Ich habe lange keine Meinung mehr geäußert

zu den Hamburger Kulturbehörde-Kaspereien, weil mir das einfach zuwider war.

Jetzt möchte ich Frau Parteilos von Welck aber nachträglich dazu gratulieren, in welche disparate Ecke sie diese Behörde manövriert hat,  daß nun auch wirklich jede Scheißhausparole ersteinmal als möglicherweise wahr geglaubt wird.

Da soll auf einmal ein Völkerkundemuseum aus seinen eigenen Räumen in das Altonaer Museum umziehen … vollkommen absurdes Zeug geistert auf einmal durch die Zeitungswelt und die Gerüchteküchen.

Das ist Ihr Verdienst, Frau Parteilos. Sie haben das alles auf eine ganz miese Ebene gebracht.

Sie haben diese Westerwelle-Adepten in die Behörde gebracht, die nun vielleicht meinen, ihre Stunde sei gekommen, um noch mehr Unfug in die Kulturpolitik zu bringen und von denen vielleicht diese Gerüchte gestreut werden.

Wie nah am Geschehen war Herr von Beust,

wenn er im ersten Interview nach seinem Rücktritt meint, trotz ständig steigender Herausforderungen und selbstgeschaffener Miseren wiederhole sich ein Berufspolitiker irgendwann nur noch?

Kein Wunder, daß da Beustverdrossenheit aufkommt, bei solch dünnen Brettern, die er sägt.

Wo bitte hat er die letzten Jahre seiner vom Bürger bezahlten Tätigkeit verbracht? Im HeiterenBerufeRaten???

Kein Wunder, daß da Beustverdrossenheit aufkommt, bei solch dünnen Brettern, die er sägt.

Quelle: Die FAZ

Tags:Hamburg, Politiker, von Beust

Was ist schon StreetView gegen den Hamburger CDU-Senat?

Anatol Stefanowitsch nimmt Stellung für Google StreetView:

Und Google Street View ist keine Verletzung irgendeiner Privatsphäre, sondern eine weltweite Nutzbarmachung einer der wenigen Ressourcen, die heute noch der Allgemeinheit gehören: dem öffentlichen Straßenbild.

Und ich spinne den Gedanken weiter:

Warum wehren sich alle diese Menschen, die jetzt so neunmalklug protestieren, die ihren Wohnplatz aus Google StreetView darausgeschwärzt haben wollen, weil es ihre Privatsphäre verletze, warum also wehren sich diese Menschen nicht gegen die InBeschlagNahme des öffentlichen Straßenbildes durch überhandnehmende Werbung?

Warum lassen diese Leute es zu, daß an jeder Kreuzung gleich 4 Werbeschilder plaziert werden (wie hier auf einem älteren Panorama eines an “meiner” Ecke zu sehen ist) , warum lassen diese Leute es zu, daß jedes Bushaltehäuschen eine einzige Werbefläche ist (hier “meine”  Bushaltestelle) , jede Ecke mit beleuchtbaren Litfaßsäulen (= innovatives Stadtmobiliar) zugestellt wird?

Die ganze Stadt ist einem Vertrag zwischen der Stadt Hamburg und der Firma JCDecaux Deutschland GmbH zum Opfer gefallen, das Stadtbild ist verkauft, unsere visuelle Selbstbestimmung ist verlorengegangen, das Besondere fällt dem Gleichmaß zum Opfer, und sicherlich hat auch irgendwer wieder die Hand aufgehalten (oder einfach nur versprochen bekommen, daß vor seinem Wohnsitz keine Werbeflächen aufgestellt werden) …

15 Jahre sollen wir uns das ansehen! Eine Schande!

Was ist Google StreetView gegen den Hamburger CDU-Senat?

Tags:Hamburg, JDecaux, Stadtmobiliar

Mit zweierlei Maß zu messen …

das ist ja bekanntermaßen liberal.

Aber Herr Westerwelle trumpft halt auf jeder populistischen Bühne: sein Haus muß von Google Streetview verpixelt werden, aber allen Gesetzen zur Einschränkung des Datenschutzes hat er natürlich zugestimmt.

Courtesy All WOW videos

Schweigen im Walde oder Verschlagene Sprache?

Das Hamburger Abendblatt, welches ja sehr rührig ist zur Zeit, moniert daß die Hamburger Kulturschaffenden sich so still verhalten, wo doch die Kulturbehörde zur Debatte stehe….

Dafür mag es mehrere Gründe geben, einen vordergründigen und mehrere realistische:

  • Nicht nur der Hamburger Bürgermeister wollte Urlaub und trat wegen Sylt zurück, auch die Kulturschaffenden sind in Ferien (nicht ganz ernstgemeint)
  • Die letztamtierende Kultursenatorin (Frau Parteilos) war und ist nicht sonderlich beliebt ob ihrer herrischen und anmaßenden,aber doch sehr oft sehr inkompetenten Art. Es könnte sein, daß ersteinmal Erleichterung herrscht, auch Kulturschaffende haben Gefühle
  • die Gedankenspiele sind vielleicht nicht ausreichend kommunziert worden … Kürzungs- und Streichabsichen, geäußert von Hinterbänklern und eifrigen, windschnittigen  Jung-CDUlern, nicht wahrgenommen worden
  • es macht müde, akulturellen Möchtegerns die Notwendigkeit der Kultur zu predigen, wo doch gerade diese Herren (Damen nicht? ist mir im Moment nicht bekannt) das beste Beispiel für Kultur-Taubheit sind

Was soll also geschehen?

Werden die trüben Aussichten die Kulturschaffenden mobilisieren oder weiterhin lähmen?

Warum ist die Rede nur von Kulturschaffenden? Die Kulturkonsumenten müssen doch das kulturelle Elend genauso fürchten.

Projektwochen-Arbeit, aber Kunst?

“Eine Beziehung zum Ort durch Aktion” will die Neuseeländerin schaffen, dazu baut sie in den Hauptraum eine Betonrampe und hängt transparente Vorhänge vor die Fenster. Einige Werke plaziert Newby draußen, um eine Verbindung zwischen Innen und Außen zu schaffen.”

So wird eine Ausstellung in der Bremer Gesellschaft für aktuelle Kunst beworben. Ich hab diese Projektwochen-Arbeiten samt mitgelieferten Erklärungen über. Wo bleibt die Möglichkeit, selbst etwas zu erfahren, erspüren, erkennen?

Nicht Schuldzuweisungen, Schuldabweisung

betreiben die Kulturhauptstadt-Metropolen-Möchtegerns und ihre Adepten, in bodenloser Pflichtvergessenheit und unanständigem “Ichwarsnicht”-Egoismus, und ich empfinde nur Abscheu.

Rücktritte – einfach so?

ich war immer der Meinung, Politiker gingen in den Wahlkampf, um eine Führungsposition zu erringen und nach ihrer Wahl einen Auftrag der Wähler zu übernehmen.

Die Wahlkampfkosten werden bei Erfolg vom Steuerzahler erstattet.

Politiker werden also dafür bezahlt, daß sie Wahlkampf betreiben und anschließend dafür, daß sie den Wählerauftrag durchführen.

Wenn Politiker zurücktreten, weil sie keine Lust mehr haben, den Wählerauftrag durchzuführen, erhalten sie eine vom Steuerzahler finanzierte gute Pension.

Ich finde es äußerst eigenartig, daß in letzter Zeit die Meinung vorzuherrschen scheint, das Handtuch hinzuschmeißen sei legitim, man könne sich einfach davonmachen.

Wo bleibt da die Verantwortung für den angerichteten Schaden oder die nicht durchgeführten Konzepte?

Auch wenn ich mich freue, daß O.v.B. nun geht, was hat er alles angerichtet in Hamburg (Schill, Kusch, Horakova, von Welck (parteilos)), was hat er falsch gemacht (Ausplünderung  / Enteignung der Hamburger durch Verschiebung der Krankenhäuser  an Asklepios und des Immobilienbesitzes an sofort mieterhöhende Immobilienverwalter), für was steht er nicht gerade am Ende (Elbphilharmonie)?

Ich bin der Meinung, man dürfe Politiker nicht einfach gehen lassen und fürstlich verrenten.

Früher hat man schon auch mal geteert und gefedert. Heute federt man mit fetten Pensionen Verantwortungslosigkeit und Arbeitsverdrossenheit ab.

Endlich!

Nun endlich wird Frau (Parteilos) nicht mehr als Kultursenatorin “zur Verfügung stehen”.

Das tut gut zu wissen.

Aber Frau von Welck schreibt:

Im Mittelpunkt meiner Arbeit stand für mich, die Bedeutung von Kultur für die Zukunftsfähigkeit unseres Hamburger Gemeinwesens deutlich zu machen und Unterstützer und Förderer für diesen Politikbereich zu gewinnen.

Es ist schon erstaunlich, wie diese herrschsüchtige und intolerante Dame ihre Kulturpolitik nach Gutsherrenart schönredet.

Früher

nannte man das “anschleimen“, heute heißt es “networken

Fans und Freude

Wenn 37.000 Fans auf der Reeperbahn das Finale des GrandPrixEurovision feiern und bejubeln, wie auch anderswo, dann meine ich, ist das ein Zeichen dafür, daß nun Schluß ist mit dem unsäglichen Marketing-Pop oder Ralf-Siegel-Geplärre.

Klar, frisch, sympathisch – und einfach nicht peinlich.

Britney Spears und Consorten hie – Lena dort: Das ist schon ein enormer Paradigmen-Wandel.

Es brennt, meint das Abendblatt

Im Leitartikel vom 28. Mai 2010 kommt das Abendblatt zu dem Schluß:

Wenn das so weitergeht, kommt der Brandschutz für Hamburgs Kultur viel zu spät. Weil es in allen Ecken schwelt.

Deutliche Worte.


Tags:Hamburg, Kultursenatorin, Senat

Wenn es brennt…

muß man löschen. In Hamburg hingegen schließt man dann Museen.

Erst die Galerie der Gegenwart für wenige Monate, jetzt das Altonaer Museum für zweieinhalb Jahre.

Auch hier wieder Brandschutz als vorgeschobener Grund.

Wer sind hier die Brandstifter?

Doch wohl dieser unselige Senat, der das Tafelsilber der Stadt verkauft, Krankenhäuser zum Beispiel, die nicht mal bezahlt sind vom Käufer, für deren Minus-Bilanz aber doch wieder die Stadt einstehen soll, dieser Senat, der meint eine HSH Nordbank mitbegründen zu müssen und deren Vorstand mit hochkriminellen Herrschaften bestücken zu müssen …

Zu  anderen Zeiten hat man solche “Stadtherren” geteert und gefedert und dann aus der Stadt gejagt.

Tags:Etat, Hamburg, Museen, Streichungen

Kultur? WELT?

Gerade in der Kultur-Welt:

Kultur-Welt


Kultur als Brotkrumen … oder ist das wirklich nur Breadcrumb-Navigation?

Durchgebrannt oder durchgeknallt?

Hamburger Museen sind chronisch unterfinanziert.

Die Hamburger Kunsthalle / Galerie der Gegenwart reduzierte die Sonderausstellungen. Die Hamburger Kunsthalle /Galerie der Gegenwart reduzierte das Personal.
Die Hamburger Kunsthalle / Galerie der Gegenwart wird für mehrere Monate geschlossen.

Die Hamburger Kulturbehörde hat gelernt. Wenn es Probleme gibt, ist die Bausubstanz oder die Baufirma etc. dran schuld.

Also ist die Galerie der Gegenwart wegen defekter Brandschutzklappen monatelang geschlossen.

Die “Regierung” von Beust mit Frau von Welck (parteilos) und Konsorten hat dermaßen abgewirtschaftet und wirtschaftet die Stadt noch in die Pleite. Arm an Geist ist sie schon.

Tags:Hamburg, Kulturbehörde