In allen Berichten über diese Kitsch-Show, die auf der gegenwärtigen Indien-Welle prächtig daherschwimmt, fällt mehr oder minder die gleiche Aussage:

Die opulente, oft grellbunte Musical-Tanz-Show „Bharati, Auf der Suche nach dem Licht”, die in der Frankfurter Festhalle Premiere hatte, versucht dem Publikum ein authentisches Bild von Indien zu vermitteln.

Selbst die FAZ, die doch recht kritisch daherberichtet, ja sogar ziemlich verreißt, nutzt diese Aussage als Teaser. Verstehe ich nicht..

Sind die alle zu faul? Ist Abschreiben so leicht? GIbt es keine Lektoren mehr, die da den Finger draufhalten? Oder halten die die Leser für so blöd daß die eh nichts merken?

Entsetzliches Elend in Slums mit Millionen Darbender kontrastieren mit protzigem Wohlstand schmucker Fassaden und luxuriöser Touristenenklaven von wenigen: Indien war und ist der Subkontinent krasser sozialer Gegensätze. Die vom indischen Produzenten Gashash Deshe initiierte, nach Frankreich, Belgien und Niederlande vor wenigen Tagen in der Hansestadt Hamburg in Deutschland uraufgeführte Musical-Tanz-Show „Bharati – Auf der Suche nach dem Licht“ versucht, das ist zumindest Deshes Intention, westeuropäischem Publikum ein Stück Fernost möglichst kurzweilig, aber auch authentisch näherzubringen.

Wie bitte, haben die Lepröse unter den Statisten, fließt im Foyer der verpisste Ganges???