Kategorien: Erfreuliches

Ein Schiff wird kommen…

und wenns nur eins mit Streusalz ist, aber wir Hamburger freuen uns ja schon über alles…

Fast könnte  man meinen, wir Hanseaten hätten auch eine schwarzgelbe Koalition und Guido hätte uns was von dem zentralen Streusalzlager seines unbekannten Spenders abgegeben..

Freude ist nicht banal

 

und ich freue  mich, daß Herta Müller den Nobelpreis für Literatur 2009  erhalten hat!

Wenn Ihr Buch Atemschaukel ein Grund für diese Auszeichnung war, dann betrachte ich Oskar Pastior, der an diesem Buch mitgearbeitet hat, aber leider viel zu früh starb, als Mit-Preisträger.

Die FAZ jedoch ist wohl so von der Eilmeldung überrascht, daß sie einen alten Text herauskramt, um Herta Müller zu porträtieren:

Gegenwärtig arbeitet sie an der Fertigstellung eines autobiografischen Textes des 2006 gestorbenen Büchner-Preisträgers und Landsmannes Oskar Pastior mit dem Arbeitstitel „Atemschaukel“ mit Erinnerungen an dem Alltag in sowjetischen Arbeitslagern, an dem die beiden Autoren gemeinsam gearbeitet hatten.

Dieses Buch ist fertiggestellt. Es ist eines der ganz großen Bücher. Nur wieder ist da ein ganz kleines Licht bei der (Literatur-?)Redaktion der FAZ am Werk.

Nachtrag: Anscheinend editieren die Mitarbeiter der FAZ-Online-Redaktion online, jetzt ist diese Passage von der Seite entfernt.

Nicht banal, sondern sehr schön

ist. daß Tante Google heute den großen Meister Jackson Pollock ehrt und ihm zu seinem Geburtstag ein Google-Logo schenkt

Am 28.01.1912 wurde er geboren. Heute wäre er 112 Jahre alt geworden.
 

Er hat die Welt schöner gemacht. 

Jackson Pollock

 

 

“nihil est quod verbis Latinis exprimi non possit”

Es gibt nichts, was man nicht auf Lateinisch ausdrücken kann.

Latein im Fernsehen!
Gestern sendete SAT3 die Kulturzeit komplett auf Lateinisch und es war sehr unterhaltsam.

So aufmerksam habe ich schon lange nicht mehr zugehört, fühlte ich mich doch herausgefordert zu überprüfen, was ich verstehe und was nicht… und wie oft stellte ich fest, daß ich doch über ein recht respektables passives Sprachvermögen verfüge… aber wir haben die freie Rede im Lateinunterricht ja auch nie geübt und die letzten Unterrichtsjahre gingen sowieso für Philisophie-Diskussionen und “Kritische Theorie” drauf..

Mir hat die Sendung zugesagt, die Moderatorin sprach ein fast fließendes Latein mit mir unbekannter Klangfarbe, wir sprachen noch ein weiches “C” und kein hartes “K” (Kikero et KiKonia… oder Cicero et Ciconia … ) und ein “ä” statt eines “ai”, aber es war verständlich.

Die Sendung hat eine Saite zum Klingen gebracht bei mir. Danke.

Lingua Latina mortua est! Omnibusne locis? Minime! Nonnullis orbis terrarum locis lingua Latina adhuc vivit et floret. Ante diem decimum Kalendas Septembres (nostra lingua 23. August) statio televisifica, quae 3sat appellatur, etiam relationem televisificam nominis “Kulturzeit extra” totam Latine versam per aetherias undas transmittet – sic!


Siehe auch hier:
3Sat || Spiegel Online

Keine Werbung bitte!

Daß Werbung ja mit der berühmten Streudose verteilt wird und ihre Wirkung nicht meßbar sei, haben uns die Marketinger ja schon oft genug vorgerechnet.

Das soll sich jetzt ändern: mit der immer besser greifenden Feinprofilierung der User in “social networks” wird es endlich möglich, zielpersonengerechte Werbung abzusetzen.

Mir soll es recht sein:
Geht Ihr alle zu XING, QUING, Facebook, Second Life und Konsorten!
Je mehr Ihr da von Euch preisgebt, desto sollte sich die Werbung in meinem Lebensumfeld verringern!

Dann hab ich endlich mehr Ruh'!

ja so wolln wir's doch, odr?

Jazz und ...

Poesie ist unverzichtbar

Warum aber soll der, dem die ihn Tag für Tag umgebende Wirklichkeit genügt, der sich auch in den engen Grenzen seiner Sprachwelt heimisch fühlt, dem zum Ausdruck seiner Gefühle und Stimmungen der extrem reduzierte Wortschatz einer TV-Soap-Opera ausreicht, ausgerechnet Gedichte lesen und sie von Fall zu Fall auch noch memorieren? Dort wird wohl alle kulturkritische Aufklärung vergeblich sein. Wem das aber alles nicht reicht, wer der alles überragenden Bilderwelt der Medien trotzig einen wenigstens kleinen Damm mit immer präsenten, weil auswendig gelernten Versen entgegensetzen will, der bleibt der Faszination von Gedichten aus allen Zeiten und allen Räumen verfallen.

 

Carl Wilhelm Macke schreibt eine leidenschaftliche Verteidigung der Lyrik.

 

Mit vielen Worten. Aber die braucht es wohl, die Knappheit liegt dann wieder in der Lyrik.

 

Tut gut.

Kunstspaziergänger

in herzlicher Glückwunsch geht nach Berlin zu Herrn Türschmann, der seit drei Jahren flaniert und genießt.

Ein Mann, der mit Auge und Verstand Kunst sieht, empfindet, benennt…

Möge er noch viele Jahre Themen finden!

Kultur-Banal bedankt sich für viele Anregungen und wünscht allzeit trockene Füsse und heiteres Gemüt bei den Spaziergängen!

da bin ich aber erleichtert

Justus kommt nicht zurück

da war ich mal wieder nicht dabei…

Reliquienkult gilt in aufgeklärter Kirchlichkeit als mangelhafte Glaubenshygiene. Im hochmodernen Konzertsaal des SWR erlebte ein vollständig in deren Tatbestände versunkenes Publikum eine zweistündige Reliquienbetrachtung, wie sie in keinem Gotteshaus mehr zumutbar ist. War man hier etwa in der Kirche alter Zeit? Vielleicht, denn man war in der Kunst, wo diese noch Zumutung sein will.

ein Konzert im Freiburger Konzerthaus, Das Verrückte streifen
Messiaen, Haydn, Mosebach
betitelt, und ich war leider eine Woche zu früh in Freiburg…

Der komplette Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 19. Februar 2005

ein schönes Weihnachtsgeschenk

ist der Wolf-Ebermann-Preis des Internationalen Theaterinstituts (ITI)! für den Komponisten Avet Terterian.

Der (1994 verstorbene Komponist) erhielt den Preis posthum für die 2003 in München im Theater am Gärtnerplatz uraufgeführte Oper Das Beben.

Das Preisgeld wird die Witwe des Komponisten, Irina Tigranova-Terterian, für die Förderung armenischer Musik erhalten.

Was mich daran so freut: Ich “mache” seit 1998 die Webseite www.terterian.de, die ihm gewidmet ist und durch seine Musik bin ich inzwischen mit der Kultur Armeniens sehr verbunden. Aber das können Sie alles auf www.terterian.de und auch auf www.avantart.de nachlesen!

und eine kleine Ergänzung: Avet Terterian war 1995 Stipendiat im Künstlerhaus Wiepersdorf, das nun leider geschlossen wird (siehe vorheriger Beitrag)

das ist es

ja das ist für alle

Erleichterung in mehrere Richtungen ;=)

Die Lage beim NDR jedoch ist offiziell zwar chronisch schwierig, aber aktuell entspannt. Schon angesichts der senderspezifischen, personalintensiven Verpflichtung, vier Bundesländer zu bespielen, wird an Streichungen nicht gedacht. Intendant Jobst Plog: “Die Situation ist durchaus kompliziert, aber in den Griff zu bekommen.” Man habe in den vergangenen Jahren beim NDR insgesamt weit über 500 Stellen abgebaut und Einsparpotenziale genutzt. Deswegen stünde aus heutiger Sicht weder die Einstellung von Programmen noch die Auflösung von Klangkörpern zur Debatte, so Plog. Gleichzeitig erteilte er aber auch einer seit langem in Hamburg kursierenden Vermutung einen Dämpfer: “Unabhängig von der Gebührenentscheidung sieht der NDR nach wie vor keine Möglichkeit, sich an den Baukosten einer Elbphilharmonie zu beteiligen.”

denn wer braucht diese kranke Form des hamburgischen Größenwahns, diese “Elbphilharmonie”??

aus dem Hamburger Abendblatt

Gibt's denn gar nichts zu erzählen?

Der Gedanke, dass eine Gesellschaft, die nur Geschichten erzählen kann, wenn Gewalt darin vorkommt, deren Fernsehprogramm keine erzählenden Themen außer Gewalt kennt, doch sehr arm dran ist ..

hat sich ein ganz klein wenig für mich relativiert. Seit 3 Tagen kann ich Antennen-Gebundener Fernseh-Empfänger endlich Arte und 3SAT empfangen und prompt habe ich zwei sehr schöne langatmige intensive Geschichten erzählt bekommen: das Porträt eines photographierenden Strassenkehrers und die Geschichte von der Wahlstimmenfängerin auf der Insel Kishi im persischen Golf.

Endlich kann ich diese Sender empfangen. Endlich fühle ich mich ernstgenommen und endlich genieße ich, fernsehmäßig ;=)

Radio Kultura

das, was wir hier so sehr vermissen, ist am 1. November in Moskau möglich geworden:

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<p>Anatoli Golubovski” title=”Anatoli Golubovski”>der Radiosender <a href=Radio Kultura ging online.
Mein Freund Anatoli Golubovski ist Leiter dieser Rundfunkanstalt, im Mai war ich beim Moskauer Festival “LongArms” dabei und konnte auch miterleben, wie die Konzerte für diesen Sender aufgezeichnet wurden.

Radio CulturaBald soll auch digital gesendet werden, vielleicht ein kleiner Ausgleich in unserer norddeutschen Kulturwüste?