Kategorien: Irrtum + Ignoranz

7 Leben hat die Katze,

aber wieviele hat dieser junge Mann?

Zum wiederholten Male ist in diesem Jahr ein junger Mann nach einem Sprung in den Main bei Frankfurt gestorben.

schreibt die FAZ. Sagt uns aber nicht, wie oft schon …

Lobby-Arbeit oder netzwerken?

Da lädt der größte Energielieferant Hamburgs, an den der vorige Senat die HEW ausgeliefert hatte, zu einem Sommerfest und alle üblichen Verdächtigen kommen. Auch der ehemalige Hamburger OB, der einfach so hinschmiß, der sich aber inzwischen wieder eine Rückkehr in die Politk vorstellen kann (wir nicht!), kommt und hält hof.

Der  Hofberichterstatter im Hamburger Abendblatt beschreibt dies so:

Zu spanischen Klängen und asiatischen Häppchen wurde genetzwerkt.

Ich nenne das Lobbyismus. Aber ist ja egal. Heute ist ja alles beliebig.

Oh Thüringen, du hast es besser!

Du hast den Landtagsabgeordneten Jörg Kellner, der den Staat von unwichtigen Aufgaben entlasten will.
Unter anderem von Kultur.
Denn staatliche Unterstützung der Kultur beschnitte die kulturelle Vielfalt des ländlichen Raums. So sagt er.

Klar. Er hat Recht.
Staatlich unterstützte Kultur könnte die Menschen im ländlichen Raum von RLT-Schauen und CDU-Wählen abhalten.

Wir bringen Sie ins Gefängnis…

wäre wohl der bessere Spruch bei dieser Werbung ….

HVV

Kann man zuviel Geld für Kultur ausgeben?

Muß man ein Theater ruinieren, nur weil es mehr Zuwendungen erhält als Theater in der schleswig-holsteinischen Kulturöde Rendsburg?

Das sind alles Fragen, die sich stellen, wenn man liest, was der Rechnungsprüfer des Landesrechnungshofs Mecklenburg-Vorpommern, Herr Hempel, von sich gab:

Hempel hielt dem entgegen, dass sich Greifswald im Vergleich zu finanzschwachen Ländern im Westen viel zu viel Theater leiste.Nach Berechnungen der Rechnungsprüfer betragen die TheaterZuschüsse pro Einwohner jährlich 55,70 Euro. Im bayrischen Landshut/Passau sind es 35,06 Euro, im schleswig-holsteinischen Flensburg und Rendsburg 28,07 Euro und selbst im sächsischen Zwickau kommt man nur auf 45,55 Euro

Das ist doch nicht so, als ob die alle unterschiedliche Preise für das gleiche Brötchen bezahlten.

Ich freue mich, daß Greifswald es mit der Kultur ernst nimmt und daß sich der Kulturdezernent der Stadt auch entschieden gegen die Aufforderung, die Theatersubvention um 50% zu kürzen, gestellt hat.

Tja, was der Hempel unter seinem Sofa nicht braucht, das kann man ruhig kaputt machen. Woanders werden die Leute ja auch unterversorgt und bleiben blöd.

Quelle: Ostsee-Zeitung:  Rechnungsprüfer: Stadt gibt noch zuviel Geld aus

Wer spricht mit wem wie?

Da ist doch eine merkwürdige Sprachzerrerei im Gange, verdruckst und peinlich:

Der Vergleich des Ministerpräsidenten Wulff sei „untragbar“ gewesen. Dessen Gedankenlosigkeit sei umso deutlicher zutage getreten, „als er seine Äußerung ausgerechnet in Gegenwart und auf Nachfragen einer Person machte, die aufgrund ihrer Geschichte ganz persönlich betroffen war und kraft ihres früheren Amtes als stellvertretendem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland einen berechtigten Einwand dagegen vorbringen konnte und muss“. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung erklärte zudem: „Vor diesem Hintergrund war es aus journalistischen Erwägungen geradezu geboten, dem Leser in Erinnerung zu rufen, dass Herr Wulff seinen Vergleich gegenüber einem jüdischen Mitbürger machte.“  (aus der FAZ )

Ach du lieber Himmel, solche Diskussionen führen doch gerade zu Diskriminierungen.
Demnächst muß jeder Mensch, mit dem spricht, eine Tafel auf der Stirn tragen, auf der Religionszugehörigkeit, Geschlechtszugehörigkeit, berufliche Vergangenheit und Strafregister aufgelistet ist. Ist doch echt bescheuert.

(Und aus Gründen der PC muss ich nun natürlich erklären, daß ich keinerlei Vorbehalte gegen den Drogenkonsumenten, "ukrainische-Dirnen"-Freier und Wichtigtuer Friedman sowie den christdemokratischen Ministerpräsidenten Wulff, der die Wirtschaft vor Progromen in Schutz nimmt, und das demokratisch-konservative Presseorgan FAZ hege)

 

Ich hab mir nichts dabei gedacht …

Auch der Herr Papst benutzt nun die Lieblings-Ausrede, die schon bei so manchen fürchterlichen Entgleisungen herhalten musste.

Und ob der Reaktionen ist Seine Un-Heiligkeit dann echt erschrocken.

Daß ein Holocaust-Leugner re-kommuniziert wird, ist in Ordnung. Maledict hat sich ja nichts dabei gedacht.

Daß aber nun aus Deutschland Kritik kommt, das sei nun eindeutig "antikatholisches Ressentiment".

Erstaunlich, daß dem Papst die Worte nicht fehlen, wo ihm die Gedanken doch komplett abhanden gekommen sind.

Update: 

In einem sehr lesenwerten Artikel auf Telepolis wird die ganze Vorgeschichte des immer unbegreiflicheren Starrsinns dieses Alten Mannes erläutert. Das Vorgehen Maledicts hat sehr wohl Methode.

Die obligat judenfeindliche Theologie der Lefebvre-Bewegung und ihrer historischen Vorläufer ist jedem kirchlichen Insider bekannt. Sie ist überdies so gut und breit belegt, dass bei einem "Nichtwissen" des Papstes diesem wirklich jegliche Amtsbefähigung abzusprechen wäre. Doch auch von einem solchen Nichtwissen kann keine Rede sein. 2007 und 2008 hat sich der Papst höchstpersönlich mit dem Themenfeld "katholischer Antijudaismus" auseinandergesetzt. Mit eigener Hand hat er dann die Neufassung der alten Karfreitagsbitte um "Erleuchtung" der Juden verfasst. Und hierbei ging es genau um jene Kreise, die jetzt ob ihrer Rehabilitation im Mittelpunkt des Skandals stehen.

 

 

Dummheit ist die größte Verschwörung

Bekanntermaßen gibt es die Suchmaschine Google.
Bekantermaßen gibt man Suchbegriffe ein und entscheidet, ob das gesamte Web, nur Seiten in der eigenen Sprache oder nur Seiten aus dem eigenen Land durchsucht werden soll.  

 

Man kann sich vorstellen, daß man bei kurzen Suchbegriffen, die nochdazu Allerwelts-Worte sind, viele Treffer findet.
Gibt man einen Suchbegriff aus 3 Buchstaben ein, z.B. Ort, und wählt dann noch "gesamtes Web" als Option, dann ist die Wahrscheinlichkeit, daß es viele viele Treffer zu diesen 3 Buchstaben gibt, sicherlich sehr hoch.

 

So ist es geschehen. Wäre dies einem normalen User aufgefallen, er hätte sich vielleicht gewundert und weitergesucht. Es ist aber einem selbsternannten Suchmaschinen-Experten geschehen und dieser wittert nun, da ein russischer Fernsehsender bei der Suche nach Ort an 1. Stelle gelistet wird, eine gewaltige russische Internet-Suchmaschinen-Manipulations-Verschwörung.

Und da die Netzbevölkerung Verschwörungen mehr denn Wissen liebt, stürzen sich alle QuerBlogger aus Klein-Bloggistan nun auf diese vermeintliche Aufdeckung, die ihrer Meinung umso mehr Hand und Fuß hat. als der Enthüllungs-Blogger vorgibt, russisch zu können, und es kommt zu einer unendlichen Zahl an Postings ob der bösen Russen, der Sinnhaftigkeit einer solchen Manipulation etc.

 

Da geht natürlich der Hinweis, daß ORT einfach das Akronym des russischen Fernseh-Senders ORT sei, unter. Das wäre ja zu einfach. Das bekommt man ja schon durch eine einfache Wikipedia-Suche heraus.
Da kann man sich ja nicht aufregen. 
Da wäre die Welt ja gar nicht böse. 

 

Nein, ich liste hier keine Links zu diesen sich selbst entblößenden Bloggern. 

ich bin unmodern

Wie Handys gehören MP3-Player mittlerweile zum Erscheinungsbild eines modernen Menschen.

heißt es da bei testticker.de , der Seite, wo die modernen Menschen auch kein richtiges Deutsch mehr können:

Trotz Umzugs nach Berlin fand das bekannte Verlagshaus noch Zeit, sich ein neues Internetportal zuzulegen.

GroßMoschee oder GroßKirche – was ist der Unterschied?

Der Perlentaucher zitiert Dieter Wellershoff, wie er sich in der FAZ äußert:
“Auch dem in Köln lebenden Schriftsteller Dieter Wellershoff ist nicht recht wohl beim Gedanken an die geplante Großmoschee im Stadtteil Ehrenfeld, und er bekennt, dass ihn “Filmaufnahmen muslimischer Großveranstaltungen, bei denen Massen gleichgekleideter Männer, dicht aneinandergedrängt, mit der Stirn auf dem Boden lagen, immer befremdet und abgestoßen (haben). Ich empfand diese hingestreckten Menschenleiber als eine kritische Masse unberechenbarer Energien, die von der lautsprecherverstärkten Stimme des Imans beherrscht und zu Teilen eines mächtigen Gesamtwillens verschmolzen werden.

Wenn ich richtig sehe, ist Köln doch eine recht katholische Stadt.
Was also ist also der Unterschied zwischen einer Großmosche und z.B. Fatima in Portugal?

Richtig! In Fatima liegen oder rutschen die Frauen gleich, aber schwarzgekleidet, auf dem Boden.

Das fand ich auch immer befremdend.
Die lautstärkerverstärkte Stimme stammt vom Priester, und den Gesamtwillen gibt es auch.

Was also ist der Unterschied Herr Wellershoff?