Kategorien: GeldVielHarmonie

FTD ade …

wie kann eine Zeitung, deren Thema “Wirtschaft” und “Economy” ist, pleite gehen?

Ich wundere mich über Mehreres:

Über das Gedöns, das um die Einstellung der Financial Times Deutschland gemacht wird, aber das ist ja seit Hans und Franz stündlich Börsennachrichten ertragen müssen anscheinend normal. Da wird so etwas schnell zum Thema.

Über die Tatsache, daß eine Zeitschrift mit diesem Thema wirtschaftlich so schlecht geleitet wird, daß sie pleite geht. Lesen denn die Herausgeber ihre eigenen Inhalte nicht?

trägt er schwer?

„Soweit diese Probleme in meiner Amtszeit liegen, trage ich dafür die Verantwortung im Guten wie im Schlechten“.

Ich frage mich immer, wie das “Verantwortung-Tragen” aussieht, wenn ein Politiker wie nun Herr v. Beust ob seines philharmonischen Desasters davon spricht und sie sogar übernimmt.

Verhebt sich der Politiker? Den angerichteten Schaden trägt ja der Steuerzahler, was also?

 

mit solchen Webseiten

versucht die Freie und Hansestadt Hamburg das Geld hereinzubekommen, das sie für die Anschaffung der 112 Millionen Euro teuren Software für die Sozialbehörde braucht.

Webportal der Freien und Hansestadt Hamburg

Wieder einmal ein Beispiel für den verantwortungslosen Umgang der Hamburger Regierung mit dem Geld der Bürger.

Ich arbeite seit mehr als 20 Jahren in einer Software-Firma für Große Verwaltungen und weiß, daß dieser Preis absolut überzogen ist. Hat sich da der Entscheiderkreis ein Beispiel an den für die Elbphilharmonie verantwortlichen Kollegen genommen?

Ich fasse beides nicht.

Das WebPortal ist einer Landeshauptstadt sicherlich nicht würdig, wirkt wirklich wie der verzweifelte Versuch dochnoch irgendwoher Geld zu bekommen, das an allen Ecken und Enden fehlt.

Wer behauptete, Sozialdemokraten könnten nicht mit Geld umgehen? Diese Hamburger CDU kann prima mit Geld umgehen, nämlich mit dem der Bürger. Wir wissen nur nicht, in welchen Taschen es landet.

Wie gut hat es die Hamburger CDU,

daß die Koalition beendet ist.

Da kann man den Herrn Nonnenmacher weitermachen lassen und der parlamentarische Untersuchungsausschuß zur Elbphilharmonie kann gerade noch mal Herrn Stuth vorladen, der ja zu dem Deseaster am wenigsten zu sagen hat, und dann beendet er seine Tätigkeit.

Politik für den Bürger, sagt die CDU. Tja, fragt sich nur für welche Bürger?

Es brennt, meint das Abendblatt

Im Leitartikel vom 28. Mai 2010 kommt das Abendblatt zu dem Schluß:

Wenn das so weitergeht, kommt der Brandschutz für Hamburgs Kultur viel zu spät. Weil es in allen Ecken schwelt.

Deutliche Worte.


Wenn es brennt…

muß man löschen. In Hamburg hingegen schließt man dann Museen.

Erst die Galerie der Gegenwart für wenige Monate, jetzt das Altonaer Museum für zweieinhalb Jahre.

Auch hier wieder Brandschutz als vorgeschobener Grund.

Wer sind hier die Brandstifter?

Doch wohl dieser unselige Senat, der das Tafelsilber der Stadt verkauft, Krankenhäuser zum Beispiel, die nicht mal bezahlt sind vom Käufer, für deren Minus-Bilanz aber doch wieder die Stadt einstehen soll, dieser Senat, der meint eine HSH Nordbank mitbegründen zu müssen und deren Vorstand mit hochkriminellen Herrschaften bestücken zu müssen …

Zu  anderen Zeiten hat man solche “Stadtherren” geteert und gefedert und dann aus der Stadt gejagt.

Durchgebrannt oder durchgeknallt?

Hamburger Museen sind chronisch unterfinanziert.

Die Hamburger Kunsthalle / Galerie der Gegenwart reduzierte die Sonderausstellungen. Die Hamburger Kunsthalle /Galerie der Gegenwart reduzierte das Personal.
Die Hamburger Kunsthalle / Galerie der Gegenwart wird für mehrere Monate geschlossen.

Die Hamburger Kulturbehörde hat gelernt. Wenn es Probleme gibt, ist die Bausubstanz oder die Baufirma etc. dran schuld.

Also ist die Galerie der Gegenwart wegen defekter Brandschutzklappen monatelang geschlossen.

Die “Regierung” von Beust mit Frau von Welck (parteilos) und Konsorten hat dermaßen abgewirtschaftet und wirtschaftet die Stadt noch in die Pleite. Arm an Geist ist sie schon.

Hamburg ist um … reicher

Diese Hohlformel begegnet mir immer wieder.
Eine Behauptung, die da hingestellt wird. Ob es stimmt oder nicht.

Hamburg ist um ein internationales Jazzfestival reicher1

Hamburg ist um eine intelligente Attraktion reicher 1

die letztere  Behauptung ist ja noch verstiegener.

Wer gibt den Herrschaften die Überzeugung für solche Behauptungen?

Hamburg hat keinerlei kulturellen Reichtum, nur eine hilflose und herrische Kultur-Senatorin und ein Riesen-BauDefizit… aber dieses für die Hochkultur

Da kann man als kleiner Kulturschaffender noch so sehr laut im Wald pfeifen, das wird nichts


*1: Elbjazz
*2: Hamburger Automatenverlag

Wie liederlich

eine Stadt verwaltet wird, zeigt sich auch an der Leichtfertigkeit, mit der die Stadtoberen die Museumssammlungen oder Teile davon auf den Markt werfen würden wenn sie könnten…

Die Hamburger Kunsthalle soll Gemälde verkaufen, um die Schulden zu decken.

Ja und irgendwann werden dann die leeren Museumswände zu Spar-Konzept-Exponaten.

Quelle: Hamburger Abendblatt, 8.12.2009

Ein Drittel wäre schon zusammen…

Die Stadt Hamburg hat dem Maritimen Museum viel Geld gegeben. Soviel Geld, daß das alles gar nicht aufgebraucht wurde.
Rund drei Millionen Euro sind noch übrig.
Die plant man dem Stiftungsvermögen zuzuführen, verlautet es.

Abgesehen davon, daß die Stadt zwar Projekten Geld gibt, aber nicht stiftet und in Stiftungsvermögen nur Stiftungsgeld einfließen darf, ist das doch eine sehr erfreuliche Meldung:

1x Maritimes Museum und 1,5 x Herrn Nonnenmachers Abfindung = die 10 Millionen, die "einzusparen" sind, sind fast aufgebracht!  Ohne der Kultur ein Haar zu krümmen.

Quelle: Hamburger Abendblatt