiker unbedarft drauflos und hinterher bedauern sie unendlich die “Mißverständnisse”.

Erstaunlicherweise immer nur wenn es um die Vergangenheit der Alt-Nazis geht, die reingewaschen werden.

Ist ja nicht so ganz falsch

wenn ich statt “One Man Show” bei der Vorstellung der Lagerfeld-Ausstellung One Show Man lese

Wer sagts den Scheinheiligen?

Auf Nachfrage erklärte Ehrhart Körting schließlich, die Sicherheitslage habe sich durch die enorme Publizität des Falls nicht erhöht. Es gebe zwar weiterhin die abstrakte Sicherheitsgefährdung, aber keine konkreten Hinweise. Als auch er sich nebenbei für eine Wiederaufführung des Stückes ausspricht, bricht sich im Publikum eine Empörung Bahn, die schon lange in der Luft gelegen hat. Die lärmende Mehrheit braver Opernbesucher will offenbar eine mannhafte Entschuldigung des Senators. Es empört sie, wie Politik und Verwaltung die Intendantin erst zu einer falschen Entscheidung gedrängt, dann allein gelassen haben und am Ende über sie hergefallen sind. Was immer Harms jetzt sagt, es wird mit prasselndem Beifall quittiert.

Körting und Flierl sagen zu ihrer Verantwortung nur das Allernotwendigste und das schmallippig. Aber man sieht doch, die Sache bedrückt sie. Diese Gesellschaft, die dort auf dem Podium sitzt und stellvertretend für die ganze Gesellschaft bestückt ist, ist sich bei allen Unterschieden der Bedeutung der Freiheitswerte lebhaft bewusst. Jenseits der Schuldfrage weiß hier nun jeder, dass die Absetzung des Stücks falsch war. Es sind eben auch Dummheiten, die den Geist schärfen. Kirsten Harms ist bereit, Idomeneo wieder auf den Spielplan zu nehmen. Für diesen Fall, sagt sie, und nun strahlt sie, die Siegerin dieser Veranstaltung, in den Saal, “erbitte ich sehr herzlich ein schlüssiges Sicherheitskonzept.”

Die Berliner Zeitung resümiert die Berliner Diskussion,

der Tagesspiegel berichtet noch: Nachdem die Fernsehkameras der Veranstaltung ausgeschaltet waren, nutzte Intendantin Harms die Chance für ein persönliches Schlusswort. “Nach den ersten Presseveröffentlichungen war ich am Verzweifeln”, bekannte sie und bedankte sich beim Publikum für die vielen Briefe mit weitaus differenzierteren Meinungen, die sie in den letzten Tagen erhalten habe. “Dies machte es mir möglich, weiter zu inszenieren.” Am 15. Oktober hat Kirsten Harms Inszenierung von Alberto Franchettis Oper “Germania” Premiere.

Das freut mich für Frau Harms.

man plane nichts..

dpa meldet:

27 000 Kulturschaffende sind arbeitslos

BERLIN –

Im April waren in Deutschland knapp 27 000 Kulturschaffende arbeitslos gemeldet. Das teilte die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen zu den Auswirkungen des Hartz-IV-Gesetzes auf Künstler und Kulturschaffende mit. …… Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, plant die Bundesregierung keine Sonderregelungen in der Arbeitslosenversicherung zugunsten von Künstlern und Kulturmachern.

Wie denn auch, spätestens seit der Kanzlerschaft des Herrn G. Schr. ist ja die Kultur komplett aus der Wahrnehmung dieser unserer Repräsentanten geschwunden.

Gedenk-Schizophrenie

konstatiert die Berliner Zeitung

Der Bebelplatz ist zur Schaustätte einer neuen Gedenk-Schizophrenie geworden. Die einen feiern “Deutschland – Land der Ideen”, die anderen erinnern an die Sündenfälle unserer Geschichte. Die einen wissen nicht, was die andern tun, und da die Taten und die Untaten so eng mit einander zusammenhängen, drängen sie sich auf den selben Plätzen.

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Nochmal zu Kafka

es wird wahrgenommen, daß da eine Lücke gerissen wird. Die Fr schreibt darüber einen nachdenklichen, aber auch aufrüttelnden Bericht.

Und ich stelle fest, daß ich zu der kleinen Minderheit gehöre, eine unter 10.000, die in Deutschland diese wunderbare Zeitschrift, und auch so notwendige Zeitschrift, abonniert haben.

Es wird nur nicht deutlich, wie gross die Minderheit der zahlenden Abonnenten ist, zu der ich auch gehöre. Immerhin 15,00 EUR pro Jahr, das ist ein Betrag, hätten alle deutschen Abonnenten das bezahlt, 10.000 x 15 = 150.000 EUR, dann hätten drei Hefte finanziert werden können.

Aber die Abonnenten mucksen sich nicht, raffen sich nicht auf, es ruft sie keiner auf dazu, wer auch? weiterlesen »

keiner will Gott

aber alle wollen einen Papst

Grün: nicht schlauer, sondern genauso dumm, das aber mit Prinzip

Wie soll man das verstehen? Was für ein Interesse hat ein Stadtoberhaupt, die Einrichtungen seiner Stadt schlecht zu reden?

Tatsächlich können einem das Rätsel nur andere Politiker lösen, wenn sie mal eine redselige Minute haben.

Es ist, so sagen sie dann, für einen Politiker, und zwar egal welcher Couleur, grundsätzlich karrierefördernd, gegen Kultur zu sein. Es macht sich einfach gut, gegen die Subventionsverschwender von der Kultur harte Schritte anzukündigen und gegen die aufsässigen Bittsteller Entschiedenheit zu demonstrieren. Jeder Politiker wäre gern entscheidungsfreudig und verantwortungsbewusst – wenn er gegen die Geldverschwendung in der Kultur wettert, meint er, diese Rolle trefflich auszufüllen.



Aus der FR vom 18.03. über den Freiburger Bürgermeister

verköstigen? Wen? Wer?

m Kino Arsenal gab es diese Woche nicht nur das nahrhafte Filmprogramm des Forums zu verköstigen.

Das steht tatsächlich auf der Startseite der Berlinale 2005!

Tja, Augenmenschen brauchen auch keine Grammatik, Bild, Bewegung reicht wohl aus