Schweigen im Walde oder Verschlagene Sprache?
Das Hamburger Abendblatt, welches ja sehr rührig ist zur Zeit, moniert daß die Hamburger Kulturschaffenden sich so still verhalten, wo doch die Kulturbehörde zur Debatte stehe….
Dafür mag es mehrere Gründe geben, einen vordergründigen und mehrere realistische:
- Nicht nur der Hamburger Bürgermeister wollte Urlaub und trat wegen Sylt zurück, auch die Kulturschaffenden sind in Ferien (nicht ganz ernstgemeint)
- Die letztamtierende Kultursenatorin (Frau Parteilos) war und ist nicht sonderlich beliebt ob ihrer herrischen und anmaßenden,aber doch sehr oft sehr inkompetenten Art. Es könnte sein, daß ersteinmal Erleichterung herrscht, auch Kulturschaffende haben Gefühle
- die Gedankenspiele sind vielleicht nicht ausreichend kommunziert worden … Kürzungs- und Streichabsichen, geäußert von Hinterbänklern und eifrigen, windschnittigen Jung-CDUlern, nicht wahrgenommen worden
- es macht müde, akulturellen Möchtegerns die Notwendigkeit der Kultur zu predigen, wo doch gerade diese Herren (Damen nicht? ist mir im Moment nicht bekannt) das beste Beispiel für Kultur-Taubheit sind
Was soll also geschehen?
Werden die trüben Aussichten die Kulturschaffenden mobilisieren oder weiterhin lähmen?
Warum ist die Rede nur von Kulturschaffenden? Die Kulturkonsumenten müssen doch das kulturelle Elend genauso fürchten.
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