eine Stadt verwaltet wird, zeigt sich auch an der Leichtfertigkeit, mit der die Stadtoberen die Museumssammlungen oder Teile davon auf den Markt werfen würden wenn sie könnten…
Die Hamburger Kunsthalle soll Gemälde verkaufen, um die Schulden zu decken.
Ja und irgendwann werden dann die leeren Museumswände zu Spar-Konzept-Exponaten.
Quelle: Hamburger Abendblatt, 8.12.2009
Die Stadt Hamburg hat dem Maritimen Museum viel Geld gegeben. Soviel Geld, daß das alles gar nicht aufgebraucht wurde.
Rund drei Millionen Euro sind noch übrig.
Die plant man dem Stiftungsvermögen zuzuführen, verlautet es.
Abgesehen davon, daß die Stadt zwar Projekten Geld gibt, aber nicht stiftet und in Stiftungsvermögen nur Stiftungsgeld einfließen darf, ist das doch eine sehr erfreuliche Meldung:
1x Maritimes Museum und 1,5 x Herrn Nonnenmachers Abfindung = die 10 Millionen, die "einzusparen" sind, sind fast aufgebracht! Ohne der Kultur ein Haar zu krümmen.
Quelle: Hamburger Abendblatt
oder wer muß den Gürtel enger schnallen?
Frau Kultursenatorin (parteilos) meint, natürlich müsse man sparen. Immerhin kämen harte Zeiten auf Hamburg zu. 6 Milliarden Kreditlast.
Auffällig ist, daß Frau Kultursenatorin (parteilos) immer von "natürlich" spricht, dann braucht sie nämlich nichts begründen.
"Natürlich" müssen auch die Kulturschaffenden sparen.
Damit ist klar bewiesen, daß Banker keine Kultur schaffen.
Denn 2,5 Nonnenmacher sind ein Kultur-Haushalt-Einsparungs-Schnitt.
PS:
Frau Kultursenatorin (parteilos) schreib heute in der WELT und sprach auf Hamburg1.
Rechnen gehört zu den Kultur-Techniken und ein guter Hanseatischer Kaufmann kann gut rechnen.
Die Hamburger Regierungs-Mischpoke jedoch plündert die Bevölkerung aus, daß es nur noch zum Heulen ist, und alle halten still oder trauen sich nicht, da wirklich mal an der Tür zu rütteln und den Rechnungshof einzuschalten oder Strafanzeige wegen Veruntreuung zu stellen.
Nicht nur die vollkommen überzogene Elbphilharmonie, deren noch nicht abzusehender Endpreis ein solch Vielfaches des geschätzten und beworbenen Preises ausmachen wird und Hamburg auf Jahre tief verschulden wird, nein auch die Hafen-Universität, die niemand braucht und die keiner will außer o.g. Regierungs-Klüngel, kommt den Steuerzahler teuer zu stehen.
Da berichtet das Abendblatt:
Auch der Rechnungshof riet der Behörde darzulegen, ob die 58 Millionen Euro Mehrkosten eines Neubaus für insgesamt rund 73 Millionen Euro gegenüber dem Ausbau des derzeitigen HCU-Standorts in der City Nord für geschätzte 15 Millionen Euro "noch gerechtfertigt" seien.
Zudem wäre nach Ansicht des Rechnungshofs ein Neubau in Wilhelmsburg anstelle des prominenteren Standorts in der HafenCity um 16 Millionen Euro günstiger. Durch diese Lösung ließen sich auch stadtplanerische Ziele wie die Entwicklung der Quartiere in Wilhelmsburg erreichen.
Wenn ich das nachrechne, sieht das für mich so aus:
- die bestehende Universität in der City Nord muß renoviert werden. Dies würde 15 Millionen kosten.
- Der Senat möchte aber die HafenCity beleben und will diese Uni in die Hafencity holen.
Ein solcher Neubau würde 73 Millionen kosten, also 58 Millionen mehr.
Hieß zwar zuerst 39 Millionen, aber nun denn. Aber man hats ja.
- Ein alternativer Standort in WIlhelmsburg käme auf (73 – 16 = 47) Millionen.
Wovon können wir ausgehen? In der Hafencity wird gebaut. Und weil das da zu klein ist, schaffen wir eben ein paar Studenten ab.
Rund 250 Studienplätze weniger für 58 Millionen mehr.. da soll nochmal einer sagen, die Hamburger täten nichts für die Bildung und die Studenten seien Ihnen nichts wert.
Frau von Welck äußert sich zu den unendlichen Kosten der Elbphilharmonie im Abendblatt:
Abendblatt:
Aber wenn Sie ein Haus für alle wollen, muss man da nicht am Anfang höhere Verluste einkalkulieren, um die Eintrittspreise erschwinglich zu halten?
von Welck:
Die Elbphilharmonie ist ein so besonderes Konzerthaus, dass es keine Probleme geben wird, die Säle zu füllen. Das zeigen die Erfahrungen aus anderen Städten.
Wenn Sie sich da mal nicht täuscht.
Siehe die Erfahrungen aus Essen: aus der ZEIT:
In Nordrhein-Westfalen wachsen die Säle wie Wiesenchampignons: ……
Doch ist der Fall Essen nicht allein typisch fürs Ruhrgebiet. Er ist auch typisch für die Allüren vieler Gernegroßstädte, die landauf, landab Kultur zur Imagepflege am liebsten wie Sitzmöbel aus dem Luxuskatalog einkaufen lassen. Und sich dann wundern, wieso die Sessel so leer bleiben wie die Kassen.