Gut gebrüllt wieder mal
Die Auszeichnung von Abts ist ein Indiz dafür, daß die Kunstwelt in zwei Hälften zerfällt: in eine, die an einem pathetischen, kritischen Kunstbegriff festhält und von „Kunst“ erwartet, daß sie neue Sichtweisen eröffnet, durch visuelle Schocks und Verführungen das Sehen und Denken nachhaltig ändert, vorsprachlich etwas aufscheinen läßt, was anders nicht formulierbar ist – und in eine, die zwischen Kunst, Design und Kunsthandwerk nicht mehr trennen mag und nur noch danach urteilt, ob etwas „formal gelungen“ sei, wobei die Kriterien für „Gelungenheit“ (alternativ auch „Hochgelungenheit“ ) in den Hymnen auf Tomma Abts reichlich schwammig bleib
(aus der FAZ)
es lebe die beliebige Belanglosigkeit oder die belanglose Beliebigkeit?
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