NDR Kultur
im Zusammenhang mit dem Beitrag zur Aktion Das Ganze Werk nun diese Frage:
seit Tagen spielt NDR Kultur fast nur noch Aufnahmen des Orchesters von St. Martin in the fields, dirigiert von N. Mariner, ist das Absicht, Methode? Oder Sponsoring oder versteckte Werbung oder Bosheit?
2 Kommentare
Hallo Connie,
ich vermute, dass diese zugespitzte Beobachtung eine subjektive Täuschung ist: wenn man bei dem NDR-Kultur-Potpourri etwas häufiger als Wiederholung hört (die sogenannten Highlights), denkt man, es käme jeden Tag, obwohl es z.B. "nur" jeden 3. oder 7. Tag vorkommt. So auch mit St. Martin in the Fields. Wir haben für 111 Tage auf der Seite http://www.dasganzewerk.de/… bis Anfang September alle Tageslisten von NDR Kultur seit Mitte Mai veröffentlicht (dort steht auch die Quelle), aus denen man für den entsprechenden Zeitraum dort sehen kann, dass viele verschiedene Orchester spielen.
Was in der Frage der Auswahl der Interpreten bei NDR Kultur zu kritisieren ist, ist zweierlei:
1. für ein bestimmtes Werk gibt es meistens immer nur eine einzige Interpretation, und die immer wieder, selten vielleicht einmal eine Alternative (vgl. Fallstudie Mozart-Ouvertüren und Staatskapelle Dresden/Colin Davis, siehe http://www.dasganzewerk.de/…
2. es gibt in vielen Fällen nur ein altes Interpretations-Exemplar, dann z.B. mit St. Martin in the Fields, statt einer erfrischenden neuen Interpretation. Das war schon jahrelang – auch vor der "Reform" – eine Krankheit von NDR 3 usw.
Es grüßt herzlich
Theodor Clostermann
Sprecher der Initiative Das GANZE Werk
PS: Wir könnten gut einen Computer-Fachmann gebrauchen, der gern zur Unterstützung der Kampagne für ein besseres Musikprogramm bei NDR Kultur die Musiklisten von NDR Kultur datenbankmäßig aufbereitet (mit Access).
[1] Es ist leider doch so, daß NDR-Kultur (übrigens auch WSR3) fast, ich meine zu 90 % nur englische Interpreten sendet. Orchester, Dirigenten, Solisten – nur noch Engländer. Hat das mit Wiedergutmachung zu tun? Ich kann diese Sender nur noch abschalten! Die unverschämten Äußerungen der Verantwortlichen, man solle Schallplatten hören, finde ich für einen, der von den Zwangsgebühren der Hörer lebt, nicht tragbar. Oder sind da, wie anderswo, Seilschaften, die mit den "Künstlern" die GEMA-Einnahmen teilen? Würde mich nicht wundern.