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Grundsätzliches: Theater

Theaterbühnen sind teuer, weil dort Menschen arbeiten, die angemessene Bezahlung verdienen. Theater sollten uns allen teuer sein, weil sie Kultur erhalten, vermitteln und zukunftstauglich machen. Wie teuer, ist zunächst eine Frage der Prioritäten, und erst danach eine des Gelds.

Joachim Mischke, Hamburger Abendblatt

Es brennt, meint das Abendblatt

Im Leitartikel vom 28. Mai 2010 kommt das Abendblatt zu dem Schluß:

Wenn das so weitergeht, kommt der Brandschutz für Hamburgs Kultur viel zu spät. Weil es in allen Ecken schwelt.

Deutliche Worte.


Kultur? WELT?

Gerade in der Kultur-Welt:

Kultur-Welt


Kultur als Brotkrumen … oder ist das wirklich nur Breadcrumb-Navigation?

Eine notwendige Dokumentation

über den Völkermord an den Armeniern läuft am Freitag in der ARD.

Das ist lobenswert.

Aber nicht lobenswert: daß die Sendungum 23:30 gesendet wird.

Vorher muss man wohl noch ein paar Krimis senden, individuelles Töten ist ja Hauptunterhaltung. Da sendet man den Völkermord dann lieber zu spätester Stunde.

Familienministerium …

nicht nur, daß GWesterwelle ebenso wie seine Spezls in dem undurchsichtigen Firmengeflecht des Herrn Boersch mitgefischt hat1 und diesen zur Belohnung auf Reisen mitnimmt, nein jetzt ist auch einer aus dieser Clique im Außenministerium selbst an leitender Position untergekommen…

für diesen Posten ist Herr Arntz durch seine frühere Tätigkeit für eine Glücksspielfirma in der Karibik ja bestens qualifiziert.

Die können sich nicht schämen. Die wissen ja nicht mal was das ist.

Aber dass der Außenminister Außenpolitik mit Geschäftemacherei verwechselt, ist schon sehr schlimm. So gibt er in einem Interview von sich:

„Der linke Zeitgeist hält Geschäftemachen für fragwürdig. Die Gesellschaft muss sich daran gewöhnen, dass das künftig anders ist“2

Nein, Herr GWesterwelle, Außenpolitik ist nicht nur Wirtschaftspolitik und Wirtschaft ist nicht nur Geschäftemachen. Ich glaube nicht, daß sich die Gesellschaft an solch schmierigen Nepotismus, wie Sie ihn unverhohlen und in voller Überzeugung, alles richtig zu machen, nicht gewöhnen will und wird.
An Sie als Vizekanzler und Außenminister kann und möchte ich mich nicht gewöhnen.


*1: siehe hierzu: Der Familienminister auf Reisen in der Süddeutschen
*2: siehe hier: FAZ vom13.03.2010


Dauergrinser als limbo-tanzender Oberlehrer …

da ich kein Fernsehen schaue, habe ich den ParForceRitt des FDP-Sekretärs nicht gesehen. Aber der Spiegel berichtet darüber online und in der ZDF-Mediathek ist er sicherlich auch zu finden.

Es ist schon interessant, welche rhetorische Spiegelfechterei da betrieben wird. Der Herr Lindner scheint nicht zu bemerken, dass er Alles nur noch schlimer macht.

Wie war das in der Bibel? Sie predigen Wasser und trinken Wein heißt es da. Die FDP hingegen predigt minimale Anstandsregeln und tanzt selbst noch unter diesem Minimum durch.

Ich kann beim besten Willen diese schlipstragenden, vor Selbstüberzeugung strotzenden Dauergrinser nicht mehr ertragen.

die schärfsten Kritiker der Elche

sind selber welche… Diese alte Volksweisheit bewahrheitet sich mit gerade mit  unglaublicher Penetranz

Eine wildgewordene Günstlingsbande schlägt, da ihnen aber auch alle Argumente zum Abwehren der Vorwürfe entgleiten, mit wirklich allen Totschlagsargumenten um sich, die ihnen gerade einfallen. Und diskreditieren sich damit in deutlichster Weise selbst.

??? Die Kritik an Westerwelles Hofschranzen sei demokratiegefährdend? – Eher im Gegenteil, gehören doch Kritik und Transparenz zum unabdingbaren Repertoire der Demokratie. Ob ein Unternehmer, der sein Geschäftskonzept als schnell, oberflächlich und opportunistisch bezeichnet und ein Geflecht aus über 200 Firmenschachteln bastelt, in dem immer auch mal wieder Familienmitglieder des Herrn Außenministers Posten innehaben, schwul ist, interessiert doch wohl allerhöchstens am Rande. Die Steuerfahndung sollte sich für ganz andere Dinge interessieren…

??? Die Kritik an Westerwelles Ich-Auch-Bürschchen sei schwulenfeindlich? Ja, ist der Herr Boersch denn auch schwul? Wusste ich ja noch gar nicht… (Und interessiert mich auch nicht)

??? “Die anderen tuns aber auch … ” tja, mit einem Unterschied, Gabriel hat Vertreter der produzierenden Industrie auf seinen Reisen dabei gehabt, wohingegen Westerwelles Entourage sich wohl aus firmenverflechtenden Steuerfluchthelfern(“Summa summarum…”) zusammensetzt.

Unter Mißbrauch der Demokratie (eher der republikanischen Staatsordnung, aber so genau nehmen es die Herren Interessenhaber ja nicht) verstehe ich, wenn ein Außenministerium Erklärungen des Geliebten oder des Bruders (so genau will ich das gar nicht wissen) des Außenministers abgeben muß.

Ja sind wir denn in einer südamerikanischen Bananenrepublik (dieses Ressentiment sei hier als rhetorische Figur gebraucht)? Da sind sie auch katholisch.

Und da schließt sich der Kreis.

Kritik an kinderschändenden Pfaffen ist antiklerikal und Kritik an Hedgefond-Verwirrungs-Geschäftsleute-Liebchen ist demokratiefeindlich.

Danke schön für diese Lektion in Staatsbürgerkunde, werte Freche Dumme Philister (FDP)!

Es wird Zeit, dass diese Regierung sich selbst beendet.
Dann kann Frau Merkel hoffentlich auch wieder besser schlafen.

Und wir steuerzahlenden Bundesbürger müssen uns nicht von dummdreisten Raffkes belehren lassen und von peinlichen Figuren im Ausland vertreten lassen.

Leben nur zur Ladenöffnungszeit? Wellness für IKEA?

Kein IKEA in AltonaDie  IKEA-in-Altona-Befürworter behaupten, IKEA brächte Leben in die Neue Große Bergstrasse.
Die IKEA-in-Altona-Befürworter wollen, daß sich alle in Altona wohlfühlen sollen (also auch IKEA).

Die  IKEA-in-Altona-Gegner behaupten, ein Leben findet auch außerhalb der Ladenöffnungszeit statt und fordern ein gemischtes Zentrum aus Wohnbebauung und Handel.

Welche Position steht für Stadtentwicklung?

Wer hat begriffen, daß ein gescheitertes Handelszentrum, das den Stadtteil verödet, nicht durch noch ein größeres Handelszentrum wiedergutgemacht werden kann?
Welche Position hat begriffen, daß Altona in großer Gefahr ist, den urbanen Charakter zu verlieren und zur Gewerbe-Ansiedlung zu werden?

Mein Votum haben die IKEA-in-Altona-Gegner.

Quellen: Kein Ikea in Altona.de und das IKEA-Streitgespräch im Abendblatt.

Deklination unbekannt? Ein Neujahrs-Wunsch

Beim morgendlichen Stöbern in all den Beiträgen, die da aus der Blogosphäre herangeschwemmt werden, bleibe ich immer wieder hängen. Nicht an interessantem Inhalt, nein an sprachlichen Lücken und Grammatikfehlern, die so eigentlich nicht vorkommen sollten.

Wie kann das angehen, daß so gravierende Fehler wie

Weihnachtsgrüße an Euch allen und (http://www.texto.de/weihnachtsgruesse-an-euch-allen-und-929/)

oder

Für die wohl umstrittenste sozialpolitische Entscheidung in der Geschichte der Bundesrepublik liegen somit fünf Jahre an praktische Erfahrungen vor (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31781/1.html)

unbemerkt durch"rutschen"? Ist das nur Schlamperei oder Unfähigkeit?

Bei Telepolis scheint es woh eher Unfähigkeit zu sein, denn der zitierte Artikel liefert weitere Fehler, die einem Lektor, oder zumindest einem Gegenleser hätten auffallen müssen.

nicht müde zu betonen, die Reformen würden "wirken". (das hieße doch eher: die Reformen wirkten….)

In dieses Horn bläst auch .. (wäre da nicht stoßen angebracht?)

Die Wirkung der Arbeitsmarktreformen…  ist so weder …erhärtet.(wird erhärtet)

Ich weiß, meine Kritik wird wieder zurückgewiesen mit dem Hinweis, das Internet sei ein schnelles Medium und deshalb….

Das Argument lasse ich aber nicht gelten, denn korrekter Sprachgebrauch funktioniert genauso schnell wie falscher Sprachgebrauch. Und deshalb mein Wunsch:

Leute, sprecht richtig! Schreibt korrekt! Nervt nicht mit Eurer infantilen Grammatik!

Wer ernstgenommen werden möchte, muß korrekt schreiben können.

Sonst disqualifiziert er sich schon im Voraus.

Laßt die Toten ruhen!

Wer sich seiner Gegenwart unsicher ist oder die Zukunft fürchtet zu gestalten, der gräbt die Vergangenheit aus und läßt die Toten nicht ruhen.

So erging es Garcia Lorca, dessen Grab gefunden werden sollte, nun soll Leonarda da Vinci exhumiert werden.

Es ist schamlos und respektlos.