Das Unwort des Jahres 2009
ich greife schon mal voraus, nein, es wird nicht Bankier sein sondern Berater!
Da reiten diese unerfahrenenen Jüngelchen, haben gerade ein BWL-Studium absolviert, können ein wenig Simplenglish, Unternehmen an die Wand (20 Mill. Schulden bei Märklin, aber 12 Mill. Beraterkosten pro Jahr) und dann ist die Krise da, und wer erklärt uns, was nun zu tun ist? Ein Berater!
"Ein guter Chef zeigt Rückgrat"
Wenn die Firma ins Schlingern gerät, sind Krisenmanager gefragt. Ein
Beratererklärt, was Chefs in der Rezession können müssen.
Und die Süddeutsche ist sich nicht zu schade und druckt diese Binsen ab.
Ach Sie wissen nicht, was ein Berater ist? Lassen Sie es sich von einem dieser adoleszenten Schlipsträger erklären: ein Berater ist ein Consultant. !
Ich mit meiner naiven Lebenserfahrung habe zwar immer gedacht, daß um raten zu können, Erfahrung, Praxis und Leistung notwendig sei, aber dem ist nicht so.
Es reicht, in überfüllten Hörsälen gesessen zu haben, den Konfirmandenanzug wieder aus dem Schrank zu holen, sich vom Taschengeld ein Iphone zu kaufen und das Notebook im ICE auszuklappen.
Und über allem grübelt der permanent mißbrauchte Einstein.
1 Kommentar
Wie Recht Sie haben! Ich habe vor einigen Jahren bei einem Unternehmen gearbeitet, das sich auch einen solchen “Berater” hinzugezogen hat. Ergebnis: Jeder vierte Arbeitsplatz wurde gestrichen, darunter auch meiner.
Übrigens ging es später mit dem Unternehmen, einstmals hochprofitabel, vor zwei Jahren zu Ende.
Eine Berater-Erfolgsgeschichte eben.