Weihnachtspop(musik)
Unter dem Weihnachtsbaum … strebt die Affirmationsdynamik der Konsumkultur ihrem Höhepunkt zu
… denn Weihnachten ist ein Familienfest. Was nicht heißen muss, von Leuten umgeben zu sein, die nur das Zimmer voller machen. Aber genau dazu wird eine Heiligabendgesellschaft, die sich nicht auf einen musikalischen Kanon einigt. Ohne Musik mutiert die Bescherung zu einem Actionfilm, dem der Ton abgedreht wurde.
Als säkulare Alternative zu Kirchenorgel und Knabenchor hat sich eine übereuphorisierte Trash-Kultur entwickelt.
ein distanzierter Artikel im Tagesspiegel, der dann aber doch auch der Falle nicht entkommt:
… Auch diese Platte wird all jene kaum eines Besseren belehren, die Weihnachten mit kratzigen Pullovern und zu vielen Knoten im Geschenkband verbinden. Doch aus Stevens’ warmherziger Aufforderung, die Lichter in den Baum zu hängen, die Oma anzurufen, wenn sie alleine lebt, und, sollte sie weinen, ihr zu versprechen, dass man vorbeikommt („Put The Lights On The Tree“ ), spricht ein Humanismus, den wir bitter nötig haben.
Also Leute, zeigt ein wenig normales emotionales Verhalten und das Fest ist gesichert…
Kommentarfunktion abgeschaltet.