soll die Werbung sein, dann bekommt man schon Sponsoren für die Elbphilharmonie und Arbeitsplätze und Gastronomie wird auch geschaffen…

so jedenfalls sehen das die Herren und Damen Kulturpolitiker in Hamburg und wenn die Kosten, wie angekündigt, noch weiter steigen, gibt es ja den blöden Bürger, der das alles bezahlt…

selbst die GAL hält diesen Grüößenwahn für bedeutend, von 70 auf 120 Millionen in welcher Zeit?
Politik hält an Elbphilharmonie fest

Die Ankündigung, daß die Kosten für den Bau der Elbphilharmonie deutlich steigen werden, hat in Hamburg für erheblichen Wirbel gesorgt. Dennoch sind sich alle politischen Parteien einig, daß das Projekt weitergeführt werden soll. Wie berichtet hat der Projektleiter Hartmut Wegener eingeräumt, daß die veranschlagten 77 Millionen Euro nicht ausreichen werden, um die Konzerthalle auf dem Kaispeicher A in der Hafencity zu realisieren. Dem Vernehmen nach soll der Bau 120 Millionen Euro kosten. Die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Dorothee Stapelfeldt, sagte: “Die Elbphilharmonie ist ein für die Hamburger Kultur elementares Projekt. Wir wollen, daß bis Mitte des Jahres ein solider Finanzierungsvorschlag vorgelegt wird. Ein Vorschlag, der nicht zu Lasten der bestehenden Einrichtungen ausfällt.” Winfried Meyer von der GAL bezeichnete das Projekt als so bedeutend, daß auch die Kosten über 100 Millionen Euro von der Stadt getragen werden sollten. “Die Elbphilharmonie bringt Arbeitsplätze, von der Gastronomie bis zum Plattenlabel.” Der kulturpolitische Sprecher der CDU, Wolfgang Drews sieht das anders: “Ich glaube, daß wir mit einer emotionalen, intelligenten Kampagne viele Sponsoren für den Bau finden werden.

aus der WELT, Artikel erschienen am 14. Januar 2005