Kurzum, die Gäste des Literaturhauses dürfen sich auf einen Abend freuen, der, so steht zu hoffen, fachkundig und vorurteilslos ein einzigartiges Leben präsentiert und Anlass geben wird, über die literarische und philosophische Bedeutung der Maierschen’schen Arbeiten neu nachzudenken.

  1. Lesen Sie diesen Text durch. Eine ganz gewöhnliche Ankündigung eines literarischen Abends. So, denken Sie, haben Sie das schon oft gelesen. So formuliert man Veranstaltungsankündigungen.
  2. Und nun ersetzen Sie den Namen Maier durch Ernst Jünger
  3. Was haben Sie gerade gelesen? Eine Ungeheuerlichkeit.
    Eine Ankündigung eines literarischen Abends im Literaturhaus Hamburg

Daß das aufstößt bei den wenigen, die noch einen Funken Verstand behalten haben, damit rechnet man, diese Leser schickt man schon in der Einleitung in die richtige Ecke:
Zu vielschichtig, zu provokant, zu inkommensurabel erscheint weiterhin vieles von dem, was den Autor Ernst Jünger ausmacht – ganz unanbhängig davon, dass seine Rezeption oftmals von geringer Sachkenntnis und ideologischen Voreingenommenheiten geprägt war (und ist).
Nein, dem Herrn Moritz, dem Leiter des Literaturhauses Hamburg, kann man keine ideologische Voreingenommenheit vorwerfen, der faßt auch in braunen Dreck, wenn es denn der Eventualisierung dient.