12.03.2009 in:
bitter|Kommentare deaktiviert
wenn ich die Verluste sehe, die durch den Kölner Klüngel und diese unsägliche Schlamperei für immer verloren sind.
Dichternachlässe, Fotosammlungen, Kunstschätze… alles auf ewig verloren.
Durch Schlamperei.
Ich mag nichts mehr von den "Verlusten durch Kriegseinwirkug 39-45" hören, wieiviel ist danach zerstört worden. Ohne Not.
Auch der Herr Papst benutzt nun die Lieblings-Ausrede, die schon bei so manchen fürchterlichen Entgleisungen herhalten musste.
Und ob der Reaktionen ist Seine Un-Heiligkeit dann echt erschrocken.
Daß ein Holocaust-Leugner re-kommuniziert wird, ist in Ordnung. Maledict hat sich ja nichts dabei gedacht.
Daß aber nun aus Deutschland Kritik kommt, das sei nun eindeutig "antikatholisches Ressentiment".
Erstaunlich, daß dem Papst die Worte nicht fehlen, wo ihm die Gedanken doch komplett abhanden gekommen sind.
Update:
In einem sehr lesenwerten Artikel auf Telepolis wird die ganze Vorgeschichte des immer unbegreiflicheren Starrsinns dieses Alten Mannes erläutert. Das Vorgehen Maledicts hat sehr wohl Methode.
Die obligat judenfeindliche Theologie der Lefebvre-Bewegung und ihrer historischen Vorläufer ist jedem kirchlichen Insider bekannt. Sie ist überdies so gut und breit belegt, dass bei einem "Nichtwissen" des Papstes diesem wirklich jegliche Amtsbefähigung abzusprechen wäre. Doch auch von einem solchen Nichtwissen kann keine Rede sein. 2007 und 2008 hat sich der Papst höchstpersönlich mit dem Themenfeld "katholischer Antijudaismus" auseinandergesetzt. Mit eigener Hand hat er dann die Neufassung der alten Karfreitagsbitte um "Erleuchtung" der Juden verfasst. Und hierbei ging es genau um jene Kreise, die jetzt ob ihrer Rehabilitation im Mittelpunkt des Skandals stehen.
wie lange wohl hat der Herr Brug, Verfasser des Artikels "Anne Sofie Mutter und die moderne Tatarin" wohl an dieser Passage herumgedruckst:
Die Absolutissima und Anführerin des immer reicher Früchte tragenden geigerischen Fräuleinwunders hat hier wieder einmal ihre Spitzenstellung bewiesen. Hier hat sie eines der wegweisend markanten Musikwerke unserer Zeit aufgenommen. Es wird ein Fels in ihrer Diskographie bleiben.
Hatte man erst noch den Lese-Eindruck, er schriebe kenntnisreich, kommt dann solch ein Quark daher.
Das ist kein Gefallen für die verehrte Sofia Gubaidulina und auch nicht für Frau Mutter.
01.09.2007 in:
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nicht mal mehr das Wort
Frühschoppen
schreiben kann, sondern nur noch Frühshoppen ….
11.07.2007 in:
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Es liegt am Desinteresse der Gesellschaft an gutem Theater und an der Wahrheit. Diese Gesellschaft wird so lange existieren, wie sie verdrängen kann. Im Theater bedeutet das: immer mehr Unterhaltungsindustrie, immer mehr Event. Da stirbt alles.
Peter Konwitschny im Interview
28.06.2007 in:
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diese kleine Montur drückt so ziemlich die gegenwärtige politische Stimmung in Russland aus, leider
27.04.2007 in:
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Mstislaw Rostropowitsch ist gestorben im hohen Alter von 80 Jahren.
Sein Klang war unvergleichlich.
Seine Menschlichkeit auch.
21.04.2007 in:
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wohl nicht bei Google, oder bei ARTE?
jetzt habe ich mir anderthalb Stunden bei ARTE den Film wer hat Angst vor Google? angesehen, angekündigt solchermaßen: Die Dokumentation lässt Erfinder, Fans und Kritiker von Google zu Wort kommen.
Und so war es auch. Lauter Gesichter, Meinungen, Statements. Aber keine einzige Frau
nur auf dem Schirm irgendwo im Hintergrund, auf dem Flur oder als störende Ehefrau …
ich arbeite nun seit 20 Jahren in der IT, aber mich wurmt es wiesehr die überwunden geglaubten Vorurteile immer noch in den Zementköpfen sitzen.
17.04.2007 in:
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… und auf keinen Fall architektonischer Protest…
“The decay is interesting because it's inevitable,” Ponomaryov said. “What's fascinating is how conscious we are of what's going on. It's important for us that this is an arts festival, not some kind of architectural protest. We wanted to see the artists' reaction to the decay of buildings of the Constructivist era.”
Da geht in Moskau eines der Meisterwerke der konstruktivistischen Bauphase verloren und die Künstler, die bis jetzt darin wohnen, feiern sich selbst und inszenieren das Interesse am Verfall.
Der Erhaltungswert des Gebäudes? Der Verlust der architektonischen Substanz der Hauptstadt?
Nu, ni tschewo.
Quelle: The Moscow Times
17.04.2007 in:
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“Unsere Leute wollen sehen, ob wir auch zusammenstehen, wenn uns der Wind einmal stark ins Gesicht weht”, sagte Schönbohm. Die öffentliche Diskussion über das Verhältnis zwischen CDU-Chefin Merkel und Oettinger schade der Union. “Ein Rüffel aus dem eigenen Lager ist viel brisanter als einer vom politischen Gegner. Das sollte man wissen.” Nun müsse die Union demonstrativ zusammenstehen.
Ist schon eigenartig. Selbstgerecht. Ohne jede Einsicht.
Es gibt Dinge, die sollten eigentlich 60 Jahre nach Kriegsende geklärt sein.
Zum Beispiel die Verfassungstreue und die Verurteilung des Faschismus.
Und nicht der Schindluder mit den Opfern, der da getrieben wird.