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Es brennt, meint das Abendblatt

Im Leitartikel vom 28. Mai 2010 kommt das Abendblatt zu dem Schluß:

Wenn das so weitergeht, kommt der Brandschutz für Hamburgs Kultur viel zu spät. Weil es in allen Ecken schwelt.

Deutliche Worte.


Wenn es brennt…

muß man löschen. In Hamburg hingegen schließt man dann Museen.

Erst die Galerie der Gegenwart für wenige Monate, jetzt das Altonaer Museum für zweieinhalb Jahre.

Auch hier wieder Brandschutz als vorgeschobener Grund.

Wer sind hier die Brandstifter?

Doch wohl dieser unselige Senat, der das Tafelsilber der Stadt verkauft, Krankenhäuser zum Beispiel, die nicht mal bezahlt sind vom Käufer, für deren Minus-Bilanz aber doch wieder die Stadt einstehen soll, dieser Senat, der meint eine HSH Nordbank mitbegründen zu müssen und deren Vorstand mit hochkriminellen Herrschaften bestücken zu müssen …

Zu  anderen Zeiten hat man solche “Stadtherren” geteert und gefedert und dann aus der Stadt gejagt.

Durchgebrannt oder durchgeknallt?

Hamburger Museen sind chronisch unterfinanziert.

Die Hamburger Kunsthalle / Galerie der Gegenwart reduzierte die Sonderausstellungen. Die Hamburger Kunsthalle /Galerie der Gegenwart reduzierte das Personal.
Die Hamburger Kunsthalle / Galerie der Gegenwart wird für mehrere Monate geschlossen.

Die Hamburger Kulturbehörde hat gelernt. Wenn es Probleme gibt, ist die Bausubstanz oder die Baufirma etc. dran schuld.

Also ist die Galerie der Gegenwart wegen defekter Brandschutzklappen monatelang geschlossen.

Die “Regierung” von Beust mit Frau von Welck (parteilos) und Konsorten hat dermaßen abgewirtschaftet und wirtschaftet die Stadt noch in die Pleite. Arm an Geist ist sie schon.

Hamburg ist um … reicher

Diese Hohlformel begegnet mir immer wieder.
Eine Behauptung, die da hingestellt wird. Ob es stimmt oder nicht.

Hamburg ist um ein internationales Jazzfestival reicher1

Hamburg ist um eine intelligente Attraktion reicher 1

die letztere  Behauptung ist ja noch verstiegener.

Wer gibt den Herrschaften die Überzeugung für solche Behauptungen?

Hamburg hat keinerlei kulturellen Reichtum, nur eine hilflose und herrische Kultur-Senatorin und ein Riesen-BauDefizit… aber dieses für die Hochkultur

Da kann man als kleiner Kulturschaffender noch so sehr laut im Wald pfeifen, das wird nichts


*1: Elbjazz
*2: Hamburger Automatenverlag

Wie liederlich

eine Stadt verwaltet wird, zeigt sich auch an der Leichtfertigkeit, mit der die Stadtoberen die Museumssammlungen oder Teile davon auf den Markt werfen würden wenn sie könnten…

Die Hamburger Kunsthalle soll Gemälde verkaufen, um die Schulden zu decken.

Ja und irgendwann werden dann die leeren Museumswände zu Spar-Konzept-Exponaten.

Quelle: Hamburger Abendblatt, 8.12.2009

Ein Drittel wäre schon zusammen…

Die Stadt Hamburg hat dem Maritimen Museum viel Geld gegeben. Soviel Geld, daß das alles gar nicht aufgebraucht wurde.
Rund drei Millionen Euro sind noch übrig.
Die plant man dem Stiftungsvermögen zuzuführen, verlautet es.

Abgesehen davon, daß die Stadt zwar Projekten Geld gibt, aber nicht stiftet und in Stiftungsvermögen nur Stiftungsgeld einfließen darf, ist das doch eine sehr erfreuliche Meldung:

1x Maritimes Museum und 1,5 x Herrn Nonnenmachers Abfindung = die 10 Millionen, die "einzusparen" sind, sind fast aufgebracht!  Ohne der Kultur ein Haar zu krümmen.

Quelle: Hamburger Abendblatt

Was sind 10 Millionen gegen 6 Milliarden

oder wer muß den Gürtel enger schnallen?

Frau Kultursenatorin (parteilos) meint, natürlich müsse man sparen. Immerhin kämen harte Zeiten auf Hamburg zu. 6 Milliarden Kreditlast.

Auffällig ist, daß Frau Kultursenatorin (parteilos) immer von "natürlich" spricht, dann braucht sie nämlich nichts begründen.

"Natürlich" müssen auch die Kulturschaffenden sparen.
Damit ist klar bewiesen, daß Banker keine Kultur schaffen.

Denn 2,5 Nonnenmacher sind ein Kultur-Haushalt-Einsparungs-Schnitt.

PS:

Frau Kultursenatorin (parteilos) schreib heute in der WELT und sprach auf Hamburg1.
 

Hamburg in schlechten Händen

Rechnen gehört zu den Kultur-Techniken und ein guter Hanseatischer Kaufmann kann gut rechnen.

Die Hamburger Regierungs-Mischpoke jedoch plündert die Bevölkerung aus, daß es nur noch zum Heulen ist, und alle halten still oder trauen sich nicht, da wirklich mal an der Tür zu rütteln und den Rechnungshof einzuschalten oder Strafanzeige wegen Veruntreuung zu stellen.

Nicht nur die vollkommen überzogene Elbphilharmonie, deren noch nicht abzusehender Endpreis ein solch Vielfaches des geschätzten und beworbenen Preises ausmachen wird und Hamburg auf Jahre tief verschulden wird, nein auch die Hafen-Universität, die niemand braucht und die keiner will außer o.g. Regierungs-Klüngel, kommt den Steuerzahler teuer zu stehen.

Da berichtet das Abendblatt:

Auch der Rechnungshof riet der Behörde darzulegen, ob die 58 Millionen Euro Mehrkosten eines Neubaus für insgesamt rund 73 Millionen Euro gegenüber dem Ausbau des derzeitigen HCU-Standorts in der City Nord für geschätzte 15 Millionen Euro "noch gerechtfertigt" seien.

Zudem wäre nach Ansicht des Rechnungshofs ein Neubau in Wilhelmsburg anstelle des prominenteren Standorts in der HafenCity um 16 Millionen Euro günstiger. Durch diese Lösung ließen sich auch stadtplanerische Ziele wie die Entwicklung der Quartiere in Wilhelmsburg erreichen.

Wenn ich das nachrechne, sieht das für mich so aus:

  1. die bestehende Universität in der City Nord muß renoviert werden. Dies würde 15 Millionen kosten.
  2. Der Senat möchte aber die HafenCity beleben und will diese Uni in die Hafencity holen.
    Ein solcher Neubau würde 73 Millionen kosten, also 58 Millionen mehr.
    Hieß zwar zuerst 39 Millionen, aber nun denn. Aber man hats ja.
  3. Ein alternativer Standort in WIlhelmsburg käme auf  (73 – 16 = 47) Millionen.

Wovon können wir ausgehen? In der Hafencity wird gebaut. Und weil das da zu klein ist, schaffen wir eben ein paar Studenten ab.

Rund 250 Studienplätze weniger für 58 Millionen mehr.. da soll nochmal einer sagen, die Hamburger täten nichts für die Bildung und die Studenten seien Ihnen nichts wert.

 

 

Sie ist im Tal der Tränen …

Frau von Welck äußert sich zu den unendlichen Kosten der Elbphilharmonie im Abendblatt:

Abendblatt:

Aber wenn Sie ein Haus für alle wollen, muss man da nicht am Anfang höhere Verluste einkalkulieren, um die Eintrittspreise erschwinglich zu halten?
von Welck:
Die Elbphilharmonie ist ein so besonderes Konzerthaus, dass es keine Probleme geben wird, die Säle zu füllen. Das zeigen die Erfahrungen aus anderen Städten.

Wenn Sie sich da mal nicht täuscht.

Siehe die Erfahrungen aus Essen: aus der ZEIT:
In Nordrhein-Westfalen wachsen die Säle wie Wiesenchampignons: ……

Doch ist der Fall Essen nicht allein typisch fürs Ruhrgebiet. Er ist auch typisch für die Allüren vieler Gernegroßstädte, die landauf, landab Kultur zur Imagepflege am liebsten wie Sitzmöbel aus dem Luxuskatalog einkaufen lassen. Und sich dann wundern, wieso die Sessel so leer bleiben wie die Kassen.