Wörter oder Worte?
Sie haben uns Wörter gegeben, die uns unmittelbar und tief ergreifen.
Anders Olsson hielt die Laudatio auf Herta Müller.
Und der Übersetzer patzt.
Sie haben uns Wörter gegeben, die uns unmittelbar und tief ergreifen.
Anders Olsson hielt die Laudatio auf Herta Müller.
Und der Übersetzer patzt.
es als EBook bei www.libreka.de herunterzuladen!
Daß beim ersten Downloadangebot des Buches "Die Atemschaukel" von Herta Müller der Libreka-Server zusammenbrach, mag ich gerne glauben.
Zuviele arme Irrende, die nicht verstanden, wie es geht, deren Browser den Download verweigerte weil er das Format nicht kennt, die von der Information in einen Wust von Registrierungen gejagt werden, weil sie sonst das Buch nicht lesen / nur auf einem Gerät lesen / oder nicht weitergeben / oder nur vom BND lesen lassen könnten.
Leute, was soll das?
Ein elende Datensammlerei, wozu braucht es das Geburtsdatum, Namen und Adresse wenn man mir etwas schenken will?
Und wenn Ihr meint ,
So einfach gehts…
dann ist es schon mal falsch. Wenn jemand meint, es sei einfach, ist es das in der Regel nicht.
Und die Schritt-für-Schritt.-Anleitung klappt auch nicht, bringt 503 Server Error .. so einfach gehts…
Ich möchte nicht Mitglied der Adobe-Community sein müssen, nur weil ich ein Buch lesen möchte.
Merkt Euch: Datensammeln ist von Übel und Technik, die man nicht beherrscht, sollte man nicht benutzen!
Verzockt!
Anscheinend ausreichend Zeit um eine Nachlässigkeit, die zur Zerstörung uralter Boote durch unfachgerechte Lagerung führte, auszusetzen und die Ermittlungen gegen die Zuständigen, Verantwortlichen wegen Verjährung einzustellen.
So geschehen in Stralsund, wie die Ostseezeitung berichtet.
Und nun ein Gedankenexperiment, ein Vergleich, der so abseitig gar nicht ist:
Wir selbst bürden heute nachfolgenden Generationen die Verantwortung für die Aufsicht über unseren Atom-Abfall auf.
Auch rund 7000 Jahre, wenn nicht noch länger.
Und sind selbst nicht einmal in der Lage, ebensoaltes Holz richtig zu lagern.
Sprechen jedoch nach 3 Jahren die Verantwortlichen frei.
Die von uns in die Pflicht genommenen unfreiwilligen Atom-Aufpasser werden sich sicherlich genauso unfachgemäß, schlampig und verantwortlich verhalten. Und werden auch sicherlich freigesprochen, wenn es dann noch möglich ist.
Infos zu den Booten: Landesamt für Denkmalpflege Schwerin

Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern sind ein renommiertes Festival, welches jeden Sommer ein hochkarätiges Programm bietet.
Da würde es mich als Festival-Veranstalter schon jucken, wenn das Hamburger Abendblatt in bewährter Ignoranz titelt:
Mecklenburg-Pommerns Musikfestspiele eröffnet
obwohl auch dieser Titel nur hätte richtig von der Agenturmeldung übernommen werden müssen.
Da schreibt die Süddeutsche doch gerade:
Eine Maschine der Air France ist über dem Atlantik vor Rio de Janeiro von den Radarbildschirmen verschwunden. An Bord: 216 Menschen und zwölf Crew-Mitglieder.
Was wenn nicht Menschen sind Crew-Mitglieder und warum schreibt man eine Zahl in Ziffern und eine in Worten?
Ist das intellektueller Notstand oder einfach Feiertagsmüdigkeit? Dumm ist es auf jeden Fall
Also, ich dachte ja immer, Container seien wetter- und winterfest, deshalb verpackt man die T-Shirts aus China ja auch nicht in Reistüten und schickt sie auf die Reise, aber die Hamburger sehen das natürlich mal wieder anders:
die verpulvern eine Menge Geld Euro der Bundeskulturstiftung und anderer Geldgeber und bauen davon einen Container. Als ob nicht der ganze Hafen mit diesen Blechkisten vollstände.
Dann aber, weil ja Winter ist, wird der Container in die Winterpause geschickt, da steht er dann rum und ist für nichts gut. Und das Projektjahr, für den er geplant ist, wird dadurch natürlich schön kürzer.
Aber wenn er dann aus der Winterpause zurück kommt, ist die Woche vor Freude auf einen Schlag nur noch 3 Tage lang und alle sind glücklich.
KLANG!-Container -Eröffnungswoche vom 21. – 23. April: Uni-Campus, Moorweidenstrasse
Wir laden Sie herzlich zu einem Besuch ein: der mobile Konzertsaal kehrt aus der Winterpause zurück und tritt mit einem aufregend vielseitigen und kostenfreien Veranstaltungsprogramm seine Reise zu drei phantastischen Hamburger Standorten im Jahr 2009 an.
Dieser Container ist so gastlich, daß man, wenn man auf klang-hamburg,de dem Link zum weiteren Programm folgt, sogar in die Administrationsoberfläche von WordPress eingeladen wird. Donnerwetter, was in Hamburg alles möglich ist.
Und wenn man dann auf dieser Klangseite eine Zeitschrift bestellen möchte, wird eine Captcha-Eingabe erzwungen, aber das Plugin dazu tut auch nicht.
Also ne Schulung hätte von den Fördergeldern doch drin sein können ;=)

ich greife schon mal voraus, nein, es wird nicht Bankier sein sondern Berater!
Da reiten diese unerfahrenenen Jüngelchen, haben gerade ein BWL-Studium absolviert, können ein wenig Simplenglish, Unternehmen an die Wand (20 Mill. Schulden bei Märklin, aber 12 Mill. Beraterkosten pro Jahr) und dann ist die Krise da, und wer erklärt uns, was nun zu tun ist? Ein Berater!
"Ein guter Chef zeigt Rückgrat"
Wenn die Firma ins Schlingern gerät, sind Krisenmanager gefragt. Ein
Beratererklärt, was Chefs in der Rezession können müssen.
Und die Süddeutsche ist sich nicht zu schade und druckt diese Binsen ab.
Ach Sie wissen nicht, was ein Berater ist? Lassen Sie es sich von einem dieser adoleszenten Schlipsträger erklären: ein Berater ist ein Consultant. !
Ich mit meiner naiven Lebenserfahrung habe zwar immer gedacht, daß um raten zu können, Erfahrung, Praxis und Leistung notwendig sei, aber dem ist nicht so.
Es reicht, in überfüllten Hörsälen gesessen zu haben, den Konfirmandenanzug wieder aus dem Schrank zu holen, sich vom Taschengeld ein Iphone zu kaufen und das Notebook im ICE auszuklappen.
Und über allem grübelt der permanent mißbrauchte Einstein.
Bekanntermaßen gibt es die Suchmaschine Google.
Bekantermaßen gibt man Suchbegriffe ein und entscheidet, ob das gesamte Web, nur Seiten in der eigenen Sprache oder nur Seiten aus dem eigenen Land durchsucht werden soll.
Man kann sich vorstellen, daß man bei kurzen Suchbegriffen, die nochdazu Allerwelts-Worte sind, viele Treffer findet.
Gibt man einen Suchbegriff aus 3 Buchstaben ein, z.B. Ort, und wählt dann noch "gesamtes Web" als Option, dann ist die Wahrscheinlichkeit, daß es viele viele Treffer zu diesen 3 Buchstaben gibt, sicherlich sehr hoch.
So ist es geschehen. Wäre dies einem normalen User aufgefallen, er hätte sich vielleicht gewundert und weitergesucht. Es ist aber einem selbsternannten Suchmaschinen-Experten geschehen und dieser wittert nun, da ein russischer Fernsehsender bei der Suche nach Ort an 1. Stelle gelistet wird, eine gewaltige russische Internet-Suchmaschinen-Manipulations-Verschwörung.
Und da die Netzbevölkerung Verschwörungen mehr denn Wissen liebt, stürzen sich alle QuerBlogger aus Klein-Bloggistan nun auf diese vermeintliche Aufdeckung, die ihrer Meinung umso mehr Hand und Fuß hat. als der Enthüllungs-Blogger vorgibt, russisch zu können, und es kommt zu einer unendlichen Zahl an Postings ob der bösen Russen, der Sinnhaftigkeit einer solchen Manipulation etc.
Da geht natürlich der Hinweis, daß ORT einfach das Akronym des russischen Fernseh-Senders ORT sei, unter. Das wäre ja zu einfach. Das bekommt man ja schon durch eine einfache Wikipedia-Suche heraus.
Da kann man sich ja nicht aufregen.
Da wäre die Welt ja gar nicht böse.
Nein, ich liste hier keine Links zu diesen sich selbst entblößenden Bloggern.
gibt sich als Anti-Intellektualismus.
Und das scheint ja heute gut anzukommen.
Frau Westermann, welche sich in abendlicher TV-Juxerei mit Götz Alsmann profilierte, gibt auf Buchreport.de Folgendesvon sich:
Nein, was allein zählt ist, ob man demjenigen, der ein Buch empfiehlt, anmerkt, wie sehr es ihm am Herzen liegt. Statt Schulmeisterei oder akademischer Klimmzüge ist es wichtig, zu erklären, warum ein Buch in eine andere Welt entführt, vom schnöden Alltag entlastet. Und man muss seine eigene Begeisterung für ein Buch anderen Menschen vermitteln können.
Ähnliches habe ich schon von Sportschuhverkäufern oder Immobilien-Maklern gehört.
Richard Kämmerlings beurteiltdas in der FAZ folgendermaßen zusammen:
Der mit Quote im Rücken schamlos vorgetragene Anti-Intellektualismus ist ein versteckter Minderwertigkeitskomplex. Wenn der zur Grundlage von Literaturbetrachtung im Fernsehen werden sollte, kann es in der Tat gar nicht simpel genug sein.
Ein weiterer Schritt voran in den Hades, wo Bücher dann wieder nach Umschlagfarbe sortiert werden etc…
Und weiter geht es mit Musik in der Hafenstadt Hamburg.
Da wird eine unsägliche Menge Geld ausgegeben, um die Neue Musik bundesweit zu fördern. (Netzwerk Neue Musik)
Hamburg beteiligt sich mit einem Projekt.
Und da Hamburg nun mal nur rechteckig und in Kisten denkt, kommt man auf die wundersame Idee, einen Container zu bauen, der dann durch die Stadt gefahren wird und in dem Musik stattfinden wird. (Auf der einen Seite werden Millionen für Akustik in der GeldVielHarmonie ausgegeben, auf der anderen Seite steckt man die Neue Musik in eine Blechschachtel, das ist Hamburg!)
Dieser Plan liegt lange vor.
Im September 2008 wird das Projekt eröffnet. Aber nicht in der Schachtel. Nein, an richtigen Veranstaltungsorten
Denn den Container gibts noch nicht.
Der wird von Hamburger Architekturstudenten der HafenCityUniversität (auch so eine Hamburger Luftnummer) gebaut.
Tolles Projekt für Architekturstudenten: Kisten bauen. Klar, das müssen die lernen. Werden ja sonst nichts Anderes bauen als Kisten.
Die Studenten dokumentieren das in einem Web-Blog. Dort gibts nur Bilder, keine Buchstaben.
Dann wird Programm angekündigt. Aber keiner weiß, wo das stattfinden wird. Beim Netzwerk für Neue Musik wird auf die Projektseite www.klang-hamburg.de verwiesen.
Aber dort entsteht in Kürze das Portal… (da krieg ja sogar ich eine Webseite schneller hin)
Was haben wir also bis jetzt?
Viel heiße Luft!
Einen Container den keiner kennt!
Viel Geld, das für Komitees und Startveranstaltungen und Expertisen und und und ausgegeben wurde.
Ein Programm für 2009 für eine Veranstaltung in dem Container den keiner kennt: ein Chinese aus Berlin spielt in Hamburg in einer Blechkiste.
Und das regt mich auch auf: mein Freund WuWei, den ich in Peking als wunderbaren Sheng-Spieler kennenlernte, wird in eine Kiste gesteckt.