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	<title>Kultur Banal &#187; Des Kaisers neue Kleider</title>
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	<description>Ein Ventil für die tägliche Wut</description>
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		<title>Peinlich ist gar kein Ausdruck</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 20:48:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Connie Müller-Gödecke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Des Kaisers neue Kleider]]></category>
		<category><![CDATA[EigenHype]]></category>
		<category><![CDATA[Frivolitätsepoche]]></category>

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		<description><![CDATA[da wird einer, kaum der Klippschule entsprungen, zum Wirtschaftsminister, weil sonst keiner da ist, und, obwohl er wohl von altem Adel, reden viele von &#34;frischem Blut&#34;. Der Witz ist nur, er lebt genau die gleichen &#246;den Klischees von etlichen Generationen vor ihm. Er hat Gel im&#160;Haar, aber keine Klasse. Daf&#252;r l&#228;&#223;t Herr von und zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>da wird einer, kaum der Klippschule entsprungen, zum Wirtschaftsminister, weil sonst keiner da ist, und, obwohl er wohl von altem Adel, reden viele von &quot;frischem Blut&quot;.</p>
<p>Der Witz ist nur, er lebt genau die gleichen &ouml;den Klischees von etlichen Generationen vor ihm.<br />
Er hat Gel im&nbsp;Haar, aber keine Klasse.</p>
<p>Daf&uuml;r l&auml;&szlig;t Herr von und zu M&ouml;chtegern sich am Times Square fotographieren, h&auml;lt Hof wie Paris Hilton.</p>
<p>Und ein&nbsp;Washington-Korrespondent der ARD gibt dann ellenlange Elogen von sich zu diesem M&ouml;chtegern-Staatsbesuch, wie gut er englisch k&ouml;nne (ja, Performance comes from Power oder so &auml;hnlich wohl), wie er die GM-Bosse nach Washington zitiert habe etc.<br />
Nachdem der Korrespondent genug Schmus abgesondert hat, antwortet er wortkarg auf die&nbsp;Frage, ob dieser Power-Super-OberGeil-Besuch denn irgendetwas bewirkt habe oder wenigstens ein bi&szlig;chen wahrgenommen worden sei in USA,</p>
<blockquote>
<p>nein, eigentlich nicht.</p>
</blockquote>
<p>Tja, so sind wir. Wenn uns niemand liebt, dann finden wenigstens wir uns toll und die &Ouml;ffentlichRechtlichen sind halt nur Hofberichtserstatter.</p>
<p>In der Presse?&nbsp;<a target="_blank" href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/468836">Siehe hier,</a> :&nbsp;<em>Der kleine Baron in der grossen Stadt.</em>.. gut gebr&uuml;llt, L&ouml;we!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Redakteure, die die Welt nicht braucht</title>
		<link>http://www.kultur-banal.de/2008/03/redakteure-die-die-welt-nicht-braucht/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 15:12:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Connie Müller-Gödecke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Des Kaisers neue Kleider]]></category>

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		<description><![CDATA[Hunde-Freak und Magazin-Junkie&#8230; Chefredakteur Thomas Niederste-Werbeck freut sich: &#8220;Ich bin selber Hunde-Freak und Magazin-Junkie und von daher war es f&#252;r mich ganz klar, dass es so ein Magazin geben muss.”]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hunde-Freak und Magazin-Junkie&#8230; </p>
<p><a href="http://medienlese.com/2008/03/07/leadawards-hundehalter-und-globale-elite/">Chefredakteur Thomas Niederste-Werbeck freut sich: </a>&#8220;<i>Ich bin selber Hunde-Freak und Magazin-Junkie und von daher war es f&uuml;r mich ganz klar, dass es so ein Magazin geben muss.”</i></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Nachbetrachtung</title>
		<link>http://www.kultur-banal.de/2007/10/nachbetrachtung/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Oct 2007 13:56:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Connie Müller-Gödecke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Des Kaisers neue Kleider]]></category>

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		<description><![CDATA[ich habe meinen &#196;rger zur&#252;ckgehalten, nicht gleich polemisiert gegen die Documenta XII, die ich mir kurz vor Ausstellungsschlu&#223; noch angesehen habe. Nun habe ich mich &#252;berpr&#252;ft und siehe da, der &#196;rger ist immer noch da. Wor&#252;ber habe ich mich ge&#228;rgert? Da&#223; ich als gutwilliger Kunstliebhaber und &#8211; Betrachter so verachtet werde. Wieso verachtet? Weil ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ich habe meinen &Auml;rger zur&uuml;ckgehalten, nicht gleich polemisiert gegen die Documenta XII, die ich mir kurz vor Ausstellungsschlu&szlig; noch angesehen habe.</p>
<p>Nun habe ich mich &uuml;berpr&uuml;ft und siehe da, der &Auml;rger ist immer noch da. <br />
Wor&uuml;ber habe ich mich ge&auml;rgert?</p>
<p>Da&szlig; ich als gutwilliger Kunstliebhaber und &#8211; Betrachter so verachtet werde. <br />
Wieso verachtet? Weil ich  mir M&uuml;he gebe in der Auseinandersetzung mit der Kunst und dies auch von den vermeintlichen &#8220;K&uuml;nstlern&#8221; und den &#8220;Kuratoren&#8221; erwarte.<br />
Und was bieten mir diese an? Schei&szlig;dreck, auf gut deutsch.</p>
<p>Nur zwei,drei Beispiele, die mich aber doch sehr ge&auml;rgert haben (ich nenne keine Namen, weil ich die mir nicht merken m&ouml;chte und ich zitiere auch nicht aus dem Katalog, wie ich eigentlich vorhatte, weil ich mich dann noch mehr &auml;rgern m&uuml;sste)</p>
<p>da stellt doch eine K&uuml;nstlerin die erstaunliche &#8220;Plastizit&auml;t&#8221; von Kaugummi fest, da&szlig; der immer wieder neu aussieht, wenn man ihn aus der Gosche nimmt, und deshalb bappt sie diese Klumpen auf ein M&auml;uerchen und fotografiert sie. <br />
Ja, mein Gott, w&auml;re das Zeig nicht plastisch, h&auml;tten sich Millionen von Amis die Z&auml;hne ausgebissen&#8230;..</p>
<p>da stellt und legt eine K&uuml;nstlerin Bel&uuml;ftungsanlagenteile in den Raum oder h&auml;ngt sie an die Decke und postuliert <br />
=> &#8220;weg vom autorit&auml;ren K&uuml;nstler &#8211; hin zur Partizipation&#8221; danke, ich spiele normalerweise nicht mit Baukl&ouml;tzchen und hasse Baum&auml;rkte</p>
<p>=> &#8220;weg von  der Kunst &#8211; hin zum Alltag&#8221;<br />
Ja warum hat sie dann die Teile nicht gleich im Baumarkt gelassen????</p>
<p>da h&auml;ngt eine Photographie vom K&uuml;nstler auf der Schulter des gro&szlig;en Majakovski-Denkmals in Moskau an der Wand, damit ein geschw&auml;tziger Kurator damit angeben kann, da&szlig; er mal in einer WG in Moskau gewohnt hat und das Denkmal (ohne diesen K&uuml;nstler) aus seinem Fenster sehen konnte&#8230; O mein Gott! <br />
Da sind wir aber froh f&uuml;r ihn&#8230; </p>
<p>Nein, diese Dokumenta war eine Meisterleistung des &#8220;Kaisers Neue Kleider &#8211; Prinzips&#8221;: statt &#8220;Er hat ja gar nichts an&#8221; nun eben &#8220;das ist nicht Kunst&#8221; </p>
<p>Warum soll ich mir Geo-Reportagen aus dem Kongo ansehen auf einer Kunst-Ausstellung?<br />
Warum soll ich auf einem Videoschirm einem muslimischen Prediger zuh&ouml;ren?<br />
Warum soll ich mir Video-Spielereien mit Fussball-WM-Schnipseln ansehen?</p>
<p>Noch einmal hinter Eure Ohren:</p>
<p><b>KUNST HAT AUCH R&Auml;TSEL, KUNST IST MEHRDEUTIG UND NICHT PLATT, </p>
<p>KUNST ist auf keinen Fall eine Gesamtschau von Mittelstufen-Projektwochen</b></p>
<p>und auf Projektwochen-Niveau war diese Veranstaltung zweifellos.</p>
<p>Und mich &auml;rgert das. Dieses ganze Oberstufengetue, sei es die Galerie f&uuml;r Landschaftskunst in Hamburg, sei es die Documenta, immer dieses &#8220;schaut her, wir haben mit Kl&ouml;tzchen gespielt&#8230; und Ihr m&uuml;&szlig;t das nun f&uuml;r Kunst halten&#8221; geht mir echt auf den Keks,</p>
<p>weil es mich unterfordert. <br />
Und weil es die Kunst t&ouml;tet.</p>
<p>Wie schrieb ein Kritiker schon (und wie recht hatte er):<br />
<i>Die documenta 12 wird als h&ouml;fische Inszenierung im Ged&auml;chtnis bleiben. Sie ist ein Akt der Willk&uuml;r, der selbstgef&auml;llig die eigene Subjektivit&auml;t dem Rest der Welt als Anreiz zum Nachdenken verkaufen will.</i> (Gerrit Golhlke bei ArtNET)</p>
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		<title>The Journal as Functional Art</title>
		<link>http://www.kultur-banal.de/2006/08/the-journal-as-functional-art/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Aug 2006 09:19:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Connie Müller-Gödecke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Des Kaisers neue Kleider]]></category>

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		<description><![CDATA[F&#252;r uns ist ein Traveller die Art von Reisenden, den man in einemm verfallenem Hotel in Belize kennenlernt, ist die Art von Unbekannter, der einem an der Bar Tipps f&#252;r das Trampen durch Kolumbien gibt und selbst schon von dunklen Gestalten aus seinem verbeulten VW-K&#228;fer gekidnappt wurde. Ein Traveller ist das, was uns lang vergessene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><i>F&uuml;r uns ist ein Traveller die Art von Reisenden, den man in einemm verfallenem Hotel in Belize kennenlernt, ist die Art von Unbekannter, der einem an der Bar Tipps f&uuml;r das Trampen durch Kolumbien gibt und selbst schon von dunklen Gestalten aus seinem verbeulten VW-K&auml;fer gekidnappt wurde. Ein Traveller ist das, was uns lang vergessene Erinnerungen zur&uuml;ckruft und die Frage stellen l&auml;sst, was wohl passiert w&auml;re, h&auml;ttten wir damals den Bus nach Kathmandu nicht verpasst&#8230;</i></p>
<p></p>
<p>Was das ist? Das ist ein Werbetext f&uuml;r Notizb&uuml;cher!</p>
<p></p>
<p>Nicht genug, da&szlig; man mit einfachen schwarzen Kladden, wenn man nur Hemingway und die anderen &uuml;blichen Verd&auml;chtigen oft genug nennt, ein Verm&ouml;gen scheffeln kann, nun muss man, um als <a href="http://www.paperblanks.com">Konkurrent</a> angenommen zu werden, die Grammatik dermassen verbiegen und die &uuml;belsten Klischees vom Stapel lassen.. </p>
<p></p>
<p>Zudem fleddert diese Firma auch noch auf &uuml;belste Weise die Kunstgeschichte von Asien bis S&uuml;damerika + 19. Jahrhunderts..</p>
<p></p>
<p>Alles f&uuml;r den gem&uuml;tlichen Neo-Spie&szlig;er</p>
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		<title>eminent &#8220;eminem&#8221;</title>
		<link>http://www.kultur-banal.de/2004/11/eminent-eminem/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Nov 2004 17:30:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Connie Müller-Gödecke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Des Kaisers neue Kleider]]></category>

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		<description><![CDATA[also, das ist schon atemberaubend, wie aus F&#252;rzen und anderen Ger&#228;uschen hier &#8220;Kunst&#8221; herbeigeredet wird: Eine Preisgabe des Intimsten, Schambehafteten ist das trotzdem nicht; es ist, als direkter Ausdruck von K&#246;rperlichkeit, immer noch Mittel zur Kommunikation &#8211; ein Konzept, das in hart-martialischer Form auch Musiker wie Henry Rollins im Repertoire haben. Eminem hat mit dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>also, das ist schon atemberaubend, wie aus F&uuml;rzen und anderen Ger&auml;uschen hier &#8220;Kunst&#8221; herbeigeredet wird:</p>
<p></p>
<p><i>Eine Preisgabe des Intimsten, Schambehafteten ist das trotzdem nicht; es ist, als direkter Ausdruck von K&ouml;rperlichkeit, immer noch Mittel zur Kommunikation &#8211; ein Konzept, das in hart-martialischer Form auch Musiker wie Henry Rollins im Repertoire haben. Eminem hat mit dieser partiellen Sprachlosigkeit zweifellos einen Endpunkt erreicht &#8211; wie es hei&szlig;t, soll dies sein letztes Album sein &#8211; und dar&uuml;ber hinaus noch etwas anderes: Der Mainstream, in dem er als einer der wenigen Rapper angekommen ist, <b>duldet nun offenbar k&uuml;nstlerische &Auml;u&szlig;erungen,</b> die &uuml;ber die bei Hip-Hop-Produkten mit den &uuml;blichen Hinweisen auf explizite Texte markierte Hemmschwelle noch hinausgehen.</i></p>
<p></p>
<p>so steht es in der <a href="http://www.faz.net/s/RubE219BC35AB30426197C224F193F54B1B/Doc~E779C932053F24C7683B5F4973C2CC664~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_new">FAZ,</a> ich mag es kaum glauben</p>
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