Das Hamburger Abendblatt, welches ja sehr rührig ist zur Zeit, moniert daß die Hamburger Kulturschaffenden sich so still verhalten, wo doch die Kulturbehörde zur Debatte stehe….
Dafür mag es mehrere Gründe geben, einen vordergründigen und mehrere realistische:
- Nicht nur der Hamburger Bürgermeister wollte Urlaub und trat wegen Sylt zurück, auch die Kulturschaffenden sind in Ferien (nicht ganz ernstgemeint)
- Die letztamtierende Kultursenatorin (Frau Parteilos) war und ist nicht sonderlich beliebt ob ihrer herrischen und anmaßenden,aber doch sehr oft sehr inkompetenten Art. Es könnte sein, daß ersteinmal Erleichterung herrscht, auch Kulturschaffende haben Gefühle
- die Gedankenspiele sind vielleicht nicht ausreichend kommunziert worden … Kürzungs- und Streichabsichen, geäußert von Hinterbänklern und eifrigen, windschnittigen Jung-CDUlern, nicht wahrgenommen worden
- es macht müde, akulturellen Möchtegerns die Notwendigkeit der Kultur zu predigen, wo doch gerade diese Herren (Damen nicht? ist mir im Moment nicht bekannt) das beste Beispiel für Kultur-Taubheit sind
Was soll also geschehen?
Werden die trüben Aussichten die Kulturschaffenden mobilisieren oder weiterhin lähmen?
Warum ist die Rede nur von Kulturschaffenden? Die Kulturkonsumenten müssen doch das kulturelle Elend genauso fürchten.
nicht nur, daß GWesterwelle ebenso wie seine Spezls in dem undurchsichtigen Firmengeflecht des Herrn Boersch mitgefischt hat1 und diesen zur Belohnung auf Reisen mitnimmt, nein jetzt ist auch einer aus dieser Clique im Außenministerium selbst an leitender Position untergekommen…
für diesen Posten ist Herr Arntz durch seine frühere Tätigkeit für eine Glücksspielfirma in der Karibik ja bestens qualifiziert.
Die können sich nicht schämen. Die wissen ja nicht mal was das ist.
Aber dass der Außenminister Außenpolitik mit Geschäftemacherei verwechselt, ist schon sehr schlimm. So gibt er in einem Interview von sich:
„Der linke Zeitgeist hält Geschäftemachen für fragwürdig. Die Gesellschaft muss sich daran gewöhnen, dass das künftig anders ist“2
Nein, Herr GWesterwelle, Außenpolitik ist nicht nur Wirtschaftspolitik und Wirtschaft ist nicht nur Geschäftemachen. Ich glaube nicht, daß sich die Gesellschaft an solch schmierigen Nepotismus, wie Sie ihn unverhohlen und in voller Überzeugung, alles richtig zu machen, nicht gewöhnen will und wird.
An Sie als Vizekanzler und Außenminister kann und möchte ich mich nicht gewöhnen.
*1: siehe hierzu: Der Familienminister auf Reisen in der Süddeutschen
*2: siehe hier: FAZ vom13.03.2010
- Sprachkultur von Kerkeling geehrt
- Rolf Becker liest aus der Bibel
- Guido Knopp wird für Lebenswerk ausgezeichnet
- Deutsche Orchester beklagen Stellenabbau
- Lessingtage: Wallraff kommt
- Mit Lessing in die Disco
nein, ich möchte heute in Hamburg keine Kultur erleben
Quelle: Hamburger Abendblatt
Die Netzeitung hat ein neues Wort erfunden, das sie nun eifrig zur Kategorisierung einsetzt: Strafgewitter.
Es bemäntelt US-amerikanische Kriegshandlungen gegen angebliche Terror-Stützpunkte und vermengt so meteorologische mit moralischer Bedeutung.
Dadurch erhalten diese unkontrollierten Aktionen, die größtenteils ZivilOpfer fordern, eine quasi "unvermeidbare" Anmutung, eine rhetorische Folgerichtigkeit,
Eine äußerst gefährliche Kategorisierung, wie ich meine.
PS: was immer die Netzeitung, nachdem sie ihrer Rumpf-Redaktion verlustig ging, auch sein mag, sprachschöpferisch ist sie tätig.
Ich werde sie erst einmal aus meinem Newsreader entfernen.
eine Stadt verwaltet wird, zeigt sich auch an der Leichtfertigkeit, mit der die Stadtoberen die Museumssammlungen oder Teile davon auf den Markt werfen würden wenn sie könnten…
Die Hamburger Kunsthalle soll Gemälde verkaufen, um die Schulden zu decken.
Ja und irgendwann werden dann die leeren Museumswände zu Spar-Konzept-Exponaten.
Quelle: Hamburger Abendblatt, 8.12.2009
Die anstehenden Haushaltsentscheidungen der Freien und Hansestadt Hamburg haben die Kultur als Geisel genommen.
22 Millionen EUR aus dem Kulturetat sollen als Löschkandidaten gelistet werden, davon werden dann Projekte im Umfang von 10 Millionen EUR gestrichen.
Allein dieses Vorgehen ist einer Stadt unwürdig. So hat man früher als Eroberer den Eroberten tyrannisiert.
Nicht in unserem Namen!
Not in our name!
http://www.buback.de/nion
Es darf nicht sein, daß Roland Koch Finanzminister der Bundesrepublik Deutschland wird.
Moralisch ist dieser Mann dermaßen disqualifiziert, daß man ihm keinen Cent in die Hand geben dürfte. Deckte er nicht auch die Parteispenden an die CDU, die dann plötzlich als der CDU zugedachte Vermächtnisse emigrierter Juden deklariert wurden?
Wie kann man diesen Mann als Minister verhindern?
Der Ausschnitt rechts stammt aus der Online-Abstimmung der Netzeitung vom 4. 10., 14:30