ob mir da mal jemand was erklären kann?
Ein letztes Mal komme ich auf den sog. King of POP zurück, dann lass ichs gut sein und hoffe, daß es auch sonst gut wird, es reicht langsam.
Dieser Ausschnitt aus einem Bericht über den Klagenfurter Bachmann-Wettbewerb ist schon arg. Unterschwellig wird den Literaten, Juroren und anderen unterstellt, Herrn MJ nicht ausreichend gewürdigt zu haben. Muß man das denn?
Ich zitiere Elmar Krekeler aus seiner Glosse in der WELT:
Der sei doch schon seit zwei Jahrzehnten tot gewesen, entschuldigten sich die Literaten für ihre Missachtung des Popkönigs. Und mehr als ein gutes Album hätte der auch nicht gemacht. Mit Elvis gar nicht zu vergleichen.
Trauer trug allein Jurypräsident Burkhard Spinnen. Das dürfe eigentlich nicht sein, dass der jetzt tot sei. Der habe sein Leben, sein Talent verschwendet. Dass der jetzt tot sei, das mache jeden um die Fünfzig, jeden überhaupt, der in den Achtzigern sozialisiert wurde, auf einen Schlag ein ganzes Stück älter. Weil mit Jacksons Tod ein Stück Zeitgenossenschaft gestorben ist.
Weil Jackson unser Lennon war. Und größer als Haider.
Ist es Mißachtung, wenn man diesen Scheiß nicht mag, ihn nicht wahrnimmt, weil es einfach unwichtig ist, gezüchtete Marketingstrategie und Wirtschaftsschrott? Waum soll/muß ein Literat um diesen Trivialmist trauern?
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