Kategorien: Böse alte Männer

Freudlos…

nein, Herr Mixa hat Freud nicht gelesen. Sonst gäbe er nicht solch unsäglichen Quatsch von sich.

Aber wie das bei diesen Herren, die etwas zu vertuschen haben, oft so ist, machen sie die Opfer zum (Mit-)Täter.

Die sogenannte sexuelle Revolution, in deren Verlauf von besonders progressiven Moralkritikern auch die Legalisierung von sexuellen Kontakten zwischen Erwachsenen und Minderjährigen gefordert wurde, ist daran sicher nicht unschuldig.

Interessant, wie sexueller Druck, gepaart mit Macht über die Schüler, als Ergebnis sexueller Libertinage der Öffentlichkeit etikettiert wird.
Dabei übersieht er natürlich geflissentlich, daß die katholischen ehrwürdigen Herren schon immer zu sexuellen Übergriffen neigten, ganz ohne stimulierende Freizügigkeit.

Aber einen Fehler im System kann er ja nicht zugeben.

Böse alte Männer oder: Dialog der Religionen?

Wie kann es angehen, daß jetzt alle diesen bösen alten  Männer aus ihren Löchern gekrochen kommen und jede noch so abgeschmackte alte Irr-Lehre wieder herausholen, jeden Funken Menschlichkeit vermissen lassen, von Verstand gar nicht zu reden?

Was ist in die Katholiken gefahren,
 

  • daß Maledict einen Holocaust-Leugner re-kommuniziert,
  • jener wissenschaftliche Beweise des Holocaust prüfen will ob er geruhen möchte diese anzuerkennen,
  • ein Weihbischof aus Linz Homosexualität für heilbar erklärt, der deutsche OberPiusBruder Mohammed einen Kinderschänder nennt?

Narrenfreiheit auf Katholisch? 

Nein, wir haben diese kleidertragenden alten Männer immer nur unterschätzt.

Die sind immer so. Immer so gewesen. Nur eben manchmal nicht so frech. Und nicht so gefährlich.

Denn sie machen sich gerade daran, die Bedeutung des Begriffes katholisch ("einzig, einig") daranzusetzen, andere Religionen zu diskrimieren.

Sie diskriminieren die Juden.

Sie diskriminieren die Muslime.

Sie säen Haß und Abscheu.

Und das sind genau die Tugenden, die die Menschen in schweren wirtschaftlichen Zeiten brauchen.

Ich hab mir nichts dabei gedacht …

Auch der Herr Papst benutzt nun die Lieblings-Ausrede, die schon bei so manchen fürchterlichen Entgleisungen herhalten musste.

Und ob der Reaktionen ist Seine Un-Heiligkeit dann echt erschrocken.

Daß ein Holocaust-Leugner re-kommuniziert wird, ist in Ordnung. Maledict hat sich ja nichts dabei gedacht.

Daß aber nun aus Deutschland Kritik kommt, das sei nun eindeutig "antikatholisches Ressentiment".

Erstaunlich, daß dem Papst die Worte nicht fehlen, wo ihm die Gedanken doch komplett abhanden gekommen sind.

Update: 

In einem sehr lesenwerten Artikel auf Telepolis wird die ganze Vorgeschichte des immer unbegreiflicheren Starrsinns dieses Alten Mannes erläutert. Das Vorgehen Maledicts hat sehr wohl Methode.

Die obligat judenfeindliche Theologie der Lefebvre-Bewegung und ihrer historischen Vorläufer ist jedem kirchlichen Insider bekannt. Sie ist überdies so gut und breit belegt, dass bei einem "Nichtwissen" des Papstes diesem wirklich jegliche Amtsbefähigung abzusprechen wäre. Doch auch von einem solchen Nichtwissen kann keine Rede sein. 2007 und 2008 hat sich der Papst höchstpersönlich mit dem Themenfeld "katholischer Antijudaismus" auseinandergesetzt. Mit eigener Hand hat er dann die Neufassung der alten Karfreitagsbitte um "Erleuchtung" der Juden verfasst. Und hierbei ging es genau um jene Kreise, die jetzt ob ihrer Rehabilitation im Mittelpunkt des Skandals stehen.