Auch der Herr Papst benutzt nun die Lieblings-Ausrede, die schon bei so manchen fürchterlichen Entgleisungen herhalten musste.

Und ob der Reaktionen ist Seine Un-Heiligkeit dann echt erschrocken.

Daß ein Holocaust-Leugner re-kommuniziert wird, ist in Ordnung. Maledict hat sich ja nichts dabei gedacht.

Daß aber nun aus Deutschland Kritik kommt, das sei nun eindeutig "antikatholisches Ressentiment".

Erstaunlich, daß dem Papst die Worte nicht fehlen, wo ihm die Gedanken doch komplett abhanden gekommen sind.

Update: 

In einem sehr lesenwerten Artikel auf Telepolis wird die ganze Vorgeschichte des immer unbegreiflicheren Starrsinns dieses Alten Mannes erläutert. Das Vorgehen Maledicts hat sehr wohl Methode.

Die obligat judenfeindliche Theologie der Lefebvre-Bewegung und ihrer historischen Vorläufer ist jedem kirchlichen Insider bekannt. Sie ist überdies so gut und breit belegt, dass bei einem "Nichtwissen" des Papstes diesem wirklich jegliche Amtsbefähigung abzusprechen wäre. Doch auch von einem solchen Nichtwissen kann keine Rede sein. 2007 und 2008 hat sich der Papst höchstpersönlich mit dem Themenfeld "katholischer Antijudaismus" auseinandergesetzt. Mit eigener Hand hat er dann die Neufassung der alten Karfreitagsbitte um "Erleuchtung" der Juden verfasst. Und hierbei ging es genau um jene Kreise, die jetzt ob ihrer Rehabilitation im Mittelpunkt des Skandals stehen.