Wenn Blogger zusammenkommen, dann meinen sie, die “Journalisten der Zukunft” zu sein.
Und bestätigen sich das gegenseitig.
Dabei haben sie aber meistens das Wichtigste vergessen:

  • daß sie nicht der Nabel der Welt sind
  • daß Informationsvermittlung nicht reicht, wenn man keine Kriterien für Relevanz und Bewertung hat außer dem eigenen Ego
  • daß Twitter keine Nachrichtenagentur ist

Die FAZ fasst es folgendermaßen zusammen:

Sollte die Berichterstattung binnen fünf bis zehn Jahren tatsächlich von alternativen Medien, etwa dem Bloggen und dem Onlinejournalismus, getragen werden müssen, wäre viel Arbeit zu leisten. Die Podiumsdiskussion reduzierte den Begriff des Journalismus auf den der Informations- und Nachrichtenübermittlung. Analyse, Reportage oder Essay sind Fremdgattungen in einem Diskurskosmos, der seinen Kurs ständig mit den neuesten technischen Fortentwicklungen abzugleichen hat und daher keine Zeit zu inhaltlicher Beschäftigung findet. Die Frage, welcher der Tagenden eine eigenständige Vorstellung einer wünschenswerten Zukunft entwickelt hatte, die sich nicht in der Anpassung an das erschöpft, was die Kommunikationsindustrie auf den Markt spült, wollte man da lieber nicht stellen.

und erhält einen treffenden Leserkommentar, der meine obige Aussage nur bestätigt:
bloggen hat sicher mehr zukunft als politisch korrekter alter Journalismus
Das schlimme ist ja, dass wir in den “alten” Medien nicht nur pc serviert bekommen sondern, dass anscheinend Zensur stattfindet und niemand sich in den Medien wehrt.

was ja eine unglaublich kritische und reflektierte Meinung ist…