Anatol Stefanowitsch nimmt Stellung für Google StreetView:

Und Google Street View ist keine Verletzung irgendeiner Privatsphäre, sondern eine weltweite Nutzbarmachung einer der wenigen Ressourcen, die heute noch der Allgemeinheit gehören: dem öffentlichen Straßenbild.

Und ich spinne den Gedanken weiter:

Warum wehren sich alle diese Menschen, die jetzt so neunmalklug protestieren, die ihren Wohnplatz aus Google StreetView darausgeschwärzt haben wollen, weil es ihre Privatsphäre verletze, warum also wehren sich diese Menschen nicht gegen die InBeschlagNahme des öffentlichen Straßenbildes durch überhandnehmende Werbung?

Warum lassen diese Leute es zu, daß an jeder Kreuzung gleich 4 Werbeschilder plaziert werden (wie hier auf einem älteren Panorama eines an “meiner” Ecke zu sehen ist) , warum lassen diese Leute es zu, daß jedes Bushaltehäuschen eine einzige Werbefläche ist (hier “meine”  Bushaltestelle) , jede Ecke mit beleuchtbaren Litfaßsäulen (= innovatives Stadtmobiliar) zugestellt wird?

Die ganze Stadt ist einem Vertrag zwischen der Stadt Hamburg und der Firma JCDecaux Deutschland GmbH zum Opfer gefallen, das Stadtbild ist verkauft, unsere visuelle Selbstbestimmung ist verlorengegangen, das Besondere fällt dem Gleichmaß zum Opfer, und sicherlich hat auch irgendwer wieder die Hand aufgehalten (oder einfach nur versprochen bekommen, daß vor seinem Wohnsitz keine Werbeflächen aufgestellt werden) …

15 Jahre sollen wir uns das ansehen! Eine Schande!

Was ist Google StreetView gegen den Hamburger CDU-Senat?