Ein Sorry wäre angebracht
Manches Spiel geht jedoch zu weit. Neuerdings setzen auch die Tagesthemen inszenierte Bilder ein – wie in Guido Knopps Boulevard-Dokus. Man sieht Politikerstatements zur Gesundheitsreform – und plötzlich steckt eine Kamera unter einem Schreibtisch, wie im Spionagethriller. Männerbeine, Hände blättern in Akten, eine Hand greift zum Telefon. Ministerpräsidenten verschwören sich? So billig kann das Fernsehen Politik darstellen, wenn es fürchtet, die Leute könnten sich langweilen. Lieber führt es sie in die Irre. Ein Sorry wäre angebracht.
Fritz Wolf im TV-Tagebuch der FR
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