und beim Plagiatefinden sind sie ganz vorne…
Peter Bürger weist in der Telepolis auf einen viel gefährlichereren Aspekt als die unzulässige Abschreiberei hin:
Die Etablierung einer verfassungswidrigen Wirtschaftskriegsdoktrin wird durch die Hintertür kommen, durch Gleichgültigkeit, Gewöhnung und einen grassierenden Gedächtnisverlust bezogen auf die Geschichte der Neuzeit. Verfassungsfeinde nennt man heute nur diejenigen, die den neuen Imperialismus im Zeitalter der Rohstoffverknappung als ein Verbrechen an der Menschheit betrachten.
Quelle: Peter Bürger, Das Spektakel um Guttenberg verweist auf eine skandalöse Gleichgültigkeit der Medien, Telepolis
da hier neulich ein Kommentar aufkam, der als Spam wegsortiert wurde, aber die Frage stellte:
Gibt es hier keinen Facebook-I like it – Button oder habe ich ihn nur nicht gesehen?
möchte ich klarstellen:
hier gibt es keinen Facebook Button
Dieser I like it Button verstößt gegen das deutsche Datenschutzgesetz
Ich renne bei dieser Sau, die durch das globale Dorf rennt, nicht mit und nutze FB nicht.
Die Kapitalisierung unserer Republik schreitet ununterbrochen voran. Mir stoßen zwei Dinge ganz besonders auf:
- Mit der Neu-Ordnung der Gebührenregelung für die Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten wird jeder Bürger zur Zwangsfinanzierung gezwungen. (Was die Öffentlich-Rechtlichen keineswegs dazu bringen wird, ihren Bildungs- und Kulturaufftrag nun endlich einmal zu erfüllen.)
Die von den Bürgern dieses Landes finanzierten Sendungen, Essays, Features etc. jedoch dürfen den Bürgern nicht uneingeschränkt zur Verfügung gestellt werden (wie dies über die Mediatheken der Sender begann).
Nein, da seien die unsäglichen Privaten mit ihrem Dreck und Schund vor Sie haben es erreicht, daß Sendungen nurmehr eine Woche zur Verfügung gestellt werden dürfen, eine längere Zeitspanne oder eine unbegrenzte Zeitspanne sei ein Wettbewerbsvorteil für die Öffentlich-Rechtlichen.
Ja was denn? Ein Rundfunk-Feature über die “Geburt der Romantik” ist Konkurrenz für eine Trallala-Werbe-Dauersendung?
Dies ist wieder einmal eine Enteignung des Volkes durch die Kapital-Monopole, die damit natürlich ein kulturpolitisches Ziel verfolgen: die Verdummung der Republik. Und das ist Frau Merkel, die Nachfolgerin Kohls, der das alles begann, natürlich gerade recht. Sie braucht geneigte Industrie und dumme Bürger.
- Und nun wollen die Herren Verleger, daß schon das Aufrufen von Online-Inhalten, die sie ja eigentlich online stellen, damit man sie liest, kostenpflichtig sein soll.
Das ist absurd.
Journalisten werden die Rechte an ihren Artikeln verlieren, wenn sie sie an Verleger verkauft haben.
Und so weiter auf dem Weg zur vollständigen Kapitalisierung aller auch immateriellen Werte.
Alle wichtigen Inhalte und Argumente finden Sie bei http://leistungsschutzrecht.info/
Ich schließe mich den Argumenten dieser Initiative an.
in Hamburg, der Hauptstadt der ehrbaren hanseatischen Kaufleute, kann man einen Politiker, der wegen einer Parteispenden in üblem Geruch steht, zum Finanzsenator machen. Da ist man ganz cool.
Uncool ist dann der Herr Senator, wenn er wegen mangelnder Respektabilität angegriffen wird. Da schmeißt er einfach hin. Und unsere grünen Koalitionspartner?
Schulsenatorin Christa Goetsch (GAL) hat den Rücktritt mit Bedauern zur Kenntnis genommen. „Das ist seine Entscheidung, die wir zu respektieren haben”, sagte Goetsch. Zu der Nachfolge wollte sich die Zweite Bürgermeisterin nicht äußern. „Das ist die Entscheidung von Bürgermeister Ahlhaus.”
Mit welchem Schwanz wedelt dieser Hund?
Es ist nicht mal mehr ein Trauerspiel.

So sehen es die Abendblattleser.
Aber was soll man bei den Neuwahlen wählen? Eine Chance hätte doch nur die SPD mit den Grünen zusammen. Wollen wir das?
Theaterbühnen sind teuer, weil dort Menschen arbeiten, die angemessene Bezahlung verdienen. Theater sollten uns allen teuer sein, weil sie Kultur erhalten, vermitteln und zukunftstauglich machen. Wie teuer, ist zunächst eine Frage der Prioritäten, und erst danach eine des Gelds.
Joachim Mischke, Hamburger Abendblatt
Im Leitartikel vom 28. Mai 2010 kommt das Abendblatt zu dem Schluß:
Wenn das so weitergeht, kommt der Brandschutz für Hamburgs Kultur viel zu spät. Weil es in allen Ecken schwelt.
Deutliche Worte.
Gerade in der Kultur-Welt:

Kultur als Brotkrumen … oder ist das wirklich nur Breadcrumb-Navigation?
über den Völkermord an den Armeniern läuft am Freitag in der ARD.
Das ist lobenswert.
Aber nicht lobenswert: daß die Sendungum 23:30 gesendet wird.
Vorher muss man wohl noch ein paar Krimis senden, individuelles Töten ist ja Hauptunterhaltung. Da sendet man den Völkermord dann lieber zu spätester Stunde.
nicht nur, daß GWesterwelle ebenso wie seine Spezls in dem undurchsichtigen Firmengeflecht des Herrn Boersch mitgefischt hat1 und diesen zur Belohnung auf Reisen mitnimmt, nein jetzt ist auch einer aus dieser Clique im Außenministerium selbst an leitender Position untergekommen…
für diesen Posten ist Herr Arntz durch seine frühere Tätigkeit für eine Glücksspielfirma in der Karibik ja bestens qualifiziert.
Die können sich nicht schämen. Die wissen ja nicht mal was das ist.
Aber dass der Außenminister Außenpolitik mit Geschäftemacherei verwechselt, ist schon sehr schlimm. So gibt er in einem Interview von sich:
„Der linke Zeitgeist hält Geschäftemachen für fragwürdig. Die Gesellschaft muss sich daran gewöhnen, dass das künftig anders ist“2
Nein, Herr GWesterwelle, Außenpolitik ist nicht nur Wirtschaftspolitik und Wirtschaft ist nicht nur Geschäftemachen. Ich glaube nicht, daß sich die Gesellschaft an solch schmierigen Nepotismus, wie Sie ihn unverhohlen und in voller Überzeugung, alles richtig zu machen, nicht gewöhnen will und wird.
An Sie als Vizekanzler und Außenminister kann und möchte ich mich nicht gewöhnen.
*1: siehe hierzu: Der Familienminister auf Reisen in der Süddeutschen
*2: siehe hier: FAZ vom13.03.2010
da ich kein Fernsehen schaue, habe ich den ParForceRitt des FDP-Sekretärs nicht gesehen. Aber der Spiegel berichtet darüber online und in der ZDF-Mediathek ist er sicherlich auch zu finden.
Es ist schon interessant, welche rhetorische Spiegelfechterei da betrieben wird. Der Herr Lindner scheint nicht zu bemerken, dass er Alles nur noch schlimer macht.
Wie war das in der Bibel? Sie predigen Wasser und trinken Wein heißt es da. Die FDP hingegen predigt minimale Anstandsregeln und tanzt selbst noch unter diesem Minimum durch.
Ich kann beim besten Willen diese schlipstragenden, vor Selbstüberzeugung strotzenden Dauergrinser nicht mehr ertragen.