Die Netzeitung hat ein neues Wort erfunden, das sie nun eifrig zur Kategorisierung einsetzt: Strafgewitter.
Es bemäntelt US-amerikanische Kriegshandlungen gegen angebliche Terror-Stützpunkte und vermengt so meteorologische mit moralischer Bedeutung.
Dadurch erhalten diese unkontrollierten Aktionen, die größtenteils ZivilOpfer fordern, eine quasi "unvermeidbare" Anmutung, eine rhetorische Folgerichtigkeit,
Eine äußerst gefährliche Kategorisierung, wie ich meine.
PS: was immer die Netzeitung, nachdem sie ihrer Rumpf-Redaktion verlustig ging, auch sein mag, sprachschöpferisch ist sie tätig.
Ich werde sie erst einmal aus meinem Newsreader entfernen.
immer wieder für neue Moden gut…
Spaß beiseite, es ist nicht witzig, daß sofort wieder nach Maßnahmen-Verschärfung und Rechte-Einschränung geschrien wird anstelle die bestehenden Regelungen ordentlich anzuwenden.
So treffen sich Hardliner eben von allen Seiten.
Gegen einen Teilnahmer der Proteste nach der umstrittenen Wahl wurde nun die Todesstrafe verhängt. Er kann aber Einspruch einlegen.
Wie viele Systeme auf der Welt könnten gemeint sein?
- Kenia?
- Iran?
- Afghanistan?
- Sachsen-Anhalt?
- Weißrussland?
- …
Es ist eine Meldung aus dem Iran.
Anscheinend ausreichend Zeit um eine Nachlässigkeit, die zur Zerstörung uralter Boote durch unfachgerechte Lagerung führte, auszusetzen und die Ermittlungen gegen die Zuständigen, Verantwortlichen wegen Verjährung einzustellen.
So geschehen in Stralsund, wie die Ostseezeitung berichtet.
Und nun ein Gedankenexperiment, ein Vergleich, der so abseitig gar nicht ist:
Wir selbst bürden heute nachfolgenden Generationen die Verantwortung für die Aufsicht über unseren Atom-Abfall auf.
Auch rund 7000 Jahre, wenn nicht noch länger.
Und sind selbst nicht einmal in der Lage, ebensoaltes Holz richtig zu lagern.
Sprechen jedoch nach 3 Jahren die Verantwortlichen frei.
Die von uns in die Pflicht genommenen unfreiwilligen Atom-Aufpasser werden sich sicherlich genauso unfachgemäß, schlampig und verantwortlich verhalten. Und werden auch sicherlich freigesprochen, wenn es dann noch möglich ist.
Infos zu den Booten: Landesamt für Denkmalpflege Schwerin

wir lassen uns durch eine Mafia von Besserwissern und Politikern permanent schikanieren.
- Umstellung auf Sommerzeit, damit die Kinder in der Schule schlechter werden und unsere Produktivität leidet ebenso wie unser Wohlbefinden
- Diese Raucherhetze, die nur ein Test ist, wie leicht man ganze Bevölkerungsgruppen ausgrenzen kann (nicht nur Helmut Schmid, auch Jaques Tati darf nicht mehr rauchen )
- diese verqueren Sprachregelungen wie "Straftäter mit Migrationshintergrund"
- In der Bahn permanent diese unsägliche Senkyoufortrewwelling-Durchsagen (Internationalität?)
- Provider werden schikaniert statt Produzenten dingfest gemacht (Kinderpornographie-Bekämpfung als Vorwand für Freiheitseinschränkung)
- Statt sich zu freuen, daß endlich mal weniger Autos gekauft werden, gibt es Abwrackprämien, weshalb soll ich als Steuerzahler so einem Deppen von Autofahrer 2500 EUR dazugeben, wenn meine Enkel in der Schule keine Lehrbücher mehr erhalten und die Schulbücherei geschlossen wird aus Geldmangel?
Ist das Political Correctness oder totale Verblödung?
Ich habs jedenfalls satt, alle lassen sich alles gefallen, keiner wehrt sich. Aber wir leben in einer Demokratie und sind freie mündige Bürger.
Und mündige Bürger geben freiwillig ihre Freiheiten zurück.
wenn ich die Verluste sehe, die durch den Kölner Klüngel und diese unsägliche Schlamperei für immer verloren sind.
Dichternachlässe, Fotosammlungen, Kunstschätze… alles auf ewig verloren.
Durch Schlamperei.
Ich mag nichts mehr von den "Verlusten durch Kriegseinwirkug 39-45" hören, wieiviel ist danach zerstört worden. Ohne Not.
Auch der Herr Papst benutzt nun die Lieblings-Ausrede, die schon bei so manchen fürchterlichen Entgleisungen herhalten musste.
Und ob der Reaktionen ist Seine Un-Heiligkeit dann echt erschrocken.
Daß ein Holocaust-Leugner re-kommuniziert wird, ist in Ordnung. Maledict hat sich ja nichts dabei gedacht.
Daß aber nun aus Deutschland Kritik kommt, das sei nun eindeutig "antikatholisches Ressentiment".
Erstaunlich, daß dem Papst die Worte nicht fehlen, wo ihm die Gedanken doch komplett abhanden gekommen sind.
Update:
In einem sehr lesenwerten Artikel auf Telepolis wird die ganze Vorgeschichte des immer unbegreiflicheren Starrsinns dieses Alten Mannes erläutert. Das Vorgehen Maledicts hat sehr wohl Methode.
Die obligat judenfeindliche Theologie der Lefebvre-Bewegung und ihrer historischen Vorläufer ist jedem kirchlichen Insider bekannt. Sie ist überdies so gut und breit belegt, dass bei einem "Nichtwissen" des Papstes diesem wirklich jegliche Amtsbefähigung abzusprechen wäre. Doch auch von einem solchen Nichtwissen kann keine Rede sein. 2007 und 2008 hat sich der Papst höchstpersönlich mit dem Themenfeld "katholischer Antijudaismus" auseinandergesetzt. Mit eigener Hand hat er dann die Neufassung der alten Karfreitagsbitte um "Erleuchtung" der Juden verfasst. Und hierbei ging es genau um jene Kreise, die jetzt ob ihrer Rehabilitation im Mittelpunkt des Skandals stehen.
wie lange wohl hat der Herr Brug, Verfasser des Artikels "Anne Sofie Mutter und die moderne Tatarin" wohl an dieser Passage herumgedruckst:
Die Absolutissima und Anführerin des immer reicher Früchte tragenden geigerischen Fräuleinwunders hat hier wieder einmal ihre Spitzenstellung bewiesen. Hier hat sie eines der wegweisend markanten Musikwerke unserer Zeit aufgenommen. Es wird ein Fels in ihrer Diskographie bleiben.
Hatte man erst noch den Lese-Eindruck, er schriebe kenntnisreich, kommt dann solch ein Quark daher.
Das ist kein Gefallen für die verehrte Sofia Gubaidulina und auch nicht für Frau Mutter.
nicht mal mehr das Wort
Frühschoppen
schreiben kann, sondern nur noch Frühshoppen ….
Es liegt am Desinteresse der Gesellschaft an gutem Theater und an der Wahrheit. Diese Gesellschaft wird so lange existieren, wie sie verdrängen kann. Im Theater bedeutet das: immer mehr Unterhaltungsindustrie, immer mehr Event. Da stirbt alles.
Peter Konwitschny im Interview

diese kleine Montur drückt so ziemlich die gegenwärtige politische Stimmung in Russland aus, leider

Mstislaw Rostropowitsch ist gestorben im hohen Alter von 80 Jahren.
Sein Klang war unvergleichlich.
Seine Menschlichkeit auch.
wohl nicht bei Google, oder bei ARTE?
jetzt habe ich mir anderthalb Stunden bei ARTE den Film wer hat Angst vor Google? angesehen, angekündigt solchermaßen: Die Dokumentation lässt Erfinder, Fans und Kritiker von Google zu Wort kommen.
Und so war es auch. Lauter Gesichter, Meinungen, Statements. Aber keine einzige Frau
nur auf dem Schirm irgendwo im Hintergrund, auf dem Flur oder als störende Ehefrau …
ich arbeite nun seit 20 Jahren in der IT, aber mich wurmt es wiesehr die überwunden geglaubten Vorurteile immer noch in den Zementköpfen sitzen.
… und auf keinen Fall architektonischer Protest…
“The decay is interesting because it's inevitable,” Ponomaryov said. “What's fascinating is how conscious we are of what's going on. It's important for us that this is an arts festival, not some kind of architectural protest. We wanted to see the artists' reaction to the decay of buildings of the Constructivist era.”
Da geht in Moskau eines der Meisterwerke der konstruktivistischen Bauphase verloren und die Künstler, die bis jetzt darin wohnen, feiern sich selbst und inszenieren das Interesse am Verfall.
Der Erhaltungswert des Gebäudes? Der Verlust der architektonischen Substanz der Hauptstadt?
Nu, ni tschewo.
Quelle: The Moscow Times
“Unsere Leute wollen sehen, ob wir auch zusammenstehen, wenn uns der Wind einmal stark ins Gesicht weht”, sagte Schönbohm. Die öffentliche Diskussion über das Verhältnis zwischen CDU-Chefin Merkel und Oettinger schade der Union. “Ein Rüffel aus dem eigenen Lager ist viel brisanter als einer vom politischen Gegner. Das sollte man wissen.” Nun müsse die Union demonstrativ zusammenstehen.
Ist schon eigenartig. Selbstgerecht. Ohne jede Einsicht.
Es gibt Dinge, die sollten eigentlich 60 Jahre nach Kriegsende geklärt sein.
Zum Beispiel die Verfassungstreue und die Verurteilung des Faschismus.
Und nicht der Schindluder mit den Opfern, der da getrieben wird.