Kategorien: Erfreuliches

welch ein Glück

Am 6.12.1797 schrieb J.W. von Goethe an Friedrich Schiller:

Auch können wir der Theilnahme des Publicums gewiß seyn: denn ob man gleich im Ganzen immer darauf schilt, so enthält es doch im Einzelnen sehr gebildete Menschen, welche die redlichen und ernsten Bemühungen eines Schriftstellers zu schätzen wissen.

Das erfreut den Leser, der sich natürlich endlich gebührend gewürdigt findet. Vielen Dank an Giesbert Damaschke mit dem Briefwechsel zwischen Schiller & Goethe

Diktatur der Masse? Nein, 12 Promille!

12 Promille klingt schöner als einskommazwei Prozent und macht so richtig deutlich wie eine Partei mit den richtigen Männern an der Spitze von angepeilten 18 Prozent in kurzen Jahren zu nieerwarteten 1,2% herunterkommen kann.

Was war das mal eine Partei. Hildegard Hamm-Brücher, Gerhard Baum.

Und nun? Dicke oder dünne, aber immer eifrige Grinsemännchen. Und der dicke, zukünftige Generalsekretär verhöhnt dann noch die Wähler ganz allgemein, wenn er die Piratenpartei als Partei der “Diktatur der Masse” deklariert.

In solch einem Elend noch so arrogant zu sein, da muß man schon sehr liberal sein.

Herr Gauck, Politiklehrer

Also, insofern wird sich meine (…) Tätigkeit als reisender Politiklehrer nicht grundsätzlich verändern. Ich werde allerdings gestützt von einem Amt und einem Apparat und hoffentlich gestützt von Ihrer Hilfe weiter als ein solcher unterwegs sein. Und kann Sie nur bitten, die ersten Fehler gütig zu verzeihen und von mir nicht zu erwarten, dass ich ein Supermann und ein fehlerloser Mensch bin. Aber – wie wir alle wissen – kann man ganz gute Dinge auch machen, wenn man nicht von Engeln umgeben ist, sondern von Menschen.

Ich freue mich, daß nun ein Mann Kandidat ist, der ein politisches Leben führt, der denkt, nachdenkt und zum Denken anregt.
Er nennt sich einen reisenden Politiklehrer. Seinen Unterricht benötigt dieses Land.

Und wenn einige an ihm kritisieren, er sei konservativ, dann kann ich sagen, daß ich froh darüber bin.

Er ist wertkonservativ: Demokratie, Freiheit, Verantwortung, Selbstverantwortung, Ehrlichkeit.
Diese Werte lebt er, das traue ich ihm zu.

Nun sollen sich doch einige, die diese falschen Präsidenten der letzten Zeit durchgesetzt haben, sich in die Ecke stellen und schämen.

Wo er Recht hat, hat er Recht

FZP statt FDP …

Fast Zwei Prozent ;) =

was ist aus der Partei einer Hildegard Hamm-Brücher geworden? Eine Bande grinsender Möchtegerns und Schlaffilaffis … Schande aber auch und wohlverdiente Niederlage

Endlich!

Nun endlich wird Frau (Parteilos) nicht mehr als Kultursenatorin “zur Verfügung stehen”.

Das tut gut zu wissen.

Aber Frau von Welck schreibt:

Im Mittelpunkt meiner Arbeit stand für mich, die Bedeutung von Kultur für die Zukunftsfähigkeit unseres Hamburger Gemeinwesens deutlich zu machen und Unterstützer und Förderer für diesen Politikbereich zu gewinnen.

Es ist schon erstaunlich, wie diese herrschsüchtige und intolerante Dame ihre Kulturpolitik nach Gutsherrenart schönredet.

Fans und Freude

Wenn 37.000 Fans auf der Reeperbahn das Finale des GrandPrixEurovision feiern und bejubeln, wie auch anderswo, dann meine ich, ist das ein Zeichen dafür, daß nun Schluß ist mit dem unsäglichen Marketing-Pop oder Ralf-Siegel-Geplärre.

Klar, frisch, sympathisch – und einfach nicht peinlich.

Britney Spears und Consorten hie – Lena dort: Das ist schon ein enormer Paradigmen-Wandel.

Ein Schiff wird kommen…

und wenns nur eins mit Streusalz ist, aber wir Hamburger freuen uns ja schon über alles…

Fast könnte  man meinen, wir Hanseaten hätten auch eine schwarzgelbe Koalition und Guido hätte uns was von dem zentralen Streusalzlager seines unbekannten Spenders abgegeben..

Freude ist nicht banal

 

und ich freue  mich, daß Herta Müller den Nobelpreis für Literatur 2009  erhalten hat!

Wenn Ihr Buch Atemschaukel ein Grund für diese Auszeichnung war, dann betrachte ich Oskar Pastior, der an diesem Buch mitgearbeitet hat, aber leider viel zu früh starb, als Mit-Preisträger.

Die FAZ jedoch ist wohl so von der Eilmeldung überrascht, daß sie einen alten Text herauskramt, um Herta Müller zu porträtieren:

Gegenwärtig arbeitet sie an der Fertigstellung eines autobiografischen Textes des 2006 gestorbenen Büchner-Preisträgers und Landsmannes Oskar Pastior mit dem Arbeitstitel „Atemschaukel“ mit Erinnerungen an dem Alltag in sowjetischen Arbeitslagern, an dem die beiden Autoren gemeinsam gearbeitet hatten.

Dieses Buch ist fertiggestellt. Es ist eines der ganz großen Bücher. Nur wieder ist da ein ganz kleines Licht bei der (Literatur-?)Redaktion der FAZ am Werk.

Nachtrag: Anscheinend editieren die Mitarbeiter der FAZ-Online-Redaktion online, jetzt ist diese Passage von der Seite entfernt.

Nicht banal, sondern sehr schön

ist. daß Tante Google heute den großen Meister Jackson Pollock ehrt und ihm zu seinem Geburtstag ein Google-Logo schenkt

Am 28.01.1912 wurde er geboren. Heute wäre er 112 Jahre alt geworden.
 

Er hat die Welt schöner gemacht. 

Jackson Pollock